Neulich bei der Installation des Internet Explorer 9:

Offensichtlich wollte der Installer mir sagen: „Bitte alle möglichen laufenden Programme schließen – oder wahlweise Installation nach einem Neustart fortsetzen. Um einen Reboot zu vermeiden, habe ich mich also dazu entschlossen, die Problemanwendungen kurz zu schließen. Das wären also der Last.fm-Scrobbler, der Miranda Fusion Autoupdater, der Miranda Fusion Messenger, der Texteditor Notepad++, mein Lieblingsbrowser Opera, der BitTorrent-Client uTorrent, alle offenen Explorer-Fenster, die Windows-Gadgets und das IRC-Programm X-Chat.

Nachdem ich die Installation also fortsetzen konnte, meldete das Installationsprogramm wenige Sekunden später, dass ein Neustart des Systems nötig sei, um die Installation abzuschließen. Ach, was hab ich gelacht. Herrlich, wie Microsoft mir wieder mal den Tag versüßt hat :D

Bevor jetzt jemand fragt, warum ich denn den IE9 überhaupt installiert habe und nicht stattdessen lieber einen richtigen Browser: Auf meinem Rechner sind Opera, Firefox, Chrome und auch der Internet Explorer installiert. Der IE gehört eben zu Windows und viele Programme laufen ohne ihn nicht. Auch wenn ich ihn nicht zum Surfen nutze, so halte ich es trotzdem für wichtig, die installierten Programme aktuell zu halten.

Die CryEngine 3 ist fertig und Crytek hat sogleich mal ein Spiel zur Demonstration ihrer Fähigkeiten veröffentlicht: Crysis 2. Der First Person Shooter ist der direkte Nachfolger des 2007 erschienenen (oft als Tech-Demo verschrienen) Crysis mitsamt seines Addons Crysis Warhead. Das Spiel steckt den Spieler in einen völlig neuen Nanosuit und zum ersten Mal darf er mitten in die Stadt und muss nicht mehr durch endlose Dschungels schleichen. Im Folgenden ein kleiner Kommentar von mir.

Schon das recht lange Intro des Spiels lässt Großes vermuten: „Directed by Cevat Yerli“. In Spiderman- oder Batman-Manier wird der Nanosuit in allen Details aus sämtlichen Perspektiven gezeigt, und man erkennt, dass Crytek dem Spieler ein vollständiges Unterhaltungspaket bieten will und ihn als Superheld mitten in ein interaktives Actionspektakel steckt. Der Soundtrack wurde von keinem Geringeren als dem Hollywood-Komponisten Hans Zimmer geliefert, was den Eindruck noch verstärkt.

Die Story hat sich mir persönlich als recht wirr präsentiert, so dass ich selbst nach Abschluss des Spiels die genaue Handlung auf der Wikipedia nachlesen wollte. Offenbar hat es die New Yorker Bevölkerung ziemlich schwer getroffen: Ein gruseliges Virus treibt sein Unwesen – und zu allem Überfluss greifen jetzt auch noch die Ceph an, also die Aliens aus dem ersten Teil – stärker und mit mehr Tücke. Der Spieler, genannt Alcatraz, bekommt von Prophet seinen überarbeiteten Nanosuit. Nun beginnt das übliche Schema. Soldaten greifen Spieler an, Aliens greifen Soldaten an, Aliens greifen Spieler an, Spieler besiegt Aliens, die Welt ist gerettet. Naja, so ungefähr jedenfalls. Was sich im Spielverlauf an Plot-Twists ansammelt, möchte ich nicht verraten.

Ich bin ja bekanntlich kein Originalton-Nazi und hatte durchaus meinen Spaß mit dem deutschen Ton, allerdings wäre eine freie Sprachenwahl im Optionsmenü kein Aufwand für die Entwickler gewesen. So muss man erst eine Textdatei editieren, um z.B. auf Englisch umzustellen. Viele Sprecher sind dem Film- und Serienfan bekannt, und passen meistens ganz gut zu den Charakteren. Colonel Barclay wird z.B. von Manfred Lehmann gesprochen, der deutschen Stimme von Bruce Willis, und ich finde daran gibt es nichts zu meckern. Auch der Nanosuit klingt angenehm synthetisch, glaubwürdig und geht einem nicht auf die Nerven. Alles in allem eine gelungene deutsche Lokalisierung.

Gespielt habe ich in der Auflösung 1920×1200, wobei es deutlich flotter läuft als der Vorgänger. Die Vermutung liegt nahe, dass das viele Gestrüpp aus dem ersten Teil die Performance doch sehr gedrückt hat. Nach einigen Stunden Spielzeit gab es aber leider einige böse Slowdowns, was mich dazu gebracht hat, die Auflösung doch ein wenig runterzuschrauben. Danach war wieder alles in Ordnung. Das Spiel habe ich in etwa 12 Stunden und 30 Minuten durchgespielt, also schätzungsweise 5 Stunden mehr Handlung als im ersten Teil.

Der neue Nanosuit ist eine tolle Sache. Es macht irrsinnigen Spaß irgendwelche Autos durch die Gegend zu treten und sich unsichtbar an Horden von Gegnern vorbeizuschleichen. Wenn der Spieler dann aber im Maximalen-Panzerungs-Modus durch die Straßen marschiert und unbeeindruckt jede Menge Gegner über den Haufen schießt, erinnert das an Robocop. Sogar der Sound beim Gehen ist fast derselbe. Nur die passende Filmmusik hat zum perfekten Glück noch gefehlt. Auch die Thermalsicht bringt dem Spieler viele Vorteile.

Die Grafik ist durch und durch beeindruckend. Der Wind wirbelt Zeitungspapier und Blätter durch die verlassenen Straßen. Vögel fliegen davon, sobald man sich ihnen nähert. Trotz Fake-Textur (Pfützen spiegeln nicht die tatsächliche Umgebung wider) sehen die Spiegelungen fantastisch aus. Sogar die Lens Flares machen einen wirklich realistischen Eindruck. Einstürzende Wolkenkratzer, die blendende Sonne, das Meer, der Flug im Helikopter, alles lädt zum Staunen ein.

Der Nanosuit bekommt in Crysis 2 eine zentrale Rolle. Dieser Teil der Handlung erinnert mich irgendwie ein wenig an Metroid Fusion auf dem GBA: Der Protagonist ist eigentlich so gut wie tot und wird nur noch durch den Nanosuit zusammengehalten. Als er mit Alien-Sporen in Kontakt kommt, entwickelt der Anzug ein merkwürdiges Eigenleben und integriert die Alien-DNA irgendwie in seine eigene Struktur, was ihn widerstandsfähiger macht. Schließlich verwandelt er sich in das ultimative Heilmittel, sowohl gegen das Virus als auch gegen die Aliens. Nanosuit-Upgrades kann man sich dazukaufen, indem man Alien-Nanotechnologie einsammelt, die tote Aliens fallenlassen.

Natürlich gibt es bei einem umfangreichen 3D-Spiel auch wieder jede Menge Bugs, die mir beim Spielen aufgefallen sind. Ein erschossener Gegner hat es irgendwie geschafft, beim Umfallen unter einen geparkten Lastwagen zu geraten, welcher dadurch angehoben wurde und dann eine Weile auf der Leiche herumruckelte. Ein anderer Gegner flog ohne ersichtlichen Grund zehn Meter steil nach oben und krachte auf ein Haltestellenhäuschen. Diverse Waffen, die durch Wände gefallen sind und nicht mehr aufzufinden waren, haben mir außerdem desöfteren das Leben schwer gemacht.

Eindeutig zu bemängeln ist die faule Konsolenumsetzung. Ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten hätte ich doch gerne gesehen. Auch ist die Gegnervielfalt nicht unbedingt erdrückend. Normale Aliens, rote Aliens, Kolosse und Pinger, daneben die Soldaten. Das wars im Prinzip schon, außer mir ist irgendwas entfallen. Fahrzeuge gibts auch ein paar, aber die spielen fast keine Rolle. Das Ende hat mich mit mehr Fragen zurückgelassen als es beantwortet hat, auch habe ich vergeblich auf imposante Closing Credits gewartet. Auf jeden Fall hat Crytek meiner Ansicht nach wieder einmal die Messlatte ein wenig höhergelegt. Wenn nicht spieltechnisch, dann auf jeden Fall grafisch.

Wieder einmal ein netter Track für die Nacht aus der Wundertüte Youtube. Passend zu meinem Upload „Love Loop – Fahrenheit“ aus einem „Nova Tekk“-Sampler von 1997, habe ich hier einen anderen Song aus selbigem ausfindig gemacht. Im Jahr 1998 im Alter von 13 Jahren habe ich mir diesen Song geborgt, um damit ein lustiges Musikvideo über meine Familie zu machen. Da die Festplatten damals leider noch sehr klein waren (2.1 GB hatten wir), musste ich das ca. 150 MB umfassende Video allerdings aus Platzgründen irgendwann löschen, was ich heute sehr bedauere. CD-Brenner waren einfach noch nicht erschwinglich genug.

Aus dem Grund verbinde ich mit diesem Song einige tolle Erinnerungen an eine spannende und abenteuerliche Zeit. Auf meiner CD gab es zwar nicht diesen Remix, aber es klingt weitestgehend gleich. Das neue Intro macht den Song ein wenig nachdenklicher. Der Künstler, der sich hier Scoopex nennt, heißt laut Discogs Nils Ruzicka und ist ein deutscher Musiker und Producer, der eigentlich gar nicht so unbekannt sein dürfte, wenn man die Liste seiner Erfolge betrachtet. Ich hoffe ihr habt Spaß an diesem Song.

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Heute habe ich ein paar Tipps/Tweaks für meinen favorisierten Videoplayer im Angebot. Der freie KMPlayer eignet sich meiner Erfahrung nach am besten für hochauflösende (1080p-)Videos und schlägt auch den beliebten VLC Player bei der Kompatibilität. Zu oft habe ich den VLC Player bei Dateien versagen gesehen, die der KMPlayer ohne Schwierigkeiten abgespielt hat. Zu Unrecht ist der KMPlayer eher unbekannt, da er sehr leistungsfähig ist, eine beeindruckende Funktionsvielfalt bietet und eine ansehnliche GUI hat. Kürzlich habe ich im Forum zum KMPlayer nach Lösungen für zwei Makel gesucht, die mich schon länger gestört haben. Ich glaube es schadet nicht, wenn ich die Ergebnisse meiner Suche hier zusammenfasse.

Mein erster Tipp gilt all denen, die beispielsweise 720p-Videos im KMPlayer auf Vollbild strecken (mit einer entsprechend größeren Desktopauflösung) und sich wundern, warum man plötzlich im Bild abknickende Kanten und Streifen an Konturen sieht. Die ausgefransten Kanten sind nicht zu sehen, wenn man das Video in Originalgröße betrachtet. Das Problem ist der voreingestellte Video-Renderer. „VMR7 mit Fenster“ und „VMR9 mit Fenster“ erzeugen diese hässlichen Artefakte beim Strecken. Ein Wechsel auf einen anderen Renderer, z.B. die Entsprechungen „VMR7 renderlos (HQ-Untertitel)“ und „VMR9 renderlos (HQ-Untertitel)“, behebt das Problem und verbessert das Filmerlebnis erheblich.

Erreichbar ist das Menü über einen Rechtsklick ins Bild -> Video (erweitert) -> Video-Renderer.

Der zweite Tipp bezieht sich auf zwei Probleme im Zusammenhang mit Videodateien mit mehreren Tonspuren: Bei bestimmten Videodateien kann es beim Wechseln der Tonspur zu einem stark verzerrten Bild kommen, auf dem nichts mehr erkennbar ist. Ungefähr so wie wenn man einen analogen verschlüsselten Fernsehsender ohne den benötigten Decoder betrachten wollte. Ein Wechsel zurück zur alten Tonspur ändert dann auch nichts mehr. Der KMPlayer muss neu gestartet werden. Das Problem ist mit derselben Videodatei jederzeit reproduzierbar und führt dazu, dass sich die Datei nur mit der voreingestellten Tonspur betrachten lässt. Auch kommt es manchmal vor, dass ein Video sich nicht weiter abspielen lässt, wenn die Tonspur gewechselt wird. Hier muss der Player ebenfalls neu gestartet werden.

Eine simple Einstellung korrigiert beide Erscheinungen: Rechtsklick ins Bild -> Optionen -> Einstellungen -> Video-Verarbeitung -> Tab „Allgemein“ -> KMP Video-Transform-Filter -> Bedingung: „Immer verwenden (wärmstens empfohlen)“.

Anschließend sollten die Bildfehler verschwinden und auch der Wechsel der Tonspur sollte schneller gehen. Bei beiden Einstellungen frage ich mich, wieso sie nach der Installation nicht voreingestellt sind. Insbesondere bei der letzten, die doch schon vom Entwickler „wärmstens empfohlen“ wird. Ich kann nur Kompatibilitätsgründe dahinter vermuten.

Wann immer man sich bei Youtube ein Video ansieht, empfiehlt ein ausgeklügelter Algorithmus in der Seitenleiste rechts themenverwandte Videos. Das ist wirklich sehr nützlich, vor allem dann, wenn es zu einem Video mehrere Teile gibt, die man hintereinander anschauen sollte. So braucht man in den wirklich seltensten Fällen die Suchfunktion. Man kann sich wunderbar von Video zu Video klicken. So ein Algorithmus muss aus vielen einzelnen Faktoren berechnen, welche Videos denn eigentlich für einen Vorschlag in Frage kommen, schließlich will ich nichts über Rennwagen sehen, wenn ich gerade Tieraufnahmen von Eisbären betrachte. Wichtig sind Faktoren, anhand derer man eine Themenverwandtschaft feststellen kann.

Welche Faktoren würden hier Sinn ergeben? Erstens könnte Youtube schauen, ob es Videos mit möglichst vielen gleichen Tags oder zumindest themenverwandten Tags gibt. Zweitens könnte man prüfen, ob es in der Beschreibung Ähnlichkeiten gibt, bestimmte Stichwörter könnte man herauspicken und eine Übereinstimmung feststellen. Drittens und ebenfalls naheliegend ist das Vergleichen der Titel der Videos. Möglicherweise gibts ja zu diesem Video mehrere Teile, die man im System gruppieren sollte. Viertens wäre es außerdem logisch, nachzuschauen, ob derselbe Uploader vielleicht noch andere Videos hochgeladen hat, die dasselbe Thema haben. Soll ja in der Tat recht häufig vorkommen.

Ein Beispiel: Wenn ich mir also ein Video über Basketball anschaue, das „Basketball-Crap 2008“ heißt, es in der Beschreibung um Basketball und Crap geht, und auch die Tags alle irgendwas mit Basketball und Crap zu tun haben, dann wäre es doch eigentlich nur sinnvoll, wenn Youtube mir daneben andere Basketball-Videos empfiehlt, im Idealfall z.B. ganz oben auch die Videos „Basketball-Crap 2009“ und „Basketball-Crap 2010“ vom Youtube-Benutzer „basketballheinz0815“.

Geht Youtube so vor? Irgendwie nicht so wirklich. Youtube geht nämlich als allererstes danach, ob das Video viele Aufrufe hat. Wie wir alle wissen, ist natürlich allein die Zahl der Clicks ein brauchbares Maß für die Qualität eines Videos. Folglich muss ein Video mit sehr wenigen Aufrufen ziemlich scheiße sein, und so behandelt Youtube das Video auch: Es wird nämlich erst gar nicht empfohlen. Solange ein Video nicht beliebt genug ist, ist dem System völlig egal, ob die Tags, die Beschreibung und sogar der Titel weitestgehend identisch sind.

So verwundert es also nicht, dass ich bei jedem der inzwischen zehn hochgeladenen Videos über alte Songs der Gruppe „Gigas“ daneben meistens kein einziges anderes Gigas-Video empfohlen bekomme. Empfohlen werden mir Videos über Leguane, Final Fantasy, MegaMan Battle Network, Digimon, Resident Evil und viele weitere lustige Dinge, die weder was mit Gigas, noch mit Trance, noch überhaupt irgendwas mit Musik zu tun haben. Die Tags sind zu 99% identisch, die Beschreibung ist zu 99% identisch, der Titel ist zur Hälfte der gleiche. Wieso zeigt Youtube mir diese Videos nicht in der Seitenleiste an, obwohl sie ganz offensichtlich dazugehören? Wieso meint Youtube, mir irgendeinen Müll empfehlen zu dürfen, nur weil dieser Müll beliebter ist als die wirklich passenden Videos?

Bei der Suchfunktion derselbe Mist. Videos mit wenigen Clicks werden extrem stiefmütterlich behandelt und vom System so lange wie möglich versteckt. Sucht man nach „Gigas“ und „Trance“, bekommt man alle Ergebnisse, die mit „Giga“ (ohne S) und „Trance“ zu tun haben. Erst das neunte(!) Suchergebnis beinhaltet überhaupt beide Suchbegriffe. Ist nicht das wichtigste Kriterium für einen Treffer, dass die gesuchten Begriffe im Zusammenhang mit dem Video genannt werden? Nicht bei Youtube!