SPACOLA Eclipse WIP 0.60

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Okay, ich habe wieder einmal sämtliche mir selbst gesetzten Deadlines verschlafen. Das Remake wurde leider doch nicht zum 25-jährigen Jubiläum fertig, und wird es vermutlich auch noch eine ganze Weile nicht. Scheiß drauf. Ich bin gleichzeitig Opfer meiner eigenen Faulheit und Penibilität geworden. Das Problem mit Arbeit nach der Arbeit ist, dass sie oftmals keinen Spaß macht, egal wie sehr einem das Zeug am Herzen liegt. Aber hey, ich habe Urlaub – Zeit für mehr Arbeit. Und das Wichtigste ist doch: Ich bin wieder dabei! Vor wenigen Tagen habe ich mit der Arbeit an der Version 0.60 begonnen.

Ich habe eine neue Spritebibliothek geschrieben, die sich um das Laden, Konvertieren und Verwalten der vielen kleinen Grafikdateien kümmert. Und diese Spritebibliothek kennt neuerdings auch jeweils die Monochrom- und Farbversion jeder einzelnen Grafik. Bisher waren dies verschiedene Klassen, die immer jeweils getrennt voneinander angepasst werden mussten, und auch der Wechsel von Monochrom nach Farbe hätte bisher viele Codeanpassungen erfordert. Nun wird es möglich, direkt im Client mit einem simplen Mausklick die Darstellung zu wechseln. SPACOLA Eclipse kann endlich richtig mit Farbe umgehen. Da aber noch weit über 90% der Sprites nur monochrom vorliegen, werde ich da irgendwann noch wahnsinnig viel Zeit investieren dürfen. Bisher gibt es nur vereinzelte Sprites in Farbe zu sehen.

Die Farbsprites haben aber noch keine Priorität. Zunächst muss der Classic-Modus fertiggestellt werden, und das ist nach wie vor nicht so einfach wie es klingt. Die Gegner-KI macht mir Sorgen, denn egal wie ich es anpacke, es verhält sich alles nie so ganz wie es sollte, oft scheitert es schon am Ansatz. Dafür habe ich erst zuletzt ein komplettes Explosions-Spriteset hinzugefügt, das mir bisher nicht aufgefallen ist. Es scheint also doch nicht so klar zu sein, dass ich inzwischen wirklich alles aus dem Spiel extrahiert habe. Und ich habe anhand eines Memory Dumps die Zuweisungen der Sounddateien korrigiert, also welcher Sound im Originalspiel welchen Dateinamen hatte. Bislang musste ich dazu raten, und scheinbar lag ich oft falsch. Immerhin konnte ich hier nun einige Fehler korrigieren und so manche Zuweisungen bestätigen, auch wenn es bei anderen Einträgen weiterhin beim Raten bleibt, da der Memory Dump nur eingeschränkt Aufschluss gibt, auf Grund der Art wie die Sounddateien im Original nachgeladen werden können.

Ich hoffe ich werde noch diesen Dezember einige vorzeigbare Fortschritte vermelden können. Kleine Schritte, Tag für Tag. Macht es die Sache besser oder schlimmer, wenn ich jetzt verkünde, dass das Remake in jedem Fall zum 30. Jubiläum im Jahr 2021 fertig sein wird? Hey, wieso werft ihr denn jetzt mit überreifen Tomaten und faulen Eiern nach mir? Okay, okay, ich fang ja schon an…

Success Denied Symbol

Nicht so richtig Pause

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Ich habe nicht aufgehört zu bloggen, ich mache nur nicht so richtig Pause. Fünf Wochen ist der letzte Artikel her, und die Spinnweben auf meiner Webseite sind inzwischen nicht mehr zu verbergen. Aber das macht nichts, ich bin gar nicht weg, ich warte nur lieber auf bessere Zeiten, in denen es mehr Spaß macht, über Dinge zu schreiben. Worüber soll man denn auch schreiben in diesem Jahr? In einem Jahr, in dem die Briten sich mehrheitlich dafür entschieden haben, aus der EU auszutreten. In einem Jahr, in dem 60 Millionen US-Amerikaner es offensichtlich für eine grandiose Idee hielten, Donald Trump zum Präsidenten zu machen. Und – ich sehe es schon kommen – am Ende wird Lewis Hamilton noch zum vierten Mal Formel-1-Weltmeister. Das Jahr bringt uns also wahrlich schon genug Elend, da muss ich nicht noch meinen überflüssigen Beitrag dazu leisten.

Noch Anfang Juli ging mein letzter Dauerhusten in die mittlerweile siebte Woche, ohne auch nur das geringste Zeichen von Besserung zu zeigen. Ohne jetzt noch religiös zu werden, bin ich der griechischen Göttin Antibiotika dennoch äußerst dankbar dafür, dass sie mich aus dem endlosen Siechtum befreit hat. Ärzte scheinen also doch nicht alle gänzlich unfähig zu sein. Die siebenwöchige Zeit des körperlichen Verfalls hat sichtbare Spuren hinterlassen, die mich veranlasst haben, seit meiner langersehnten Genesung wieder mehr Sport zu treiben. Und das will etwas heißen, denn was Sport angeht, war ich schon immer ein ziemlich fauler Hund. Der einzige Sport, der mir je so etwas ähnliches wie Spaß gemacht hat, war der Kraftsport. Wie es überhaupt dazu kam, ist mir bis heute ein großes Rätsel. So verbringe ich nun meine spärliche Zeit nach Feierabend mit meiner täglichen Fitness-Routine, danach 45 Minuten Auspowern auf dem Ergometer, und dann kann ich auch schon wieder zufrieden ins Bett fallen, voller Vorfreude auf den nächsten langen Tag im Büro.

Es ist zwar wirklich nicht so, dass mir der Erfolg dabei Recht geben würde, aber man wird ja auch nicht jünger, und mangelnder Erfolg ist schließlich auch das ganze Motto meiner Webseite. Insofern ziehe ich mein Programm durch solange ich es noch kann. Die nächste Erkältung wartet schon hinter der Ecke, und dann wird es mich sehr ärgern, dass ich wieder nichts tun kann, und der ganze Fortschritt innerhalb von Tagen verpufft.

Wie sieht es mit dem Spacola-Remake aus? Kurzgesagt: Mäßig, wie schon seit Jahren. Ich gestehe, dass ich den Quelltext jetzt seit Wochen nicht mehr angerührt habe. Das Projekt ist absolut nicht tot, genauso wenig wie meine Webseite. Ich habe zuletzt einige tiefgreifende Änderungen an der Struktur des Quellcodes durchgeführt, und dann ist mir aufgefallen, dass ich da einen groben Denkfehler hatte, dass das so gar nicht funktionieren kann. Schließlich habe ich aus der Frustration über meine eigene Doofheit das Projekt erst einmal beiseite gelegt, bis mir die Inspiration wieder zufliegt. Das kann jeden Tag passieren, soviel ist sicher. Erst kürzlich war ich beinahe wieder soweit, doch quasi in letzter Sekunde fiel mir ein Film ein, den ich unbedingt noch sehen wollte. Schade.

Also ohne Quatsch, dieses Jahr nehme ich die Arbeit daran auf jeden Fall wieder auf. Ich würde mich ja selbst unendlich hassen, wenn mir so kurz vor dem Ziel die Puste ausginge, dafür habe ich viel zu viel Zeit schon investiert. Und ich werde wieder mehr Beiträge schreiben. Allerallerspätestens zu Weihnachten, wenn ich wieder mehr Freizeit habe, und nicht sofort weiß wohin damit.

Mit der Daedalus zur Pegasus-Galaxie

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Ich wünsche einen fröhlichen Tag der Deutschen Reinheit. Wenn der Soli zwar seit Jahren abgeschafft gehört, bekommt man für sein teures Geld zumindest noch einen zusätzlichen freien Tag im Jahr. Zeit für einen kleinen Serienbericht: Die zweite Etappe des Stargate-Serienuniversums ist nach nur acht Monaten geschafft: Nach Stargate – Kommando SG-1 habe ich jetzt also auch die fünf Staffeln der Spinoff-Serie Stargate: Atlantis über mich ergehen lassen. Die Serie wurde zeitgleich mit den letzten paar Staffeln von SG-1 produziert und lief von 2004 bis 2008 (in der IMDb steht bis Ende 2009, aber das ist falsch). Es führt die Geschichte der Atlantis-Expedition fort, die in der Vorgängerserie bereits angedeutet wurde. Das Team ist ein völlig anderes, wobei einige Figuren bereits in einzelnen Episoden von SG-1 vorgestellt wurden, darunter die Leiterin Dr. Weir und der Wissenschaftler McKay.

Der Name „Atlantis“ ließ mich zuvor glauben, die Serie spielte in einer der bereits zuvor entdeckten Unterwasser-Welten, mit einem Unterwasser-Stargate, das man mit einem Tauchboot erkunden müsste, da die entsprechende Episode auch so etwas geheimnisvolles hatte und so viele Fragen offen ließ. Ich nahm also an, es würde letztlich so etwas wie Seaquest DSV werden. Tatsächlich aber spielt Atlantis ganz woanders, und sich auch zum größten Teil über Wasser ab. Die Menschheit hat den Weg in die Pegasus-Galaxie gefunden und dort endlich die versunkene (tauchende, schwimmende, fliegende) Stadt Atlantis entdeckt, die einst von den Antikern gebaut und bewohnt wurde. Da diese aber vor Jahrtausenden kurz Zigaretten holen gegangen und nie mehr zurückgekehrt sind, machen es sich die Menschen dort direkt gemütlich. Doch kaum hat das Atlantis-Team den Kamin befeuert und seine kuscheligen Hausschuhe angezogen, klopfen auch schon die neuen Nachbarn, die gruseligen Wraith, an die Haustür und wollen sich etwas Menschenfleisch borgen. Man kennt das.

Die Wraith – fischgesichtige, weißhaarige Monster mit langen Ledermänteln und Reißzähnen – sind also die fiesen Gegner in Stargate: Atlantis, und sie ernähren sich von Menschen. Keine Kühe, Pferde oder Schweine, meinetwegen Hunde oder Katzen, die Galaxie ist voll von schmackhaften Lebewesen, und doch stehen auf dem Speiseplan einzig die Menschen. Zur Abwechslung mal niemand, der sich von Menschen anbeten lassen will, sondern sie einfach auffrisst, dachte ich, aber tatsächlich kommt auch jenes überstrapazierte Thema bei den Fischköpfen bald wieder vor. Daneben tauchen mit den Replikatoren auch ein paar alte Bekannte auf, die sich ebenfalls mit den Wraith nicht so gut verstehen. Und immer wenn ich „Replikatoren“ höre, muss ich an „Tee, Earl Grey, heiß“ denken.

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Wie auch SG-1 gefiel mir Atlantis ganz gut, und dann auch wieder nicht so richtig. Die Hauptfigur John Sheppard wird in der Pilotfolge direkt von Jack O’Neill vorgestellt und verhält sich dann auch exakt wie sein Klon. Lustige Sprüche selbst in den tödlichsten, ausweglosesten Situationen, ansonsten immer ganz der Soldat. Im Gegensatz zum Hohlbrot O’Neill soll Sheppard jedoch ein hochintelligenter Mann sein, wovon in der Serie aber leider kein Gebrauch gemacht wird, da Dr. Rodney McKay ohnehin das unübertroffene Superhirn des Teams ist. Es ist fast unerträglich, dass diese überhebliche, unsympathische Figur immer die Lösung für alles findet. Gebt dem Mann einen Taschenrechner und ein Kabel und er hackt sich damit überall rein. In zwei Minuten! Ohne Handbuch! Was für ein Glück, dass man sich überall im Weltraum auf USB und Ethernet geeinigt hat, sonst stelle ich mir das wirklich schwierig vor.

Oft geht mir auch die Athosianerin Teyla auf den Keks. Sie ist quasi der weibliche Teal’q in Atlantis. Sie arbeitet Tag und Nacht mit Militärs und den besten Wissenschaftlern der Welt zusammen, und kommt dann mit hanebüchenen Geschichten wie: „Mein Volk glaubt seit Generationen an irgendwelche Geister, die magische Kräfte haben, die dich von irgendwas heilen können. Doch wirklich! Die Stammesältesten bei uns können nicht irren! Geister!“. Am Ende der Episode stellt sich dann raus, dass es nur ein antikes Gerät war, das eine bestimmte Strahlung ausgesendet hat, die sich problemlos messen lässt. Tja, Pech. Vielleicht kommt Teyla sich mit ihrer Spiritualität nach der Episode dann wenigstens dumm vor.

Am allerschlimmsten an der Serie ist jedoch, dass die Schreiber immer noch große Probleme damit haben, sich von ihren Figuren zu trennen. Niemand stirbt richtig. Niemand! Wer in einer der Episoden stirbt, wird entweder ein paar Minuten später wiederbelebt oder taucht einfach ein paar Folgen später wieder als Klon, als Geist, als Replikator, als Computerprogramm oder sonstwas wieder auf. Schon in SG-1 war es mir zu mühsam im Kopf zu behalten, ob Daniel Jackson jetzt gerade tot, aufgestiegen oder reinkarniert war. Das ging mir wirklich gegen den Strich, das wirft mich echt raus. Ich wette die Serie hätte viel besser funktioniert, wenn sie sich nicht immer irgendwelche feigen Schlupflöcher für eine spätere Rückkehr jeder Figur einbauen würde. Steht doch endlich mal dazu, wenn schon einer über die Klinge springen muss! Andererseits durfte ja auch Tasha Yar nach ihrem Tod noch mindestens zweimal mitmachen…

Ich finde Egoshooter zum Kotzen

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Ich erinnere mich an eine unschöne Begebenheit aus meiner Kindheit – ich war gerade sieben oder acht Jahre alt – da hatte ich mir für 4 DM ein Teenage Mutant Hero Turtles Comicbuch gekauft. Auf die Geschichten meiner grünen, maskierten Helden war ich so gespannt, dass ich das Buch sofort im Anschluss hochkonzentriert verschlang. Ich saß damals lesend auf dem Rücksitz unseres Autos, einem Audi 80, während meine Mutter mit uns Kindern zu einem Waldspielplatz fuhr. Dumm nur, dass mir pünktlich bei unserer Ankunft plötzlich speiübel wurde und ich allein in meinem Elend auf einer Bank lag, während meine Geschwister quietschvergnügt auf dem Spielplatz herumtollten. Für meine Mutter war sofort alles klar: Ich sollte künftig während der Fahrt nichts mehr lesen und lieber aus dem Fenster schauen. Daran habe ich mich seitdem gehalten.

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Erst viele Jahre später sollte ich wieder einen ganz ähnlichen Anfall haben, nämlich beim Zocken auf einer kleinen LAN-Party bei Freunden. Mir wurde ohne ersichtlichen Grund beim Spielen irgendeines Egoshooters schlecht. Als ich absolut nicht mehr weiterspielen konnte, musste ich pausieren. Nach einer Stunde versuchte ich es erneut, diesmal ohne Probleme. Ein Jahr später bei einer ganz ähnlichen Situation der gleiche Mist: Sobald ich einen Egoshooter startete, wurde mir schwindlig und leicht übel. Ich pausierte. Meine Freunde wunderten sich genauso darüber wie ich. Eine Stunde später konnte ich dann wieder mitspielen. Inzwischen wurde mir klar, dass die Übelkeit mit dem Spiel zusammenhängen musste.

Die Selbstdiagnose: Motion Sickness, oder wie ich sie nenne: Egoshooter-Krankheit. Die Symptome: Schweißausbruch, Schwindel und Übelkeit beim Spielen von Egoshootern. Da ich schon in meiner Jugend ab Mitte der 90er Jahre im großen Stil Egoshooter in allen Formen und Ausprägungen gespielt habe ohne je Schwierigkeiten damit gehabt zu haben, vermute ich außerdem, dass es mit der Größe des Monitors zusammenhängt – und damit wie nahe ich an selbigem sitze. Erst seit ich zum Spielen einen 27″-Monitor verwende, ist es wirklich auffällig schlimm geworden.

Kürzlich wollte ich in meinem spätjugendlichen Leichtsinn Bioshock Remastered ausprobieren, doch ich hielt tatsächlich keine 15 Minuten durch. Schon kurz nach der Einleitung fing ich an zu schwitzen, dann folgte wie üblich ein unangenehmes Schwindelgefühl im Kopf und zuletzt die fiese Übelkeit, die mir den Rest gegeben hat. Ich musste aufhören. Zu meiner Verteidigung: Das Spiel fängt mit einer Szene an, in der man eine Weile im Wasser schwimmt, während die Ansicht permanent schaukelt und schwankt. Dennoch hat mich diese Erfahrung wirklich beunruhigt, da ich zwar schon seit Jahren kein echter Zocker mehr bin, aber mich dennoch ab und zu die Spielbegeisterung wieder packt. Ich fände es sehr traurig, wenn ich dieses Hobby irgendwann aus gesundheitlichen Gründen völlig aufgeben müsste.

Eigentlich bin ich auch voller Vorfreude auf kommende VR-Spiele und ich plane schon lange die Anschaffung eines kompletten VR-Systems, sobald die Technik reif ist. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, könnte es sein, dass das Zeug mein Gehirn komplett überfordert und ich auf meine alten Tage dann nur noch mit einem Eimer in der Hand mit der VR-Brille spielen kann. Schöne Aussichten sind das. Hoffentlich ist es das dann wenigstens wert.

Benutzerfreundlich und intuitiv

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thematrix

Linux ist heutzutage wirklich außerordentlich benutzerfreundlich und intuitiv. Ihr müsst eigentlich nur mal kurz das Terminal aufmachen und diesen einen (gar nicht mal soooo langen) Befehl eintippen, den ihr euch im ganzen Leben nicht merken könnt. Und dann nur noch zwei oder drei weitere Befehle, und dann müsst ihr normalerweise nur noch den Nippel durch die Lasche ziehen und dann im Internet nachschauen wie man diesen einen Fehler behebt, und dann habt ihr es fast geschafft ein ganz normales Programm zu installieren. Kaum der Rede wert, so einfach ist das.

Ich habe mir mal zum Herumspielen Linux Mint 18 in einer VM installiert, also die womöglich beliebteste Linux-Distribution der letzten Jahre. Das hat sogar fast problemlos geklappt. So ist Linux im Jahr 2016: Es klappt immer fast problemlos. Man muss eigentlich nur in vier oder fünf Linux-Foren vorbeischauen, und jemanden finden, der irgendwann mal dieselben Probleme und dieselben Fehlermeldungen hatte wie man selbst, dann geht das schon irgendwie. So hat sich Linux gleich nach der Installation komplett aufgehängt, und ich habe mit zusammengebissenen Zähnen und viel bescheuertem Herumsuchen den Soundtreiber dazu bekommen, mal endlich Ton unter Linux abzuspielen. Ton unter Linux – wie das klingt, der reine Wahnsinn! Am Ende laufen vielleicht sogar noch Spiele unter Linux – sogar mit Grafik! Ihr werdet es bestimmt noch erleben!

So untersuchte ich staunend die tolle Benutzeroberfläche meines brandneuen Betriebssystems und wollte mir mal ein paar Programme installieren, um damit zu arbeiten. Als erstes fiel mir ein, dass ich gerne eine Linux-Alternative zum grandiosen Notepad++ hätte. Einen brauchbaren Linux-Klon gibt es wohl unter dem Namen „Notepadqq“. Den werde ich mir mal eben kurz installieren, so dachte ich jedenfalls. Also schnell die wundervolle Linux-Anwendungsverwaltung aufgemacht und „Notepadqq“ eingetippt. Und ich sah, dass ich nichts sah. Sehr nützlich diese Anwendungsverwaltung. Auf die Verlässlichkeit von Linux ist offenbar Verlass. Kein Problem, der Firefox ist ja praktischerweise vorinstalliert: Ich lade mir Notepadqq einfach von der Webseite runter. Dort steht unter „Install Notepadqq in Ubuntu 14.04 and Linux Mint 17„:

For Ubuntu and Ubuntu based Linux distributions such as Linux Mint, Elementary OS, PinguyOS there is a PPA available from the developers. Open the terminal and use the following commands:

sudo add-apt-repository ppa:notepadqq-team/notepadqq
sudo apt-get update
sudo apt-get install notepadqq

Hey, ich hatte wirklich schon die Befürchtung, ich müsste mir erst umständlich per Mausklick irgendeinen Installer herunterladen und dann darauf auch noch doppelklicken. Aber Linux zeigt konsequent wie es richtig geht. Und das ist noch gar nicht alles! Um das Tool wieder zu deinstallieren muss ich nicht erst umständlich in der Softwareverwaltung bei Notepadqq auf „Deinstallieren“ klicken – NEIN! Ich muss einfach nur folgende zwei Zaubersprüche in die Konsole hämmern und schon gehts los:

sudo apt-get remove notepadqq
sudo add-apt-repository –remove ppa:notepadqq-team/notepadqq

Das kann sogar meine Oma. Am besten schreibt man sich diese Befehle irgendwo ins Notizbuch oder klebt sich Post-Its an den Monitor. So geht das unter Linux. Da kann sich jeder wie der größte Hacker fühlen. Ich frage mich gerade, wie man unter Linux die Uhr umstellt. Wahrscheinlich irgendwie so:

sudo set-os-clock-configuration –time+date format:YYYY-MM-DD_HH:mm:SS/2016-09-17_11:18:22 -persist update
sudo clock-configuration change confirm -silent kthxbye
sudo sudo sudo kamehameha

Linux…

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