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Ich würde euch ja gerne ein fröhliches Halloween wünschen, aber wirklich fröhlich ist daran nichts, und eigentlich ist es auch bei weitem nicht allein dieser heutige Tag, der gruselig ist. Die Welt um uns herum verändert sich kontinuierlich, das spürt jeder selbst Tag für Tag, Jahr um Jahr. Doch was sich in diesem Moment, in genau diesem Jahr, quasi auf dem gesamten Globus abspielt, damit hatte niemand so wirklich rechnen können: Corona, besser gesagt COVID-19, hat die Menschheit fest im Würgegriff. Schon klar, aus Sicht der Wissenschaftler wächst die Gefahr einer gefährlichen Pandemie ganz logisch mit der Zeit und mit der Bevölkerungsdichte, ganz so unwahrscheinlich und unerwartet ist es also nicht. Dennoch kam die aktuelle Pandemie wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht unserer Zivilisation, und wonach wir nun unser Leben, unsere Arbeit, unseren Alltag immer häufiger richten müssen, hat im Grunde etwas Historisches. Einen nahezu weltweiten Lockdown bzw. lockdown-ähnlichen Zustand wegen einer grassierenden, lebensbedrohlichen Krankheit haben wir, unsere Eltern und auch unsere Großeltern bisher nicht erlebt. Und ich will schwer hoffen, dass es sich rückblickend um ein einmaliges Ereignis in unserer Geschichte handeln wird.

Seit Anfang März befinde ich mich beruflich vollständig im Homeoffice, bleibe privat weitestgehend in freiwilliger Quarantäne, sprich Selbstisolation, und reduziere sämtliche Ansteckungsrisiken auf das mögliche Minimum. Als jemand mit diagnostizierter Autoimmunerkrankung und mit einer nachweislich überempfindlichen Lunge muss ich das leider auch fast kompromisslos einhalten, denn es bedeutet, dass ich zur Risikogruppe gehöre. Das sind die Menschen, die im Falle einer Infektion mit COVID-19 ein deutlich erhöhtes Risiko haben, unter schweren Komplikationen zu leiden oder sogar daran zu sterben. Möglicherweise ist schon mein nächster Kontakt mit einer unwissentlich infizierten Person in meinem Umfeld meine Eintrittskarte für die Intensivstation des Krankenhauses, mit künstlicher Beatmung und allem was dazugehört. Diese Aussicht ist nicht unbedingt verlockend, und wenn ich ehrlich bin, eine konkrete und spürbare Angst davor, an Corona zu sterben habe ich durchaus.

Dennoch will man natürlich nicht völlig ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen und zur Außenwelt leben, auch nicht eher introvertierte Menschen wie ich, schon gar nicht monate- oder jahrelang, und so macht auch meine gesundheitlich-fragile Person Ausnahmen für Familie und enge Freunde, aber das ungute Gefühl lässt sich nie ganz abschalten. Vertrauen ist in dieser Sache unerlässlich und gleichzeitig doch gefährlich, denn kontrollieren lassen sich die Kontakte anderer Person natürlich nicht. Ansonsten mache ich jeden Freitag mit Mund-Nasen-Schutz die abenteuerliche Reise zum lokalen Supermarkt um den lebensnotwendigen Wocheneinkauf zu erledigen. Dann und wann ein kleiner Spaziergang, bei dem ich Abstand zu anderen Menschen halte, und das wäre es im Grunde schon, was meine Aktivitäten außer Haus angeht.

Das öffentliche Leben war bei uns vermutlich seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr so massiv eingeschränkt wie jetzt. Discotheken, Konzerte, Sportveranstaltungen, Kinos, Theater, Bäder, Restaurants, Biergärten, der gesamte Einzelhandel und unzählige andere Etablissements und Lokationen leiden seit Monaten unter den staatlichen Einschränkungen, und da habe ich Fluglinien und andere Bereiche noch gar nicht mit eingerechnet. Und das schlimmste daran ist sicherlich, dass niemand so genau weiß, wie lange es noch so weitergehen soll, und wie die Welt nach der Pandemie aussehen wird. Es gibt bereits Befürchtungen, dass es womöglich gar kein „Danach“ mehr geben wird, dass Corona – ähnlich wie die Grippe – sich zu einer permanenten Krankheit entwickeln könnte, die uns jährlich wie eine Welle immer wieder erneut trifft. Selbst wenn früher oder später Impfungen vorhanden sind, könnten immer neue Mutationen der Krankheit zu unseren ständigen Begleitern werden. Dann sollten wir uns vielleicht schnellstmöglich mit dem Mindestabstand, dem Mundschutz, der Selbstisolation und dem kaum vorhandenen öffentlichen Leben anfreunden.

Mein Chef hat mir vor Monaten schon „Büroverbot“ erteilt, nachdem er von meinen Vorerkrankungen und meinem Risiko erfahren hatte. Bis mindestens Anfang nächsten Jahres, aber vermutlich sogar noch weit darüber hinaus, bin ich quasi im Homeoffice-Arrest, daher baue ich mir Schritt für Schritt ein kleines Ersatz-Büro zuhause auf. Allerdings scheint man nun auch ganz generell von der Rückkehr der Mitarbeiter in die vorhandenen Büroräume Abstand zu nehmen, denn eigentlich will niemand krank werden, auch nicht die aus der Nicht-Risikogruppe. Eine konsequente, flächendeckende Durchimpfung der Bevölkerung wird wahrscheinlich nicht einmal vor Ende 2022 abgeschlossen sein, bis mindestens dahin bleibt dieser Zustand also erhalten, in dem wir uns seit inzwischen acht Monaten befinden. Vielleicht ist es eine gute Nachricht, dass vielen Menschen dieser Zeitraum als überraschend kurz erschien, vielleicht heißt es aber auch nur, dass wir im Moment alle älter werden ohne etwas zu erleben.

Die vorherrschende Atmosphäre im Land ist vollkommen seltsam, gespenstisch, beinahe bedrückend, sogar ein kleines bisschen wie endzeitlich, und doch sieht auf den ersten Blick irgendwie alles wie immer aus, wenn man so durch die Stadt läuft, was die ganze Situation noch unwirklicher erscheinen lässt. Einzig an den vielen Gesichtsmasken, die einem überall entgegenkommen, könnte man einen Unterschied feststellen. Zumindest ist es keine Zombie-Apokalypse, und es sieht auch nicht ganz so wild aus wie in „The Last Of Us“ oder „I Am Legend“. Auf der anderen Seite beobachtet man mit einer deftigen Portion Fremdscham und Kopfschütteln die Demonstrationen und Äußerungen der „Corona-Leugner“, die sich wohl aus Impfgegnern weiterentwickelt, und damit bereits eine völlig neue Disziplin im Bereich der angesagtesten Weltverschwörungen etabliert haben. Die Herrschenden hätten Corona natürlich nur erfunden, um die Bürger zu knechten und uns mit Angst zu kontrollieren. Und überhaupt wissen die etwas, was wir Unaufgeklärten leider nicht wissen: Krankheiten gibt es nämlich gar nicht, denn das sind alles Erfindungen der Pharmaindustrie um Geld an uns zu verdienen. Und am Ende soll das erfundene Corona ohnehin nur davon ablenken, dass die Reichen und Mächtigen in riesigen unterirdischen Katakomben das Blut von entführten Kindern trinken.

Ja, das ist der ganz normale Wahnsinn im Jahr 2020. Aber vielleicht muss man wahnsinnig werden, um das alles auf Dauer zu ertragen. Es war bislang ein wahrlich denkwürdiges Jahr, eines das wohl leider mindestens ein Sequel erhalten wird. Und wie wir wissen, werden die Nachfolger meistens immer schlechter. Jedenfalls wird das von mir sehnlichst erwartete Jahresende leider auch nicht für Ablenkung oder gar für Entspannung sorgen können, weil auch dann die Auswirkungen der Corona-Krise und wahrscheinlich auch die allumfassende Berichterstattung bei vielen Gelegenheiten sichtbar und spürbar sein werden. Angesichts unkontrolliert anwachsender Fallzahlen auf täglich neue Rekordwerte, nicht nur in Deutschland sondern in den meisten Ländern, bleibt mir eigentlich nur die wesentlich sinnvollere Alternative, euch eine gute, dauerhafte Gesundheit zu wünschen, und nicht etwa Happy Halloween, denn Bedarf an Grusel habe ich augenblicklich eher nicht.

Ich erinnere mich an eine unschöne Begebenheit aus meiner Kindheit – ich war gerade sieben oder acht Jahre alt – da hatte ich mir für 4 DM ein Teenage Mutant Hero Turtles Comicbuch gekauft. Auf die Geschichten meiner grünen, maskierten Helden war ich so gespannt, dass ich das Buch sofort im Anschluss hochkonzentriert verschlang. Ich saß damals lesend auf dem Rücksitz unseres Autos, einem Audi 80, während meine Mutter mit uns Kindern zu einem Waldspielplatz fuhr. Dumm nur, dass mir pünktlich bei unserer Ankunft plötzlich speiübel wurde und ich allein in meinem Elend auf einer Bank lag, während meine Geschwister quietschvergnügt auf dem Spielplatz herumtollten. Für meine Mutter war sofort alles klar: Ich sollte künftig während der Fahrt nichts mehr lesen und lieber aus dem Fenster schauen. Daran habe ich mich seitdem gehalten.

karussell

Erst viele Jahre später sollte ich wieder einen ganz ähnlichen Anfall haben, nämlich beim Zocken auf einer kleinen LAN-Party bei Freunden. Mir wurde ohne ersichtlichen Grund beim Spielen irgendeines Egoshooters schlecht. Als ich absolut nicht mehr weiterspielen konnte, musste ich pausieren. Nach einer Stunde versuchte ich es erneut, diesmal ohne Probleme. Ein Jahr später bei einer ganz ähnlichen Situation der gleiche Mist: Sobald ich einen Egoshooter startete, wurde mir schwindlig und leicht übel. Ich pausierte. Meine Freunde wunderten sich genauso darüber wie ich. Eine Stunde später konnte ich dann wieder mitspielen. Inzwischen wurde mir klar, dass die Übelkeit mit dem Spiel zusammenhängen musste.

Die Selbstdiagnose: Motion Sickness, oder wie ich sie nenne: Egoshooter-Krankheit. Die Symptome: Schweißausbruch, Schwindel und Übelkeit beim Spielen von Egoshootern. Da ich schon in meiner Jugend ab Mitte der 90er Jahre im großen Stil Egoshooter in allen Formen und Ausprägungen gespielt habe ohne je Schwierigkeiten damit gehabt zu haben, vermute ich außerdem, dass es mit der Größe des Monitors zusammenhängt – und damit wie nahe ich an selbigem sitze. Erst seit ich zum Spielen einen 27″-Monitor verwende, ist es wirklich auffällig schlimm geworden.

Kürzlich wollte ich in meinem spätjugendlichen Leichtsinn Bioshock Remastered ausprobieren, doch ich hielt tatsächlich keine 15 Minuten durch. Schon kurz nach der Einleitung fing ich an zu schwitzen, dann folgte wie üblich ein unangenehmes Schwindelgefühl im Kopf und zuletzt die fiese Übelkeit, die mir den Rest gegeben hat. Ich musste aufhören. Zu meiner Verteidigung: Das Spiel fängt mit einer Szene an, in der man eine Weile im Wasser schwimmt, während die Ansicht permanent schaukelt und schwankt. Dennoch hat mich diese Erfahrung wirklich beunruhigt, da ich zwar schon seit Jahren kein echter Zocker mehr bin, aber mich dennoch ab und zu die Spielbegeisterung wieder packt. Ich fände es sehr traurig, wenn ich dieses Hobby irgendwann aus gesundheitlichen Gründen völlig aufgeben müsste.

Eigentlich bin ich auch voller Vorfreude auf kommende VR-Spiele und ich plane schon lange die Anschaffung eines kompletten VR-Systems, sobald die Technik reif ist. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, könnte es sein, dass das Zeug mein Gehirn komplett überfordert und ich auf meine alten Tage dann nur noch mit einem Eimer in der Hand mit der VR-Brille spielen kann. Schöne Aussichten sind das. Hoffentlich ist es das dann wenigstens wert.

Berichte über das Ende von SuccessDenied sind stark übertrieben. Ich hatte in letzter Zeit weder besonders viele Themen über die ich schreiben wollen würde, noch war ich überhaupt in der Stimmung, etwas zu schreiben. Beruflich bin ich zur Zeit unabkömmlich. Hinzu kommt, dass ich seit meiner letzten Erkältung vor über fünf Wochen zwar längst nicht mehr krank bin, aber leider auch nicht richtig gesund. Wieder einmal schleppe ich einen wirklich besonders hartnäckigen, unproduktiven Husten mit mir herum. Mehrmals täglich inhaliere ich daher mit meinem Kompressor-Druckluftinhalator Kochsalzlösung mit Mucosolvan, schmiere mich mit Mentholsalbe ein, trinke Hustenlöser, nehme Tropfen ein – die ganze übliche Palette eben, ohne dass irgendetwas davon irgendwie helfen würde. Mit meinen guten Genen bin ich schon sehr gesegnet.

Aber: Wenn die Gesundheit eines Tages zurückkehrt, bin ich sicher, dass ich auch meine gute Laune zurückerhalten werde. In der Zwischenzeit ein kleines Update zum SPACOLA Eclipse Remake-Projekt. Das Projekt steht ganz und gar nicht still, sondern wird wöchentlich mit Änderungen und Neuerungen versehen. Die aktuelle WIP-Version 0.57 vom Juli bringt wieder viele kleine neue Funktionen mit, und sogar eine größere. Aber auch ein paar Änderungen der vorhergehenden Versionen dürfen hier nicht unerwähnt bleiben. Der nüchterne Screenshot soll einen Einblick in das Debug-Menü geben, das ich um einige Einträge erweitert habe. Beim Testen sind die vielen Kommandos äußerst hilfreich, sonst spielt man sich dumm und dämlich, wenn man zum 50. Mal dieselbe Stelle im Code geändert hat.

spacolaeclipse57

Remake-Technik

Die 2D-Grafikengine zeigt jetzt bei Bedarf ein paar Dinge an, die das Original nicht hatte: Sektorgrenzen, Hüllkreise, Objekttypen, Spielernamen (für den Multiplayer-Modus), außerdem natürlich die Partikeleffekte, Interpolation und Pixelvergrößerung. Mal davon abgesehen, erlaubt es das Remake, einige Limitierungen des Originals aufzuheben, die damals vermutlich aus Performancegründen nötig waren. Beispielsweise Objekte, die sich zu weit vom Spieler entfernt hatten, wurden im Original aus dem Spiel genommen. Heute könnte man diesen Löschmechanismus herausnehmen und dadurch eine persistentere Spielwelt bekommen. Der Dongleware-Fadein/Fadeout-Effekt, den ich vor ungefähr 4 Jahren mühsam implementiert hatte, war leider fehlerhaft. Inzwischen ist er eine absolut pixelgetreue Nachbildung.

Maforianer-Gegner fertig

Es hat lange gedauert und mir sind dabei viele graue Haare gewachsen: Der Maforianer, einer der ersten drei Gegner, ist mehr oder weniger komplett fertig. Das Bewegungsmuster dieses Gegners ist vermutlich eines der einfachsten im Spiel, aber bei weitem nicht so leicht nachzuimplementieren, wie man meinen möchte. Inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, wo mein Ansatz der Vorlage nahe genug kommt, so dass man es vorerst so lassen könnte. Dadurch bin ich auch auf die Spur eines neuen mathematischen Ansatzes für die Schiffsnavigation der Gegner gekommen – und habe zufällig auch die Lösung für das Problem mit dem Magnetismuseffekt gefunden. In der Folge bewegen sich die Gegner jetzt realistischer, und die Anziehung von Containern, Waren und Piraten sieht viel besser aus als vorher. Der Maforianer hetzt jetzt dem Spieler permanent hinterher, jagt ihm nach Möglichkeit die Lieferwaren ab und flieht damit zu seiner Piratenstation. Es ist noch nicht alles hundertprozentig, aber es ist besser als nichts. Fehlen für den ersten Level also nur noch zwei weitere Gegner, mal sehen wann mir das gelingt.

Abspann

Im Remake kann man sich – genau wie im Original – das „Zertifikat“, also die Siegerurkunde ausdrucken lassen, sobald man den letzten Level gewonnen hat. Zusätzlich gibt es im Remake nun einen echten Abspann (die Closing Credits), in dem viele beteiligte Personen genannt und Danksagungen zum Ausdruck gebracht werden. Diese kleine Erweiterung wollte ich in jedem Fall im Remake drin haben, denn sie macht ja schließlich auch nichts kaputt. Mir fällt tatsächlich nun außerhalb des laufenden Spiels nichts mehr ein, das ich noch nicht fertig habe. Eigentlich eine gute Nachricht.

Timings

Timings sind mir seit einigen Monaten ein großes Ärgernis gewesen. Nachdem ich am Anfang meistens gesagt habe „Diese oder jene Animation läuft ungefähr 4 Sekunden“ und das dann auch so eingebaut habe, ging ich nun endlich dazu über, die exakte Anzahl Frames zu zählen. Wenn dann beispielsweise 270 Frames herauskommt, muss ich das wiederum umrechnen auf die Zielframerate von aktuell 50 fps. Das wären dann etwa 187 Frames, damit die Animation genauso lange läuft. Ähnlich verhält es sich mit den Konstanten für Gegnerverhalten: Wenn ein bestimmter Gegner 120 Frames braucht, um sich um 180 Grad zu drehen, dann braucht derselbe Gegner im Remake dafür nur noch 83 Frames. Und da sich die Framerate beliebig einstellen lassen wird, muss diese Berechnung wiederum variabel sein. Zusammengefasst habe ich viel Zeit damit verbracht, die Dinge, die eigentlich schon fertig waren, nun auch bezüglich der Original-Timings anzupassen.

Gegner-Deployment und -Redeployment

Das Deployment und Redeployment von Gegnern ist nun wesentlich näher am Original. Alle paar hundert Frames wird ein Gegner in der Station generiert. Dann beginnt dieser sich zu drehen, und zum Spieler auszurichten. Wenn die Ausrichtung stimmt, gibt er Schub und beginnt die Jagd. Dafür gibt es eine Gegner-Warteschlange, die sich aus den Anweisungen der Gegnerkonfigurationen im Levelskript zusammensetzt, und es gibt die Redeployment-Warteschlange für Gegner, die gestohlene Ware abgeliefert haben. Leider verstehe ich den Zusammenhang mit den Levelskripten noch nicht so ganz, daher ist die Unschärfe hier sehr groß. Ich kann aktuell nur nachbilden was ich sehe, und viel sehe ich nicht.

Es sind wie gesagt viele Kleinigkeiten, die nach und nach besser werden. Das Ziel für den ersten komplett spielbaren Level ist schon sichtbar, jetzt heißt es dranbleiben und das Tempo steigern. Die zwei verbliebenen Gegnertypen (für Level 1) werde ich wohl in Kürze angehen müssen, und mich zur Not auch damit anfreunden, wenn das Ergebnis dann nicht perfekt wird.

familiemithausIch bin wieder da! Nach fast vierwöchiger Blogpause, die ich aus Gründen der finalen Umzugsrealisierung, unfreiwilliger aber zwangsläufiger Internetlosigkeit und – wer hätte es gedacht – einer weiteren ausgedehnten Krankheitsphase eingelegt hatte, kann ich nun wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, und mich wieder wie ein ganzer Mensch fühlen. Ich habe leider kein kitschigeres Bild finden können, das meine Gefühle den Umzug betreffend so ziemlich überhaupt nicht beschreibt. Anstelle der glücklichen Familie muss man sich einen motzigen Junggesellen vorstellen, und das Eigenheim im Hintergrund ist in Wahrheit nur eine kleine Mietwohnung ohne Möbel, ohne Kühlschrank und ohne Waschmaschine. Aber etwas Grün hat es hier tatsächlich.

Der Umzug ist mir jetzt also wirklich gelungen. Seit dem 7. Oktober hause ich hier in diesen einsamen Hallen der Ernüchterung. Seit gestern bin ich sogar online. Zum ersten Mal seit 1998 bin ich wieder komplett unabhängig von der Deutschen Telekotz. 75 Gigabyte MY ASS! Nach reiflicher Überlegung habe ich die Gelegenheit genutzt, mich für KabelBW als Internetanbieter zu entscheiden, was mir auch von anderen Kunden empfohlen wurde. Die 100 MBit-Anbindung spricht für sich. Aber es konnte ja eigentlich nur besser sein. T-Online hasse ich schon seit der böswilligen Streichung der beliebten ISDN-Flatrate um die Jahrtausendwende. Begründet wurde das wohl damit, dass man sich doch bitte dieses neue superschnelle T-DSL bestellen sollte. Erinnert sich noch wer an diese widerliche Werbefigur Robert T-Online? Das Ende vom Lied war, dass DSL in unserem Dorf noch weitere zwei Jahre lang gar nicht verfügbar war, und wir mit über 200 DM monatlichen Telefonkosten für eine lächerliche Schmalbandverbindung leben mussten. Stattdessen doch besser auf Internet verzichten? Wer das heute mal versucht, wird vielleicht erahnen wieso ich das damals schon nicht konnte.

Mein epischer Husten ging fast auf den Tag genau sechs Wochen lang. Ich war wirklich kurz davor ihm einen Namen zu geben und ihn zur Einschulung anzumelden, da hat er mich zum Glück doch noch verlassen. In der Woche vor dem unspektakulären Abgang war ich stolze drei Mal beim Arzt, der mir allerdings auch nicht besonders weiterhelfen konnte. Mir wurde bereits Blut abgenommen und ein Termin in der Radiologie in Aussicht gestellt, als sich das Thema gerade ganz von selbst erledigt hatte. Meine neugewonnene Gesundheit wollte ich gebührend feiern und mich nach langer Zeit wieder unters Volk mischen. Dass das ein Fehler war, wurde mir erst drei Tage später klar, als ich mit Erkältung im Bett lag. Ein Kumpel hielt es für eine tolle Idee, seine Bazillen auf den Filmabend mitzubringen. Meine Fresse, da ist man kaum zwei Tage gesund, und schon geht die Krätze wieder von vorne los. In der Folge habe ich nun einen weiteren Krankheitsrekord aufgestellt: zweimal erkältet innerhalb von zwei Monaten.

Die bestellten Winterreifen sind seit heute montiert, der Winter kann endlich kommen. Damit bin ich jetzt erst einmal durch mit den (geplanten) Anschaffungen fürs Auto und kann mich finanziell vollkommen auf die baldige BAföG-Rückzahlung konzentrieren, die mir noch blüht. Das dürfte in etwa sechs Wochen fällig sein. Ich war übrigens kaum in die neue Wohnung eingezogen, da hing sofort ein Kärtchen von einem Gebrauchtwagenhändler am Auto. In der alten Wohnung ist mir sowas in neun Monaten nicht ein einziges Mal passiert. Ich sollte das wohl als Indikator für einen sozialen Aufstieg sehen.

Wie dem auch sei, das Internet hat mich wieder, und so kann ich die Netzgemeinde weiter mit meinen belanglosen Beiträgen beglücken. Als nächstes sollte ich mich aber doch mal auf dem Rathaus blicken lassen und meine Ummeldung vornehmen lassen. Da die Öffnungszeiten des Bürgerbüros aus Sicht der Erwerbstätigen allerdings eher ein schlechter Scherz sind, muss das noch ein paar Wochen warten. Bis dahin kann ich meine neue Adresse auch dem Rest der Welt eintrichtern. Nützt ja schließlich niemandem wenn alleine die NSA Bescheid weiß.

So, jetzt aber nachträglich doch noch frohe Weihnachten euch allen! Wollte ich eigentlich vor genau einer Woche schreiben. Wenn diese verdammte Pestepidemie mich nicht plötzlich voll erwischt hätte. Ich lag über Weihnachten mit Fieber, Kopfschmerzen und Husten im Bett, und ich verfluchte alles und jeden dabei. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so richtig heftig Fieber hatte, das muss viele Jahre her sein. Na wenigstens habe ich dadurch sogar noch abnehmen können, wo andere sich Sorgen machen mussten, ob die Plätzchen und das Weihnachtsessen nicht zu stark auf die Hüften schlagen. Inzwischen bin ich wieder halbwegs auf dem Dampfer, nur der Husten bleibt wie immer hartnäckig. Den werde ich vermutlich noch so einige Wochen mit mir herumschleppen. So wie der letzte von vor zwei Monaten, der beinahe abgeklungen war, und den ich jetzt rechtzeitig erneuert habe. Ich hoffe das wird keine Gewohnheit bei mir, dass ich immer pünktlich im Urlaub krank werde.

Was gibt es sonst noch neues auf Success Denied? Nun, wir kratzen gerade knapp an der 50.000-Besucher-Marke, aber die wollte ich ja nicht feiern. Erst bei 100.000 gibts wieder ne Party. Last.fm beendet seinen jahrelang kostenlosen Scrobblerdienst mit dem Desktop-Client zum 15. Januar 2013, und verlangt künftig ein kostenpflichtiges Abonnement dafür. Kostenloses Radio kann man dann nur noch auf der Webseite direkt mithören, aber wer will das schon? Das demnächst sinnlose Last.fm-Widget wird daher in einigen Tagen verschwinden. Dadurch wird der Blog wohl wieder etwas schneller laden, und es wird auch viel Platz in der Sidebar frei werden.

Seit einigen Wochen wird der Blog von einer größeren Spamlawine überrollt. Täglich schreiben Spambots bis zu 100 Spamkommentare, die bei mir sofort in die Tonne wandern. Das schlägt sich auch in der Anzahl Besucher pro Tag nieder. Bisher gemessener 7-Tages-Spitzendurchschnittswert liegt jetzt bei 239. Wäre ja zu schön, wenn das alles reelle Besucher wären. Meine Twitter-Spam-Gefolgschaft ist auf aktuell 1119 Follower angewachsen. Ich frage mich weiterhin, ob das irgendwann mal wieder aufhört und was die da eigentlich so bezwecken. Wenigstens ist das gute alte Twitter-Widget seit einigen Wochen wieder im Betrieb. Zu meinem Erstaunen mussten nur zwei Zeilen im Code geändert werden. Das Ersatz-Widget von Twitter war ja eine wirklich miese Alternative.

Nun konnte ich mich gerade noch rechtzeitig zum Jahreswechsel zu Wort melden. Das zurückliegende Jahr war ein spannendes Jahr, und ich hoffe, dass sich im nun folgenden mindestens genauso viele tolle Gelegenheiten bieten werden. Die Silvesterparty steigt dieses Mal bei relativ milden Temperaturen in Deutschland. Aber ein angenehmer Dezember bedeutet dann wohl beißend kalte Temperaturen im Januar und Februar. Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2013! Aber was kann uns schon umhauen, nun da wir wieder einmal einen Weltuntergang unbeschadet überstanden haben?