Beiträge mit tag "Musik
SuccessDenied sucht den Superstar
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Kommen wir nun zu etwas völlig anderem. Heute versuche ich mich als Dieter Bohlen und beleidige irgendwelche wildfremden Leute mit niveaulosen Schmähungen, wie man sie sonst nur auf Hauptschulpausenhöfen zu hören bekommt. Der Titel der Artikels sagt eigentlich fast schon alles. Und das was er nicht sagt, will ich in aller Kürze erklären: Die nächste WIP-Version des Atari ST Remakes SPACOLA ECLIPSE wird (vorerst probeweise) zusätzlich zur Original-Titelmusik von Jürgen Piscol auch noch während des Gameplays Musik bieten, damit es im Pixel-Weltall nicht ganz so still ist. Ja, die neueste Enigma-Version hat mich zu dieser Entscheidung bewegt. In den Originalen von Dongleware gab es aus Gründen der Performance keine digitale Musik während des Spiels zu hören – die 8 MHz des ST reichten gerade so für die Animationen und die Soundeffekte, und schon damals musste Meinolf Schneider programmiertechnisch tief in die Trickkiste greifen, damit bei der begrenzten Hardwareleistung alles flüssig lief. Bei der heutigen Rechenpower ist das keine Herausforderung mehr, da kann man problemlos aus dem Vollen schöpfen und muss sich noch nicht einmal um saubere Programmierung und Optimierungen kümmern.
Ich bin gerade dabei, zu testen, ob Ingame-Musik bei meinem Remake sinnvoll ist und ob ich es dabei belassen werde, wenn es gut zusammenpasst. Offen ist dabei noch sehr vieles, zum Beispiel welche Art von Musik in diesem Fall am besten passt. Daher hier der (zeitlich unbegrenzte) Aufruf: Falls sich jemand unter der halbwegs musikalischen Leserschaft meines Blogs dazu berufen fühlt, dann würde ich mich freuen, wenn er/sie völlig unverbindlich ein wenig basteln und mir kleine Musikstücke oder Soundschnipsel zusenden könnte. Ich bin für alles dankbar. Aber auch diejenigen, die musikalisch nicht so begabt oder aktiv sind, können helfen, indem sie Vorschläge machen. Mit viel Resonanz rechne ich nicht, aber wer weiß schon was sich ergibt.
In meiner Vorstellung passt als Hintergrundmusik eine eher instrumental-meditativ-unaufdringliche, eingängige (monotone), repetitive, also betont wenig melodiöse, rhythmische, elektronische Musik, aber vielleicht lasse ich mich ja durch meine persönliche Präferenz zu sehr beeinflussen. Vielleicht passt wilde Gitarrenmusik oder Hiphop ja doch besser, aber irgendwie bezweifle ich das. Ich denke da zum Beispiel an die musikalischen Klangwelten von Klaus Schulze, Jean Michel Jarre, und Vangelis. Oder gleich was “Chippiges” mit 8-Bit-Charme? Es muss ja gar keine qualitativ besonders hochwertige oder filigrane Komposition sein, denn schon mit recht wenig kann man viel erreichen, wenn es die richtige Stimmung vermittelt. Es sollte eben irgendwie zu dem futuristischen Weltraum-Ambiente passen, vielleicht sogar angelehnt an den Stil der Titelmusik. Ob es etwas Hektischeres oder was Ruhigeres sein sollte, da bin ich mir auch nicht sicher. Vor allem aber sollte es in seinem Gesamtwirken zurückhaltend sein, sich dem Gameplay und den Soundeffekten unterordnen, und das möglichst “seamless”: Also wenn die Musik in Schleife abgespielt wird, wäre es schön, wenn das zumindest nicht unangenehm auffiele. Die ideale Hintergrundmusik müsste so um die 6-7 Minuten lang sein. Länger wird selten jemand in einem Level verbringen. Sinnvoll ist es wohl außerdem, dass es mehrere Songs gibt, die abwechselnd oder je nach Level verwendet werden, und die in Summe gut zueinander passen.
Wenn es funktioniert, und es tatsächlich Einsendungen gibt, dann kann ich die Wahl auch gerne per Voting den Blogbesuchern überlassen. Der Lohn wäre am Ende also die Verwendung DEINER Musik im (hoffentlich irgendwann) fertigen Remake. Nicht mehr und nicht weniger. Geld kann ich keines bieten, weil das Spiel voraussichtlich nichts kosten wird. Und selbst wenn es keine (brauchbaren) Einsendungen gibt, und davon gehe ich aus, dann schaue ich mich einfach selbst mal im Bereich der freien CC-Musik um, und bitte einen fähigen Komponisten höflichst um die Verwendungserlaubnis für seine Werke. Auch hier bin ich offen für Empfehlungen.
Einsendungen am besten per E-Mail an v.hoehnel
gmail.com. Kommentare, Vorschläge und Fragen dürfen auch gerne direkt an diesen Artikel angehängt werden. Die ersten Ergebnisse präsentiere ich euch im nächsten WIP-Preview-Video zur Version 0.23 in wenigen Wochen.
Allister Brimble auf Kickstarter
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Einer der Spielekomponisten, die ich am meisten schätze, ist neuerdings auf Kickstarter mit seinem eigenen Projekt zu finden: Allister Brimble, der fantastische Hausmusiker der britischen Kult-Spieleschmiede Team17, die in den 90ern viele große Amiga-Knaller lieferten, will einige seiner bekanntesten Soundtracks in einer aufwändig remasterten Version auf zwei CDs veröffentlichen. Nachdem Chris Hülsbeck vor einigen Monaten dasselbe versuchte und damit höchst erfolgreich war, ist es mir nun eine umso größere Freude zu sehen, dass auch andere Amiga-Musiker ihre Werke entstauben wollen.
Leider ist Kickstarter immer noch scheiße und ohne Kreditkarte kann man als Europäer leider nichts spenden, daher bin ich raus. Aber ich kann zumindest ein bisschen die Werbetrommel für dieses tolle Projekt rühren, dann können andere Leute spenden und Allister Brimble erreicht womöglich das Spendenziel. Und wenn ich viel Glück habe, gibts die CDs hinterher ja vielleicht sogar über andere Wege zu ergattern.
Das Projekt nennt sich “Allister Brimble – The Amiga Works“, in dem neue Versionen bekannter Amiga-Spielemusik zu Superfrog, Alien Breed, Body Blows, Project X, Assassin und diversen anderen Highlights zu finden sein werden. Vor allem von Superfrog ist angekündigt, dass sämtliche Leveltunes neu eingespielt werden, daran wäre ich ganz besonders interessiert. Wer 50 britische Pfund oder mehr spendet, der bekommt sogar ein handsigniertes Exemplar von Brimbles erstem Album “Sounds Digital”, das ich damals nur als digitalen Download zusammen mit der Compilation “The Best of Allister Brimble” auf seiner Webseite bekommen konnte. Wohlgemerkt, das war vor über 12 Jahren, seitdem gibt es das nicht mehr. “Sounds Digital” ist ein wundervolles Album, auf dem bereits u.a. die remasterten Titelsongs von Project X und Assassin zu hören waren. Daher bin ich schon gespannt, was sich nun genau an diesen Songs ändern wird.
Kickstarter kann sich ruhig mal um Spender aus anderen Ländern als den USA und dem Vereinigten Königreich kümmern. Finde ich extrem ärgerlich, dass es keine alternativen Zahlungsweisen gibt. Es ist ja nun nicht so als gäbe es Kickstarter erst seit einer Woche. Ach verdammt, dann hol ich mir halt so eine bekackte Kreditkarte von Amazon. Dann hat der gemeine Internetkonzern mal wieder gewonnen. Ein Hoch auf das Monopol.
Kostenlose Musikmixes im Netz
0Freunde gepflegter Gitarrenmusik (o.ä)., die ihr einen Brechreiz beim Erklingen elektronischer Musik verspüret: Leset nun nicht weiter!
Mit diesem kleinen Beitrag möchte ich auf meine beiden bedeutsamsten musikalischen Entdeckungen der letzten Wochen aufmerksam machen. Leider alles nur Randgruppen-Genres, die sich vermutlich für 90% der Weltbevölkerung nicht eignen. In der fremdartigen Welt technikaffiner Blogger und IT-Fachleute dürfte es aber wohl den einen oder anderen Verirrten geben, dessen Musikgeschmack mit dem meinen großteilig kongruiert.
YouTube wird immer interessanter wenn man ohne Aufwand Musik abspielen will, also wenn man keine eigene Musikbibliothek hat. Die CD-Sammlung zuhause oder der MP3-Ordner auf der Festplatte ist beinahe schon nicht mehr nötig. Inzwischen gibt es dort sogar komplette DJ-Sets. Genauer gesagt, bin ich eigentlich per Zufall darüber gestolpert, als ich plötzlich einen dreistündigen Trance-Mix entdeckte. Zuerst hielt ich das für einen Witz. Bis ich feststellte, dass der Uploader praktisch ausschließlich mehrstündige Trance-Sessions in seinem YouTube-Kanal hochgeladen hatte – bald 200 an der Zahl. Ein paar stichprobenartige Hörbeispiele später bin ich absolut überzeugt: Hammerharter Scheiß! Fans werden ihre Freude daran haben. Ich höre die Sets jedenfalls schon seit Wochen morgens im Zug und es wird nie langweilig.
Die Rede ist von dem britischen DJ Anthony Turner, der unter dem Pseudonym Kabbage1977 tonnenweise reinen Trance und Vocal Trance ins Netz stellt. Geschmackliche Ausrutschter sucht man in seinen Beiträgen vergebens, trotz der gigantischen Menge an Material, die er verarbeitet. Die Auswahl ist durchweg auf hohem Niveau.
Kabbage1977 bei YouTube
Kabbage1977 bei Soundcloud
Der zweite Beitrag behandelt nun noch die Genres Dubstep, Drum n Bass und äh, ja, “Glitch Hop”. Fragt mich nicht, aber man kann es hören. Ich hab ja schon viel schrottigen Dubstep gehört, aber die Sets die ich hier anspreche, sind durch die Bank fantastisch. Sehr filigrane Basslines, sehr heftige Drops, wundervolle Beats, und die Kombination der Genres, die sich hierbei ständig abwechseln, passt überraschend gut zusammen. Ich kann die Mixes des Going Quantum Podcast nur empfehlen. Habe ich ebenso seit ein paar Tagen morgens dabei, um die Fahrt zur Arbeit angenehmer zu gestalten, und der Bass haut einen wirklich um.
GQ Podcast bei YouTube
GQ Podcasts zum Download
Für den nächsten Teil werde ich mich wohl mal nach etwas Hardstyle und Chiptune umsehen, dann hätte ich schonmal den größten Teil des musikalischen Spektrums meines derzeitigen Konsums abgedeckt. Achja, die Gema ist ein verdammter Mistverein und kann sterben gehen, und das Amtsgericht Frankfurt ebenso.
Gotta upload ‘em all
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Wenn ich das richtig nachgelesen habe, ist mein letzter Eintrag zu diesem Thema im März gewesen. Noch schnell vor Ende diesen Jahres liefere ich nun zwei Songs von Gigas nach, damit das auch mal wieder etwas vorangeht. Diesmal sind es zwei Mixes von San Francisco in 4 Hours, die ich zu meinen Favoriten der Sammlung zähle.
Eventuelle Gluckser und Hänger möge man der Aufnahme verzeihen. Die CD ist nicht mehr ganz frisch und hat schon einiges durchgemacht. Ich habe mein möglichstes getan, um das zu kaschieren. Damit dürften noch etwa vier oder fünf Songs übrig bleiben, die ich die kommenden Wochen nachliefere.
Hier die Links zu den Uploads:
Gigas – San Francisco in 4 Hours
Gigas – San Francisco in 4 Hours (Communist Mix)
Best of Don Peake – Knight Rider
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Normalerweise widerstrebt mir zuviel Werbung, aber wenn ich von einem Produkt zu sehr begeistert bin, dann kann ich mich wahrscheinlich nicht immer zurückhalten. Außerdem ist mein letzter Beitrag ja jetzt auch schon wieder ein paar Tage her, also wird es sowieso mal wieder höchste Zeit für meinen Followup-Artikel.
Wer sich für Knight Rider genauso sehr begeistern kann wie ich, und das wird auf die meisten nicht zutreffen (aber für die meisten schreibe ich ja auch diese Artikel normalerweise nicht), den werden vielleicht die Alben von Don Peake interessieren. Leider erhalten solche fantastischen Kultwerke fernab der ganzen DSDS- und Popstars-Krätze in Deutschland nämlich keinerlei mediale Beachtung, daher übernehme ich einfach diese Aufgabe – zumindest ein kleines bisschen.
Passend jedenfalls zu meinem letzten Beitrag über diverse Soundtracks zur TV-Serie möchte ich hiermit darauf hinweisen, dass weitere Soundtracks zur Serienuntermalung veröffentlicht worden sind, und zwar für andere Episoden. Die Musik zur Serie, die zunächst von Serienschöpfer Glen A. Larson und Stu Phillips komponiert wurde, wurde nach den ersten paar Folgen von Don Peake übernommen, der den Originalstil beibehielt.
Seit 2005 wurden ganze drei dieser Alben veröffentlicht, zuletzt 2009, und selbst das ist noch lange nicht der vollständige Soundtrack zur Serie. Ob weitere CDs erscheinen werden, hängt in erster Linie von den Fans ab und ob die Verkaufszahlen einigermaßen stimmen.
Ich bin zwar kein Fan von Amazon, aber dürfte spontan die einfachste Möglichkeit sein, legal an diese Alben zu kommen. Falls jemand einen MP3-Download in einem Online-Musik-Store findet, kann mir derjenige ja bescheid geben.
KNIGHT RIDER-Film Music of Don Peake Vol #1 by Don Peake
Knight Rider (Best of Don Peake) Vol.2 by Don Peake
Knight Rider (Best of Don Peake) Vol.3 by Don Peake
Nosferatu-Filmmusik von Hans Posegga
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Meine Sammlung an Soundtrack-Raritäten ist diese Woche wieder um einen heiligen Gral der Filmmusik reicher geworden. Als ich diesen Schatz entdeckte, stand ich erst einmal neben mir. Es handelt sich um eine Filmmusik zum Stummfilmklassiker “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” von Friedrich W. Murnau aus dem Jahr 1922. Aber es ist nicht die Original-Filmmusik, sondern die Version von Hans Posegga zur ZDF-Fassung von 1989, die, soweit ich weiß, nur einmal überhaupt im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Diese Fassung ist bislang weder auf VHS, noch auf DVD oder Blu-ray erhältlich, was in meinen Augen eine echte Schande ist. Nun, offenbar gibt es jetzt wenigstens die Musik separat zu kaufen.
Die Originalmusik stammt von Hans Erdmann und liegt den meisten DVDs restaurierter Nosferatu-Fassungen bei. International bekommt man aber auch oft DVDs mit der Art Zoyd -Filmmusik oder z.B. von Type O Negative. Insgesamt gibt es wohl sogar weit mehr als fünf verschiedene Filmmusiken zu Nosferatu. Obwohl ich die Originalmusik kenne und schätze und auch an der Art Zoyd -Version manchmal gefallen finde, so ist die Musik von Hans Posegga für mich immer das Non plus ultra gewesen, auch wenn ich sie immer nur auf einer schlecht erhaltenen VHS-Kassette meines Vaters bewundern konnte. Sie macht den Film nochmals um einiges gruseliger und passt wirklich an allen Ecken und Enden perfekt. Bis heute habe ich nie aufgehört, danach Ausschau zu halten.
Noch vor zwei Jahren habe ich mir die neueste aufwändig digital restaurierte Fassung von Nosferatu auf DVD gekauft (siehe links), mit deutschen Zwischentiteln und stimmigen Viragierungen. Die ZDF-Fassung sah im Prinzip genauso aus, wenn auch natürlich nicht so gut restauriert. Der DVD lag nur die Erdmann-Filmmusik als Tonspur bei, die zwar nicht fehlen darf, aber zusätzlich hätte ich mir die Posegga-Filmmusik als alternative Tonspur gewünscht. So war der Filmgenuss für mich doch leider immer ein wenig getrübt.
Nichtsdestotrotz ist es einer der besten und gruseligsten Filme aller Zeiten. Kaum ein Horrorfilm der letzten 50 Jahre kann diesem Klassiker auch nur annähernd das Wasser reichen, und dazu brauchte Murnau nicht einmal Stimmen, Soundeffekte oder ein großes Budget. Stummfilmfans wissen genau wovon ich rede.
Da ich jetzt immerhin die Musik habe, habe ich bereits überlegt, ob ich mir aus MP3-Musik und DVD-Bildmaterial meine eigene ZDF-Fassung basteln sollte. Vielleicht sogar als 3-in-1-Version mit Posegga/Erdmann/Art Zoyd als Tonspuren.
Link: “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” von Hans Posegga bei Musicload
25 Jahre STSpeech
6Kein Softwaresprachsynthesizer wurde musikalisch so oft verwurstet wie STSpeech. Alex Christensen machte den typischen Sound der Software mit seinem U96-Hit “Das Boot” 1992 weltberühmt, die deutsche 90er-Jahre Technoformation Das Modul nutzte ihn gleich mehrfach, und auch heute noch kommt er hin und wieder zum Einsatz, jüngst im Spencer & Hill -Track “Young Love” von 2010. Aber selbstverständlich bedienen sich vor allem ST-Chiptune-Produktionen der Szene (siehe Dubmood) gerne daran. Inzwischen ist das 28 KByte kleine Atari ST-Programm 25 Jahre alt geworden.
Entwickelt wurde STSpeech im Jahr 1986 von den beiden britischen Programmierern Andy D. Beveridge und Martin N. Day. Beide haben sich seit Mitte der 80er Jahre auch eine zeitlang an der Spieleprogrammierung versucht, z.B. mit “Don’t Buy This” von 1985 oder mit “Cybercon III” von 1991. Bereits 1988 haben sie jedoch ihre eigene Firma SN Systems gegründet, wo sie sich mit der Entwicklung von Dev-Tools für Spielesoftware befassen, heute speziell für Sony.
STSpeech konnte man als Standalone-Programm starten und einfach Text eingeben, den die Software Zeile für Zeile über die Lautsprecher zum Besten gab. Mit einer entsprechenden Modifikation konnte man die Software allerdings auch mit vorgegebenen Parametern starten oder einfach direkt eine Textdatei einlesen lassen, die STSpeech dann vorlesen sollte. Dadurch war es möglich, es in eigene Softwareprojekte einzubinden. So gab es z.B. das PD-Textadventure “Das Schloß” von Detlef Pleiß, welches STSpeech-Sprachausgabe für Soundeffekte und für Gesprochenes, wie Zaubersprüche einsetzte. Daneben gab es noch das Farbspiel Fuzzball von Methodic Solutions aus dem Jahr 1987 und ein Programm von Budgie UK (glaube ich), das versuchte die Sprachausgabe lippensynchron mit der (gruseligen) Animation eines Gesichtes zu verbinden.
STSpeech braucht keine Anleitung, dennoch ist es hilfreich zu wissen, dass das Programm zwei Modi hat. Einen English Text Mode und einen Phoneme Mode. Im English Text Mode gibt man einfach englischen (oder spaßeshalber deutschen) Text ein und STSpeech übersetzt dies in seine spezielle Lautschrift und spricht die Eingabe aus. Im Phoneme Mode kann man die Lautschrift direkt eingeben und dabei zusätzlich die Tonhöhe vorgeben und so die Aussprache bestimmter Worte korrigieren. Den Modus wechselt man durch Eingabe des Punkt-Zeichens.
Außer der Version 2.0 gibt es offenbar keine andere, jedenfalls ist mir nie eine über den Weg gelaufen, wenn man von unterschiedlichen Begrüßungstexten im Header absieht. Vor ein paar Jahren hat der Synthesizer-Experte und Programmierer Stefan Stenzel eine Win32-Portierung entwickelt. Wie er beschreibt, habe er den Sound des Programms beim Portieren auch gleich weicher und professioneller machen wollen. Im direkten Vergleich klingt es meiner Meinung nach aber eher zahnlos und es hat leider nicht mehr den ursprünglichen unvergleichlichen Charakter. Außerdem wurde der Phoneme Mode wohl leider verworfen. Darauf basierend gibt es neuerdings sogar eine Version für das Nintendo DS (DSSpeech Speech Synthesizer v1.5).
Jeder der STSpeech heute hört, dem wird selbstverständlich auffallen, dass es kein besonders realistisch klingender oder außerordentlich guter Sprachsynthesizer ist, jedoch hat der künstlich roboterhafte typische Sound gerade in der Technomusik großen Anklang gefunden. Ich habe vor mehr als 20 Jahren mit STSpeech auf Englisch Zählen gelernt und die Aussprache vieler englischer Wörter ausprobiert (auch wenn STSpeech mit der Aussprache oft daneben liegt). Wie man an den Portierungen für moderne Systeme außerdem sehen kann, gibt es auch heute noch Fans, die sich mit dem Kultprogramm beschäftigen und es für die Nachwelt erhalten wollen.
Leider geht mein Verständnis von Sprachsynthese nicht weit genug, um mehr ins Detail zu gehen. Jedoch habe ich ein interessantes Dokument finden können, das sich ein klein wenig genauer mit der Technik hinter STSpeech beschäftigt: The Microwave Speech Robot
Bekannte Musikstücke mit STSpeech-Samples:
Das Modul – Computerliebe (Dee-Lay Remix)
Das Modul – Joystick
U96 – Das Boot
U96 – I Wanna Be A Kennedy
U96 – Boot II
Spencer & Hill – Young Love (Radio Edit)
Snap – The Ex-Terminator
Nexus Project – Funky Drummer
The Scientist – Spiral Symphony
The Prodigy – Mindfields (Paza Rahm ReMix)
Obsidia – Electronik
Über Hinweise bezüglich toter Links oder weiterer passender Songs und anderen Informationen bin ich selbstverständlich dankbar.
Jahrmarkt für zu Hause
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Die Erfahrungen, die ich Jahr für Jahr aufs Neue mache, wenn der Sinsheimer Fohlenmarkt (=Jahrmarkt oder Kirmes) stattfindet, möchte ich dieses Mal zumindest ansatzweise mit euch teilen. Damit die Erfahrungen auch möglichst realistisch rüberkommen, empfehle ich euch, die Tonbeispiele immer dann in Endlosschleife bei höchster Lautstärke laufen zu lassen, wenn ihr müde seid und schlafen wollt. Nur so kommt ihr in den wahren Genuss des Fohlenmarkt-Feelings.
So klingt der Fohlenmarkt nachts um 00:30 Uhr:
Und so klingt er um 01:00 Uhr, wenn die Sinsheimer Südländer eine gratis Zugabe multikultureller Musik einschließlich Tanz darbieten:
Achja, ich sollte vielleicht dazusagen, dass ich diese Audiodateien nicht AUF dem Fohlenmarkt aufgenommen habe, sondern mitten in der Wohnung. Ich leide für euch. Ich hoffe, ihr wisst diese Geste zu schätzen.
Mai-Update mit Gigas, GTA2 und Gwen
0Es wird wieder Zeit für ein kleines Update für eins meiner schönsten Freizeitprojekte. Nicht viel hat sich geändert, außer dass SD jetzt neuerdings mit WordPress 3.1.3 fährt, aber ich habe inzwischen für etwas zusätzlichen Content gesorgt, namentlich mit drei Youtube-Uploads und einem Beitrag zu den Freeware-Spielen (Sektion im Menü oben).
Letzteres ist der Hit “Grand Theft Auto 2” von Rockstar Games, dem zweiten Teil der Reihe. Vom dritten Teil gibt es allerdings soviele verschiedene Ableger, die alle gleich aussehen, dass ich schon lange sowohl das Interesse als auch den Durchblick verloren habe. Für mich endet die Serie mit dem zweiten Teil, welchen ich auch persönlich als das beste Spiel betrachte. Danach waren es ja völlig andere Spiele, schon allein wegen der neuen Kameraperspektive, die ein anderes Spielgefühl vermittelt. Aber selbstverständlich wird nicht jeder meine Meinung teilen, schon gar nicht diejenigen, die nie das Original gespielt haben.
Die neuen Youtube-Uploads möchte ich hier kurz vorstellen. Es handelt sich zunächst um zwei neue Gigas-Songs aus meinem Archiv: Gigas – Peace of Westphalia und Gigas – Synthetique. Damit sind wir dem Ziel also wieder einen kleinen Schritt nähergekommen.
Zuletzt ein wenig ernstgemeinter Beitrag aus meiner Kindheit, dem man einen leichten Seltenheitswert nicht absprechen kann: Gwen – Bernard & Bianca. Das ist der Soundtrack von “Bernard & Bianca im Känguruhland” von 1990, gesungen von Gwen Obertuck. Ja, richtig gelesen, ein Kinderlied von Disney. Hey, als ich eingeschult wurde, war das der Hit :)

Es war mehr Arbeit als ich gehofft hatte, aber deutlich weniger Arbeit als befürchtet: Das Intro von Spacola Eclipse ist fertig. Mit (fast) allem was dazugehört, also die Titel, das Monochrom-Fading mit Dithering, der Textbuilder mit Originalfont, und das Hauptmenü. Einzig die Fahndungs- und Bonuslisten fehlen noch, aber dafür fehlen mir auch noch die ganzen Sprites. Nun ist also der zweite größere Block in der Entwicklung fertig.














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