Hintzen & Verwohlt Spielemuseum

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Alles begann mit einem Besuch auf dem Rummelplatz Ende der 80er Jahre. Der Anblick der berühmten Achterbahn „Thriller“ inspiriert die beiden Programmierer Martin Hintzen aus Münster und Jürgen Verwohlt aus Dortmund, ein Spiel ähnlich dem Spielhallenklassiker „Mr. Do!“ für den Atari ST zu entwickeln. Der Rest ist Geschichte.

Die Mad Martin Murmelsaga besteht aus den drei Spielen „Thriller (N.T.)“, „Shocker – Mad Martin’s Revenge“ und „Shocker II – Das Haus der Spiele“ und mit diesem Gesamtwerk Anfang der 90er Jahre waren sie die (spielerisch) einzige ernstzunehmende Konkurrenz für den Platzhirsch Dongleware, auch wenn die Verkaufszahlen nicht vergleichbar waren. Hauptberuflich verdienten sie sich daher weiterhin als Entwickler für Finanzsoftware ihre Brötchen. Die Spiele, die Hintzen & Verwohlt anschließend entwickelten, konnten an den kleinen Erfolg ihrer grandiosen Murmelspiele nicht mehr anknüpfen. Nach dem desaströsen Start des Atari Jaguar und der anschließenden Insolvenz der Atari Corporation waren die Bemühungen der Beiden im Bereich der Spieleentwicklung leider früh zuende.

Dieses kleine Spielemuseum soll das Andenken an die leider sehr wenig bekannten, aber dafür umso großartigeren Spieleproduktionen der Hintzen & Verwohlt GbR für den Atari ST bewahren. Leider sind die späteren Spiele offenbar sogar so wenig bekannt, dass ich dazu wirklich überhaupt nichts finden konnte. Wer meine Arbeit mit Informationen ergänzen möchte, sei hiermit herzlich eingeladen.

Die Spielebeschreibungen habe ich unter anderem von stcarchiv.de, das sich als Archiv für viele Atari ST -Magazine und als gigantische Artikelsammlung versteht.

  1. Thriller (1990)
  2. Shocker – Mad Martin’s Revenge (1992)
  3. Thriller N.T. (1993)
  4. Shocker II – Das Haus der Spiele (1994)
  5. N.o.B.I. – Brainstorm (1994)
  6. N.o.B.I. – Racing (1994)
  7. Tetros (ca. 1995)
  8. Thrill-It (ca. 1995)
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Thriller

Bestehen Sie 100 Action-Bilder, um dem Erzschurken MAD MARTIN das Handwerk zu legen. Doch seien Sie auf der Hut vor seinen automatischen Killerkugeln, die Sie unbarmherzig jagen. Für alle ATARI ST, STE, TT Monochrom.

Das Spielprinzip klingt einfach: Sie lenken eine Kugel auf vorgegebenen Bahnen und sammeln auf Ihrem Weg kleine Herzen auf. Ihre ebenso runden Gegner, die Sie über eines der vielen Symbole selbst ins Spiel bringen, fahren im einfachsten Fall blindlings alle Bahnen ab, um Sie zu überollen. Thriller verfügt über 100 Schwarzweiß-Bilder, die wiederum in mehrere Gruppen unterteilt sind. Besonders knifflig sind die sogenannten Scheinwerferbilder, bei denen Sie abhängig von der Fahrtrichtung nur einen winzigen Bildausschnitt sehen. Gegnerische Kugeln erkennen Sie am gleichen Lichtkegel. Die verschiedenen Gesetzmäßigkeiten der einzelnen Bilder verlangen immer wieder eine neue Taktik und sorgen für langanhaltende Motivation. Die Musik und die Effekte sind weitgehend digitaler Art und runden das Spiel ab. Freunde von kniffligen Geschicklichkeitsspielen kommen an Thriller nur schwer vorbei.

Für 10 Mark Aufpreis ist das Spiel mit einem Preisausschreiben gekoppelt, bei dem Sie 1200 Mark in bar oder eine Festplatte gewinnen können. Einsendeschluss ist hierbei der 21. September 1991.

Thriller war das erste Spiel der „Mad Martin“ Murmelsaga auf dem Atari ST. Es wurde 1990 von Martin Hintzen und Jürgen Verwohlt entwickelt. Die Hauptfigur des Spiel ist eine Murmel (genannt Mick Murmel), die auf dem Weg ist ihren Erzfeind Mad Martin zu finden. Mick Murmel kann sich dabei nur auf den Schienen bewegen. Jeder Bildschirm muss gelöst werden, indem alle Herzen eingesammelt werden. Viele unterschiedliche Steine, gegnerische Kugeln und andere Gegenstände blockieren Mick Murmel dabei gerne mal den Weg.

Es gab hiervon eine PD-Version, in der man die ersten 10 Bildschirme spielen konnte, anschließend wurde man aufgefordert, sich die Vollversion zu bestellen. Die Vollversion enthielt 100 Levels. Später wurde das Ur-Thriller in Form des „Thriller N.T.“ neu aufgelegt.

Jahr: 1990
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 49 DM bzw. 59 DM / 9,90 DM (PD)
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: Pure-C
Titelmusik: Gerald Sandfort
Platform: Atari ST/TT
Genre: Geschicklichkeit

Thriller (PD-Version) (.ST.ZIP) (inaktiv)

Thriller (.ST.ZIP) (inaktiv)


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Shocker – Mad Martin’s Revenge

Hinter dem großen blauen Planeten x86, auf dem man kürzlich neues Leben entdeckt hat: Ein lustiges, buntes Völkchen, das sich selbst die Windoovys nennt, und die man nur zur Mitarbeit überreden kann, wenn man ihre Speicher bis zum Rand mit den kostbaren MAR-Bausteinen füllt. Und selbst dann muss man sich noch ein LO für ein HI vormachen lassen.

Doch noch vor dem Planet der Junixen, den Sirenen des Alls, die versuchen, Reisende durch einen Singsang unverständlicher Kommandos in ihren Bann zu ziehen, auf dass man sich für ewig in den langen und verschlungenen Pfades ihres Systems verirrt… dort liegt ATAIR, 1 MB von der Erde entfernt.

Der teuflische Schurke Mad Martin hatte den an Bodenschätzen reichen Planeten hemmungslos ausgebeutet und die Bevölkerung gezwungen, in seinen Minen Sklavendienste zu verrichten. Mad Martin’s Besatzungstruppen, die automatischen Killerkugeln, hatten jede Revolte der Bewohner im Keim erstickt.

Unser Held Mick Murmel war ihre letzte Hoffnung. Und so schickten sie ihn aus, Mad Martin für immer von ATAIR zu vertreiben. Diese Mission trug den Codenamen THRILLER. Nach einem dramatischen Zweikampf, den Mick Murmel in letzter Sekunde für sich entscheiden konnte, ließ sich der umjubelte Held auf ATAIR nieder, nicht zuletzt, um alle Versuche Mad Martin’s zurückzukehren, zu vereiteln. Schließlich ließ der hinterhältige Tyrann von ATAIR ab, und lange, lange Zeit hörte man nicht mehr von ihm, bis…

Jahr: 1992
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 65 DM
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: Pure-C / Game-Level-Designer
Titelmusik: Gerald Sandfort / Samuel Palkus
Platform: Atari ST/STE/TT
Genre: Geschicklichkeit / Denkspiel

Shocker (.ST.ZIP) (inaktiv)

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Shocker Trap-Lexikon

Autor: Martin Hintzen & Jürgen Verwohlt
Seiten: 116
ISBN: n/a

Shocker Trap-Lexikon PDF (inaktiv)


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Thriller N.T.

Thriller, ein spannendes Action- und Geschicklichkeitsspiel. Eigentlich ist das Spielprinzip ganz einfach: Sie rollen mit Ihrer Spielkugel durch ein Labyrinth von Bahnen und sammeln auf Ihrem Weg alle Herzen ein. Beim letzten Herz ertönt eine Klingel und der/die Ausgang/Ausgänge öffnen sich. Betreten Sie diese/n und das Bild ist gelöst. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Ausgängen: Zwei davon bringen Sie ins nächste Bild (E und N – wie EXIT und NEXT), der dritte bringt Sie ins vorhergehende Bild (P – wie PREVIOUS). Achten Sie darauf! Sollten einmal davon abweichend andere Spielregeln gelten, so werden diese durch eine INFO im Bild selber erklärt! THRILLER fordert Sie mit 8 verschiedenen Bildtypen heraus:

Normale Bilder mit Bahnen (Strategie gefragt)…
Jo-Jo-Bilder (knifflig, aber spannend)…
Scheinwerfer-Bilder (die Suche nach den Herzen)…
Raster-Bilder (Knobeleien)…
Herzlose Bilder (kein Sammeln von Herzen)…
Symmetrie-Bilder (2 Spielkugeln auf zwei symmetrischen Bahnen)…
Rangierprobleme (Denken gefragt)…
Pfadfinder-Bilder (Denken gefragt)…

… natürlich kommt die Action auch nicht zu kurz!!! Einige von Ihnen kennen eventuell schon Thriller, doch das neue THRILLER bietet Ihnen: Neue und hochanspruchsvolle Grafik (achten Sie doch z. B. mal auf die Schatten der Steine … diese fallen nämlich sogar auf die Kugeln!), neue Sounds und neue Titelmusik, präzisere Steuerung, schnelleren Bildaufbau, mehr Geheimzahlen, erhöhten Spielwitz…

… lassen Sie sich überraschen!!! Auf vielfachen Wunsch ist THRILLER nicht nur per Joystick, sondern auch per Tastatur zu spielen: Benutzen Sie die Cursortasten, um die Richtung zu bestimmen und die linke SHIFT-Taste für den Feuerknopf. Diagonalsteuerung über die Tastatur ist ebenfalls möglich: Drücken Sie dazu einfach 2 entsprechende Cursortasten.

Komplettes Review: http://www.stcarchiv.de/ai1996/04_spdisk.php

Jahr: 1993
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 49,90 DM
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: Pure-C
Titelmusik: Klaus Pedrini
Platform: Atari ST/STE/TT
Genre: Geschicklichkeit / Denkspiel

Thriller N.T. (.ZIP) (inaktiv)


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Shocker II – Das Haus der Spiele

Gibt es einen treffenderen Namen für den Helden eines Kugelspieles als Mick Murmel? Wohl kaum. Aber der Name der Spielkugel steht wahrscheinlich ebenso im Hintergrund wie das Story-Gerüst. Nur der Vollständigkeit halber: Mick Murmel zieht los, um seinen Vater von dem bösen Fluch des „Big B“ zu befreien. Auf seinem Weg muss Mick die 100 Räume des „Hauses der Spiele“ durchqueren.

Nach der dünnen Story kommt es dafür im „Haus der Spiele“ um so dicker. Hierzeigt sich ein ganz neues Spielprinzip bei Kugelspielen. Es wurden drei verschiedene Raumtypen (Level-Arten) in einem Spiel untergebracht. In jedem der Räume sind Herzen verteilt, die von der Spielkugel eingesammelt werden müssen. Das Einsammeln geschieht in den meisten Fällen durch ein Überrollen mit der Spielkugel. In einigen Fällen muss mit einem „Jumper“ an das Herz herangesprungen werden. Auf die gleiche Art und Weise können auch andere Objekte eingesammelt werden.

In jedem Raumtyp stehen dem Spieler drei Spielkugeln zur Verfügung. Insgesamt wurden von den beiden Programmierern (Martin Hintzen und Jürgen Verwohlt) 250 verschiedene Objekte, Platten und Steine eingesetzt, und zur akustischen Abrundung sind fast 40 Samplesounds zu hören. Die Räume wurden mit anspruchsvollen Rätseln und lustigen Gimmicks vollgepackt. Als Kopierschutz dienteine Codetabelle, die auch einige Tips enthält. Die ersten zehn Räume sind uncodiert, danach wird die Tabelle erforderlich. Das lästige Mitschreiben von Geheimzahlen entfällt, denn das Spiel prüft, ob ein Raum gelöst wurde oder nicht. Ein besonderes Bonbon ist der Zwei-Spieler-Modus. Hier werden den Shocker-Spielern 100 weitere Räume zugänglich gemacht. Allerdings ist ein zweiter Rechner erforderlich. Die Vernetzung erfolgt dann wahlweise via MIDI oder Modem. Falls die vernetzten Rechner nicht direkt nebeneinander stehen, kann die Smalltalk-Funktion zur Kommunikation benutzt werden. Sie ermöglicht es, eine Taktik während des Spieles abzusprechen. Der Zwei-Spieler-Modus bietet zwei Spielvarianten. Man kann mit dem oder gegen den zweiten Spieler die Jagd nach den Herzen beginnen. Das Spiel ist auf allen ATARI-Rechnern mit mindestens 1 MB Speicher lauffähig. Eine spezielle TT/Falcon-Version wird mitgeliefert! Zur Zeit ist nur eine Monochromversion des Spieleserhältlich. Ein Farbversion ist allerdings in Vorbereitung.

Die Programmierer haben großen Wert darauf gelegt, daß kein Raum dem anderen gleicht und der Schwierigkeitsgrad der Rätsel kontinuierlich ansteigt. Das hohe Niveau und die Komplexität der eingebauten Rätsel müssen unbedingt erwähnt werden. Ein Seelsorgetelefon ist eingerichtet! Shocker 2 ist eine wirkliche Herausforderung für jeden Rätselfan und kann nicht mal eben durchgespielt werden.

Komplettes Review: http://www.stcarchiv.de/stc1994/01/Relax_-_aktuelle_Spiele.html

Jahr: 1994
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 59,90 DM
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: Pure-C / Game-Level-Designer
Titelmusik: Samuel Palkus / Jürgen Verwohlt
Platform: Atari ST/STE/TT/Falcon030
Genre: Geschicklichkeit / Denkspiel

Shocker II (.ST.ZIP) (inaktiv)

Shocker II (Farbversion) (.ST.ZIP) (inaktiv)

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Shocker II Trap-Lexikon

Autor: Martin Hintzen & Jürgen Verwohlt
Seiten: 42
ISBN: n/a

Shocker II Trap-Lexikon PDF (inaktiv)


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N.o.B.I. – Brainstorm

Bei dem neuesten Projekt der beiden vom Spiel „Shocker“ her bekannten Programmierer handelt es sich die um die Abenteuer von „Alfred der Schlange“. Aber keine Angst Alfred ist eine friedliche Schlange. Das Spieleprinzip ist recht einfach und schnell erklärt. Der Spieler steuert den kleinen Alfred durch die Level und versucht dabei alle herumliegenden Ying-Yang-Symbole innerhalb eines Zeitlimits einzusammeln. Doch mit jedem aufgenommen Symbol wird die Schlange ein Stück länger. Aus diesem Grunde sollte sich der Spieler seinen Kurs genau überlegen, denn wenn sich Alfred selbst den Weg versperrt oder in einer Sackgasse landet, muß ein Level erneut begonnen werden. Es dürfen insgesamt drei Anläufe zum erfolgreichen Beenden eines Levels gewagt werden. Beim Spielverlauf werden zwei Level-Arten unterschieden. Bei einererfolgtdie Steuerung der Spielfigur direkt durch Joystick oder Tastatur und bei der anderen muß unter Verwendung von Richtungspfeilen zuerst eine Fährte durch das Labyrinth gelegt werden. Um an’s Ziel zu gelangen, müssen diverse Objekte aufgesammelt und eingesetzt werden. Um den Spielspaß nicht zu verderben sollen die Funktionen dieser Objekte vorab nicht verraten werden. Aber Achtung! Nicht alle Objekte bringen Gutes mit sich!

„N.o.B.I.-Brainstorm“ wird als Shareware-Version mit fünf und als Vollversion mit 50 spielbaren Levels erhältlich sein. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad der Rätsel kontinuierlich an und bewegt sich stets auf sehr gutem Niveau. Auch in puncto Hardware-Anpassung sind die Programmierer vorbildlich vorgangen, denn es werden alle TOS-Rechner ab 1 MB Speicher unterstüzt und bei einer so reichhaltigen Auflösungsauswahl (ST-Hoch, ST-Mittel, TT-Mittel, Falcon VGA und TV-Interlaced) muß für jeden Bildschirm etwas dabei sein. Bei der mittleren ST-Auflösung wird die Farbdarstellung auf einen „Pseudomonochrommodus“ umgerechnet. Für den ATARI TT und Falcon030 werden 2.5 MB Speicher benötigt, dafür kommen bei den hohen Auflösungen die farbenprächtigen Bodenplatten (zum Teil mit Texturen) besonders gut zur Geltung und die Sound- und Geräuscheausgabe kann optional über den DMA-Sound erfolgen.

„N.o.B.I.-Brainstorm“ ein niveauvoller Rätselspaß der sich auch dem Falcon nicht zu verstecken braucht.

Komplettes Review: http://www.stcarchiv.de/stc1994/10_relax.php

Jahr: 1994
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 40 DM
Vertrieb: JoyTrick
Dev.: Pure-C, Papillon 1.1, Game-Level-Designer 2
Titelmusik: unbekannt
Platform: Atari ST/STE/TT/Falcon030
Genre: Denkspiel

N.o.B.I – Brainstorm (PD) (.ZIP) (inaktiv)

N.o.B.I – Brainstorm (.ZIP) (inaktiv)


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N.o.B.I. – Racing

Mit ihrem neuesten Werk entführen uns die beiden Joystick-Programmierer erneut in die Welt von Alfred der Schlange. Der Spieler muß den kleinen Alfred durch die Labyrinthe steuern und dabei alle herumliegenden Objekte aufsammeln. Dabei sollte der Kurs gut geplant werden, denn mit der Anzahl der „verspeisten“ Objekte wird Alfred länger und länger. Der Unterschied zum Schwesterspiel „N.o.B.I-Brainstorm“ liegt neben der Spielgeschwindigkeit auch in der Anzahl der zu lösenden Levels. In „N.o.B.I.Racing“ muß Alfred durch 100 Levels gelenkt werden.

Um allerdings in den Genuß aller 100 Levels zu kommen, muß man beim Spielen schon recht fix mit Joystick oder Tastatur umgehen können. Die Geschwindigkeit, in der die Levels gelöst werden, bestimmt die Anzahl der Punkte. „N.o.B.I.-Racing“ verfügt über ein ausgeklügeltes Bonussystem. Jedes fünfte Level ist ein „normales“ Bonus-Level. Hier gibt es neben Zusatzpunkten noch Extra-Leben und Continues zu gewinnen. Wenn eine Spielebene in einer besonders guten Zeit gelöst wurde, dann gelangt man in ein Überlebens-Level. Diese Levels müssen ohne „Verluste“ gelöst werden. Wenn das gelungen ist, nimmt der „Wahnsinn“ seinen Lauf, und der Spieler bekommt seine Grenzen aufgezeigt. Der nun folgende „High-Speed-Chase“-Level macht seinem Namen alle Ehre, denn Alfred rast nun mit einem Affenzahn durch das Labyrinth. Ein weiterer Gag zeichnet das Spiel aus: Bei einigen Levels kann Alfred zur einen Seite des Bildschirms hinaus- und entsprechend zu anderen Seite wieder hereinlaufen. Diese Spielmöglichkeit eröffnet ganz andere Lösungsvarianten. Nützlich zum Lösen der extrem schnellen Levels ist Alfreds „Autopilot“. Bleibt dem Reptil nur eine Abbiegemöglichkeit, dann rennt es nicht dumm vor die Wand, sondern erkennt die Situation selbständig und biegt in die entsprechende Richtung ab. Im Zwei-Spieler- Betrieb kann die eigene Geschicklichkeit im direkten Vergleich zu einer zweiten Person getestet werden. Wenn der eine Spieler eine Schlange „verliert“, findet ein Spieler- wechsel statt. Bei unterschiedlichen Fähigkeiten der Spieler kann im Optionsmenü festgelegt werden, nach wie vielen Levels ein Wechsel durchgeführt werden soll. Auf diese Weise bleibt die Motivation des schlechteren Spielers erhalten.

Zum „Hineinschnuppern“ gibt’s eine Shareware-Version mit insgesamt 10 spielbaren Levels. Die Spielgeschwindigkeit der Levels steigt kontinuierlich an und sorgt für hohe Motivation. Wie bei allen Joystick-Produkten üblich, werden alle TOS-Rechner ab 1 MB und alle gängigen Monitore unterstützt. Besonders Falcon- und TT-Besitzer kommen in puncto Grafik auf ihre Kosten. Die eingesetzten Bodenplatten mit Texturen (Holz, Marmor usw.) sowie die animierte Schlange sind grafische Höhepunkte. Die Unterstützung des DMA-Ports für die optionale Ausgabe von Soundtrack und Effekten ist serienmäßig.

Trotz der relativ alten Grundidee ist „N.o.B.I.Racing“ mit seinen 100 Levels und der Joystick-brecherischen Geschwindigkeit eine willkommene Abwechslung, um sich während der kalten Herbsttage warmzuspielen.

Komplettes Review: http://www.stcarchiv.de/stc1994/11_nobiracing.php

Jahr: 1994
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 40 DM
Vertrieb: JoyTrick
Dev.: Pure-C, Papillon 1.1, Game-Level-Designer 2
Titelmusik: Rainer Schulte
Platform: Atari ST/STE/TT/Falcon030
Genre: Geschicklichkeit / Denkspiel

N.o.B.I – Racing (PD) (.ZIP) (inaktiv)

N.o.B.I – Racing (.ZIP) (inaktiv)


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Tetros

Unsere Version des bekannten und beliebten Spiels Tetris lässt sich auch zu zweit gleichzeitig spielen. Man spielt über mehrere Runden, die – bei fortgeschrittenem Spiel einige Überraschungen für Sie bereithalten. Für alle ATARI ST, STE Monochrom und Farbe.

Zusätzlich mit dabei: LIMITED TETROS TRAINER

Jahr: ca. 1995
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 9,90 DM (PD)
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: unbekannt
Titelmusik: unbekannt
Platform: Atari ST/STE
Genre: Geschicklichkeit / Denkspiel

Tetros (PD-Version) (.ST.ZIP) (inaktiv)


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Thrill-It

Ein etwas anderes Memory. Entfernen Sie paarweise alle Steine vom Spielbrett. Doch ganz so einfach ist es nicht. Die Paare müssen sich durch eine höchstens zweimal geknickte Linie miteinander verbinden lassen. Für alle ATARI ST, STE, TT Monochrom.

Jahr: ca. 1995
Entwickler: Jürgen Verwohlt / Martin Hintzen
Preis: 29,90 DM
Vertrieb: Hintzen & Verwohlt GbR
Dev.: unbekannt
Titelmusik: unbekannt
Platform: Atari ST/STE/TT, IBM-PC (Windows 3.11)
Genre: Denkspiel

Thrill-It (Atari ST) (.ST.ZIP) (inaktiv)

Thrill-It (IBM-PC) (.ZIP) (inaktiv)

  • Ingo Krause
    #1 geschrieben von Ingo Krause  vor 1 Jahr

    Guten Abend

    Wir hatten schon einmal per Facebook kommuniziert , jedoch hatte ich da einen anderen Facebook Account.
    Thriller / Shocker oder Oxyd – was würde ich dafür geben um das nochmal spielen zu können. Es war eine tolle Zeit .

    Lieben Gruss Ingo Krause

    • Vince
      #2 geschrieben von Vince  vor 1 Jahr

      Hallo Ingo,

      danke für deinen Kommentar. Natürlich erinnere ich mich noch gut an unsere kleine Korrespondenz vor 2-3 Jahren. Thriller, Shocker und Oxyd lassen sich allesamt einwandfrei mit modernen Emulatoren spielen, sowohl unter Windows, Linux und Mac OS. Ein kleines bisschen technisches Verständnis gehört leider dazu, da man den jeweiligen Emulator teilweise selbst einstellen muss, aber es gibt Anleitungen, und die Einarbeitung wird mit einer Welt voller wunderbarer Spiele belohnt. Auch die Disketten-Abbilder der besagten Spiele gibt es im Netz zu finden, wenn man sich mal ein paar Minuten Zeit nimmt.

      Gruß,
      Vince

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