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Spaß

Die geldgeilen Mächte von Blizzard

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Gerade kam per Spam-Mail dieses wahnsinnig verlockende Sonderangebot von Blizzard für ihre inzwischen angestaubten Spiele rein. Wer würde da nicht sofort zugreifen wollen, mal abgesehen von mir.

Hallo Vincent,

die Mächte der Hölle wüten in der Welt von Sanktuario! Stürze dich in den Kampf gegen die teuflischen Diener des Obersten Übels Diablo und dem Engel des Todes Malthael! Spare 50 % beim Kauf der PC/Mac-Versionen von Diablo III und der Erweiterung Reaper of Souls. Aber warte nicht zu lange, denn dieses Angebot endet bereits am 6. Oktober!

Hallo Blizzard,

danke, aber nein danke. Die Mächte der Hölle können meinetwegen sonstwo wüten, am wahrscheinlichsten sogar in eurem Oberstübchen. Meldet euch bitte erst wieder bei mir, wenn ihr mir ernstgemeinte Angebote machen wollt, und euren Always-Online-Rotz und eure ranzigen Spieleerweiterungen nicht mehr für Wucherpreise verkauft. Bis dahin stürze ich mich lieber in den Kampf gegen was Sinnvolleres. Eure schmierigen zeitbegrenzten Müllangebote könnt ihr euch sonstwohin stecken!

goldenpoo

Not so monthly rant: Steam’ing pile of shit

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Steam ist der allerletzte Dreck. Ich bin echt sauer! So lasse ich mich als Kunde nicht behandeln. Ich fühle mich betrogen, und ich hasse Valve und seine Distributionsplatform dafür. Es geht nicht um viel Geld. Es geht um 21,19 EUR, und es geht ums Prinzip. Steam hat mein Geld entwertet, zweimal hintereinander, und der verdammte Mistladen ist nicht bereit, mir dafür auch nur im Geringsten entgegenzukommen. Schon vor Monaten veröffentlichte ich einen Artikel, ich dem ich meine Meinung über die gefürchteten Steam-Rabatte (80%!) äußerte, und dass sich dabei so mancher wahrscheinlich schon fest in den Hintern beißen musste, wenn er zuvor versehentlich den (SEHR viel) höheren Preis bezahlt hat. Am liebsten würde ich Gabe Newell jetzt dafür in die Fresse hauen. Für 21,19 EUR. Für zwei verpasste Rabatte in vier Tagen.

Vergangenen Donnerstag wollte ich für mich und einen Freund ein neues Spiel kaufen, das die Tage auf dem IT-Newsportal Golem beworben wurde. 18,99 EUR sollte die Einzel-Lizenz kosten. Die Alternative war ein vergünstigtes 4er-Pack – weil es eben ein Vierspieler-Coop-Spiel ist. Für vier Exemplare gab es aber keinen Bedarf, die wäre ich wahrscheinlich auch nicht mehr losgeworden, also beschloss ich zähneknirschend zwei einzelne Spiele zum vollen Preis zu kaufen. Das wäre ja alles noch in Ordnung gewesen.

Mein Exemplar hatte ich bereits am Donnerstag bezahlt, um es wenigstens ein paar Minuten zum Testen anzuspielen. Am Samstag wollte ich dann das zweite Spiel als Geschenk dazukaufen. Zunächst ungläubig betrachtete ich den nagelneuen “2er-Pack”-Kaufen-Button, der sich mir da plötzlich aufdrängte. Mein Hirn musste kurz aus dem Standby hochfahren. “Ihr seid doch echt ein paar blöde Schweine“, entfuhr es mir in einem kurzzeitigen Anflug von Zorn. Das 2er-Pack gab es zum vergünstigten Preis von 27,99 EUR. Das war genau jenes 2er-Pack, das ich gerade mal zwei Tage zuvor vergeblich gesucht hatte. Ich hätte mir damit 10 Euro sparen können. Für ein 2er-Pack gab es nun aber gar keinen Bedarf mehr, also kaufte ich (diesmal noch viel intensiver zähneknirschend) das fehlende zweite Spiel als Geschenk. Das wäre ja alles noch fast in Ordnung gewesen.

Announcement – Valve 31 Aug. 2014
Today’s Deal: Save 40% on [Spielname]!*
Look for the deals each day on the front page of Steam. Or follow us on twitter or Facebook for instant notifications wherever you are!
*Offer ends Tuesday at 10AM Pacific Time

Gestern begrüßte mich Steam beim Starten mit dieser Meldung, die an Hohn kaum noch zu überbieten ist: 40% Rabatt für GENAU DIESES SCHEIß SPIEL. Genau HIER, genau JETZT, und natürlich nur noch für 24 Stunden. Besagtes 2er-Pack kostete jetzt nur noch 16,79 EUR – das ist WENIGER als ich für eine EINZELNE Lizenz bezahlen musste. Ich hab ZWEI davon kaufen müssen! Boah, Steam! Das war absolut nicht mehr in Ordnung! DAS war eine Frechheit bislang unentdeckten Ausmaßes. Meine geballte Faust fuchtelte wild vor dem Monitor herum, ich konnte diesen Reflex kaum unterdrücken. Ich fühle mich betrogen. Ich fühle mich abgezockt. Ich fühle mich ernsthaft um 21,19 EUR bestohlen. Soviel Pech in nur vier Tagen bin ich nicht bereit kommentarlos zu akzeptieren.

Der Freund, mit dem ich das Spiel zusammen gekauft hatte, bat mich darum, doch unbedingt ein Ticket beim Steam Support aufzumachen. Er glaubte zwar genausowenig wie ich daran, dass meine Probleme dort jemanden interessieren würden, aber ich sollte es wenigstens versuchen und meinen Fall schildern. Das Ergebnis war noch schlimmer als erwartet: Keine hohlen Textbausteine, kein geheucheltes Verständnis, nur der wortkarge Hinweis darauf, dass es keine teilweisen Rückerstattungen gibt, keine Umwandlungen in Packs, keine Kulanz, rein gar nichts. Ich bin von Steam also einfach nur dreist übers Ohr gehauen worden.

Vielen Dank für Ihre Nachricht an das Steam Support Team.

Unser Zahlungssystem ist automatisiert, und wir können leider keine teilweisen Rückerstattungen oder Gutschriften für den Differenzbetrag ausstellen.

bitchplease

Fuck you, Steam! Ihr könnt mich mal so richtig. Ich weiß gar nicht, wie ich soviel Wut über eure affige Preispolitik kanalisieren soll. Das wird mir eine Lehre sein, bei diesem Scheißverein nochmal einen dämlichen Download zu kaufen. Bei einer Retail-Version aus dem Handel bliebe mir immerhin noch ein (geringer) Mehrwert in Form der Schachtel und des Datenträgers, aber diese Möglichkeit hatte ich in diesem Fall ja nicht. Ein zweites Mal falle ich auf diese Abzockmaschinerie nicht mehr rein. Vielleicht schaue ich mich dann einfach gleich bei Piratebay um – die haben das ganze Jahr über Rabatt, und ich muss mir nicht mehr via Popup-Fenster anschauen, wie Steam quasi über Nacht lachend mein Geld verbrennt. Spiele kaufe ich ab heute nur noch für Centbeträge oder gar nicht.

Windows

Not so monthly rant: Die wertlose Windows-Dateisuche

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Lange habe ich mich nicht mehr so sehr über etwas geärgert wie die Windows-Dateisuche. Aus einem bestimmten Ordner mit sehr vielen unterschiedlichen Dateien wollte ich anhand eines entsprechenden Namensmusters einige davon in einen anderen Ordner verschieben. Nichts leichter als das, dachte ich mir, denn die Windows-Suche unterstützt ja schließlich Wildcards (“*” und “?”), und auf den Kopf gefallen bin ich zum Glück auch nicht. Die erwartete Trefferliste lieferte mir die Suchfunktion in Nullkommanix. Mittels Ausschneiden und Einfügen waren mehrere hundert Dateien blitzschnell an den neuen Ort verschoben.

Durch Zufall fiel mir eine Datei ins Auge, die in dem neuen Ordner aber definitiv nichts verloren hatte. Hat die Windows-Suche sich da ein wenig vertan? Konnte ja eigentlich kaum sein. Vielleicht habe ich beim Markieren der Dateien irgendetwas verkehrt gemacht? Auch unwahrscheinlich. Um sicherzugehen, machte ich den Verschiebevorgang rückgängig und führte die Suche erneut aus. Wieder wollte ich die gefundenen Dateien verschieben. Und wieder waren Dateien dabei, die nicht auf das Namensmuster zutreffen konnten. Spinnt Windows oder versagt hier der Faktor Mensch? Ich beschloss also, den Test zu machen:

windowssuche

Was für ein unbrauchbarer Dreck ist das denn bitte? Die Windows-Dateisuchfunktion ist völlig wertlos! Sie hält sich nicht an das Pattern, das ich eingegeben habe, und spuckt neben den richtigen auch falsche Treffer aus. Die Klammern werden einfach ignoriert, so als hätte ich sie nur aus Spaß eingegeben. Meine Recherche im weltweiten Netz bestätigt meine Vermutung: Microsoft hält nichts von Konventionen, sondern bastelt lieber wieder irgendeinen eigenbrötlerischen Schrott zusammen, den man als professioneller Nutzer nicht vernünftig verwenden kann. Das “Escapen” der Klammern mit Backslashes oder Punkten bringt leider nichts, Windows scheint meine Eingabe nur als grobe Empfehlung zu betrachten. Was richtige Suchergebnisse sind, muss ich offenbar gänzlich dem Betriebssystem überlassen. Die Suchfunktion genügt meinen Ansprüchen hier leider absolut nicht. Bevor ich mir die Microsoft’sche Syntax zur Dateisuche anlerne, sofern eine solche überhaupt existiert, nehme ich lieber ein ordentliches Third Party Tool, mit dem man arbeiten kann.

Beinahe hätte ich meine Dateien unbewusst falsch sortiert. Na danke, Microsoft, ihr verdammten Trolle. Wer weiß wie oft ich darauf bislang schon hereingefallen bin ohne es zu merken. Wie schwer kann es sein, eine Suchfunktion mit Wildcards richtig zu implementieren. Ich verlange ja gar nicht, dass hier reguläre Ausdrücke ausgewertet werden, aber eine simple Suchfunktion, die keinen Mist baut, wäre mir WIRKLICH wichtig. Echt mal.

So habe ich nun in meiner Verzweiflung einige – wie sich herausstellte – ebenfalls ziemlich nutzlose Tools heruntergeladen, die meine Erwartungen nicht erfüllen können, darunter “Everything”, “Snowbird”, “Locate32″ und “UltraSearch”. Entweder ließ sich die Suche nur auf (langwierig) vorindizierte Festplatten anwenden (und ich wollte nicht drei Stunden auf mein Suchergebnis warten müssen), oder die Suche ließ sich überhaupt nicht auf Verzeichnisse, sondern im Fall von “Everything” nur auf ALLES anwenden, oder die Suche kannte keine Wildcards, was ich bei einem Dateisuch-Tool als übles Versäumnis betrachte. Nun habe ich schließlich den “FreeCommander” ausprobiert. Der hat alle gewünschten Dateien problemlos gefunden, mit exakt demselben Suchmuster, wie ich es zuvor dem Windows Explorer vorgesetzt hatte – und zwar im Gegensatz dazu fehlerfrei.

Steam

Not so weekly rant: Steam Deals – Kauf oder stirb!

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steamdealsIch bin kein Fan von Steam, das ist kein Geheimnis. Ich verabscheue jede DRM-Platform, ich protestiere gegen alle restriktiven Formen von Kopierschutz, und ich mag es absolut nicht, wenn ich Spiele als “Digital Download” erwerben muss, also “ohne etwas in der Hand” zu haben. Dennoch sind mir auch die Vorteile von Steam durchaus bewusst. Hin und wieder kann ich sogar meinen Frieden mit Steam machen.

Kürzlich machte ein Kollege mich darauf aufmerksam, dass es ein bestimmtes Spiel gerade bei Steam im Angebot gibt. Seit Wochen schon spielte ich mit dem Gedanken, jenes Spiel zu kaufen. Na wenn es jetzt sogar günstiger zu haben ist, dann spricht ja nichts mehr dagegen, dachte ich. Am selben Abend war ich noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt, und auch am darauffolgenden Abend hatte ich weder Zeit noch Lust, irgendwelche Spiele zu spielen. Zwei Tage später wollte ich im Büro erneut auf das Thema zu sprechen kommen: “Ich glaube heute Abend kaufe ich mir das Spiel. Heute habe ich endlich Zeit!”, woraufhin mein Kollege entgegnete: “Jetzt ist das Spiel aber nicht mehr im Angebot, das galt nur bis gestern Abend. Jetzt kostet es 30 Euro mehr.”. Aha. Äh, wie bitte?

Pech für mich. So ist das Steam-Gamer-Leben wohl. Ob Holiday Sale, Summer Sale oder Weekend Deals: Die sogenannten Steam Deals gibts nur für sehr begrenzte Zeit, und wer nicht sofort zuschlägt, schaut eben zwangsläufig in die Röhre. Die unverschämt günstigen Angebote von Steam sind mit bis zu 75% Preisnachlass so bekannt, dass es Steam-Nutzer gibt, die praktisch ausschließlich Spiele dann kaufen, wenn sie im Angebot sind. Und wenn wir ehrlich sind, alles andere wäre wirtschaftlicher Quatsch. Genau darum stört es mich, und damit bin ich womöglich der einzige. Es ist an der Zeit, wieder ein wenig herumzunörgeln.

Ich bin ein Mensch, der immer versucht möglichst einfach zu denken. Entweder das Spiel ist 50 Euro wert oder es ist nur 20 Euro wert. Wenn es 20 Euro wert ist, kann ich es mir nicht mehr für 50 Euro kaufen, weil ich bereits weiß, dass ich dabei dreist abgezockt werde. So etwas kann ich rational nicht mehr vor mir selbst verantworten. Das ist Nepp. Wieso wird es nicht dauerhaft für 20 Euro angeboten? Wenn ich es für 20 Euro im Angebot gesehen und dieses leider verpasst habe, dann werde ich sicherlich den Teufel tun und wenige Stunden später freiwillig den deutlich höheren Preis dafür bezahlen. Eher verzichte ich komplett darauf, oder – schlimmer noch – ich schaue mich verärgert und mit einer gewissen “Jetzt erst recht”-Mentalität bei den Tauschbörsen um, damit ich nicht diesem permanenten Angebots-Zeitdruck ausgesetzt bin, zugreifen kann wann ICH mich dazu entschließe, und nicht wenn Steam es mir kurzzeitig vor die Nase hält. Wie soll man da ein Wertbewusstsein entwickeln, wenn man genau weiß, dass das Spiel einmal für ‘n Appel und ‘n Ei über die Theke geht, und im nächsten Moment muss man es schon fast auf Raten kaufen. Was soll man daraus lernen? Dass es weder darum geht, was das Produkt wert ist, oder was der Kunde bereit ist dafür zu zahlen, sondern allein darum ob man den Verkäufer an seinem großzügigen Tag erwischt?

Bei einem Preisnachlass um 75% beispielsweise spukt bei mir die Vorstellung im Kopf herum, dass ich das Spiel vier(!) Mal hätte kaufen können, wo ich jetzt nur noch genau eine einzige Lizenz bekomme. Oder umgekehrt: Nur weil ich das knappe Zeitfenster verpasst habe, bezahle ich vier Mal soviel wie zuvor – wohlgemerkt für exakt dieselbe Leistung. Es ist doch praktisch unmöglich in so einem Fall NICHT das Gefühl zu haben, gründlichst über den Tisch gezogen worden zu sein. Genug jedenfalls, dass ich an dem Spiel selbst vermutlich keine große Freude mehr hätte. In der Realität ist das gleichbedeutend mit dem Zwang, bei jedem Spiel zu warten, bis es zufällig gerade im Steam-Angebot zu haben ist, und es dann auch ja nicht zu verpassen, sonst darf man sich erneut monatelang auf die Lauer legen. Oder man bezahlt eben doch die Apothekenpreise, die ohne Angebot üblich sind.

“Da hat scheinbar jemand was gegen niedrige Preise?”, darf ich mir anhören, wenn ich meine Meinung zu dem Thema ausspreche. “Wenn im Supermarkt die Butter im Angebot ist, dann doch auch nur für kurze Zeit.”. “Steam wird doch wohl noch selbst entscheiden dürfen, was sie zu welchem Preis verkaufen wollen.”. Ja, Steam darf natürlich alles selbst entscheiden. Nein, ich hab natürlich nichts gegen niedrige Preise. Aber wenn im Supermarkt die Butter für 70 Cent im Angebot war, und ich soll eine Woche später 1 Euro dafür bezahlen, dann verursachen diese 30 Cent Unterschied keine stechenden Schmerzen in meinem Geldbeutel. Was anderes ist das doch bei 30 Euro, oder nicht? Außerdem ist Butter (oder Milch, Nudeln, Käse etc.) ein Artikel, den man regelmäßig kauft und auf den man (mehr oder weniger) angewiesen ist. Da erwischt man zwangsläufig irgendwann das Angebot.

Klärt mich auf! Fühle ich mich in meiner Opferrolle zu sehr wohl, oder ist dieses Preisgestaltungssystem wirklich so verkorkst, wie es mir im Moment erscheint? Gibt es überhaupt einen Grund etwas zu kaufen, das nicht im Angebot ist? Wie hat man das gemacht als der Staubsauger beim Elektrofachmarkt für weniger als die Hälfte im Angebot war? Müssen wir uns bald für jedes Produkt, für das wir uns interessieren, in einen Newsletter eintragen, der uns informiert, wenn es wieder im Angebot ist? Und wenn es mal soweit kommen sollte, dass alle Menschen alles nur noch im Angebot kaufen, wird es dann auch sowas wie Angebote unter den Angeboten geben?

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