Beiträge mit tag "Piratenpartei
Wahl-O-Mat Niedersachsen 2013
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Der letzte Wahl-O-Mat ist wohl schon irgendwie über ein halbes Jahr alt, da dachte ich, ich poste mal wieder ein Update über meinen üblichen politischen Gesinnungs-Striptease. Lasst die Grafik einfach mal auf euch wirken. Achja, die medialen Fehltritte der Piraten in letzter Zeit interessieren mich im Moment eigentlich gar nicht so sehr. Sowas kann ich dieser Partei leicht verzeihen, wenn sie wenigstens für die richtige Sache einstehen, und das tun sie im Kern.
Wenn ich mir ansehe, welche Gesetzesvorlagen bezüglich Telekommunikationsüberwachung so durchgewunken werden, ohne dass sich die Opposition nennenswert dagegen stemmt, dann bekomme ich einen bösen Ausschlag in der Faust. Wenn es nach mir ginge, hätte ich die Merkel längst auf den Mond geschossen, leider fehlt mir dazu sowohl Entscheidungsgewalt als auch ein dafür notwendiges Raumfahrtunternehmen.
Das geilste ist noch, dass die Regierung ernsthaft Stellenausschreibungen für Programmierer für ihren Bundestrojaner veröffentlichen darf. Überlegt euch diesen Irrsinn mal bitte. Das ist wie als würde man in der Zeitung Stellenausschreibungen der Mafia für talentierte Auftragskiller lesen. Ein Trojaner, völlig egal von wem er kommt, ist ein kriminelles, schädliches Stück Software und die Entwickler einer solchen Malware gehören eingesperrt, sofern sie denn ermittelbar sind. Hier müssen die eigentlich noch nichtmal ermittelt werden, sie melden sich ja freiwillig. Aber bei uns werden die sogar dafür bezahlt.
tl;dr: I don’t want to live on this planet anymore.
SuccessDenied segelt unter der Piratenflagge
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Wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal Mitglied in einer Partei werden würde, ich hätte ihn vermutlich ausgelacht. Aber die Gelegenheit ist so gut wie nie zuvor. Endlich gibt es eine Partei, die praktisch in jeder Hinsicht meine volle Zustimmung hat. Inzwischen habe ich die Hoffnung, dass unser Land nicht die nächsten 100 Jahre permanent von der CDU regiert wird. Meine neugewonnene Liquidität möchte ich nun nutzen um eine recht junge aber vielversprechende Partei zu unterstützen.
Die Mitgliedschaft habe ich schon durch den Mitgliedsbeitrag und eine Parteispende vor einigen Monaten besiegelt, nun kam mir endlich ein Schreiben mit meinem Ausweis ins Haus. Diesen Umstand wollte ich feiern, indem ich SuccessDenied mit einem kleinen Hinweis versehen habe, zusätzlich zu dem kleinen Artikel, den ich gerade schreibe. Man weiß ja nie was mal wird. Go Pirates!
Eine Sache will ich allerdings unbedingt verstanden wissen: Durch meine Mitgliedschaft in der Piratenpartei bin ich nicht mehr oder weniger politisch als vorher. Ich bin bislang ausschließlich passives Mitglied. Meine Mitgliedschaft in der Partei ist allein als finanzielle, zahlenmäßig-personelle und ideologische Unterstützung zu verstehen. Ob und wann sich das ändert, das kann ich nicht sagen. Ich bin kein Politiker. Ich kann nicht automatisch erklären, warum die Piraten dies oder jenes tun. Ich bekomme auch nur das mit, was man sonst so hört und liest.
Wenn die Piratenpartei irgendetwas unternimmt, was meine politischen Erwartungen in höchstem Maße enttäuscht, werde ich aus der Partei wieder austreten und nichts mehr spenden. Wirklich, so einfach ist das. So müsste das eigentlich jeder machen.
Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2012
0It’s that time again! Aber diesmal nur ein kurzes Update. Ich wollte meinen politischen Kompass mal wieder überprüfen. Vielleicht hätte ich diesmal die größte Übereinstimmung mit der NPD gehabt, wäre doch bestimmt spaßig gewesen. Um das herauszufinden, habe ich erneut zu 38 Aussagen im Wahl-O-Mat Stellung bezogen. Dieser wurde inzwischen mit den Thesen aller Parteien zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein gefüttert.

Mich wundert es inzwischen schon ein wenig, dass bei mir immer die Piraten ganz oben stehen, immer die CDU ganz unten steht, aber der Rest wird beinahe bunt durcheinander gewürfelt. Offenbar müsste ich echt eine ganze Menge verqueres Zeug im Kopf haben, damit mir mal eine andere Partei mehr entspräche. Aber gut zu wissen, dass sich der Wahl-O-Mat zumindest bei den beiden Extremen immer mit meiner persönlichen Einschätzung deckt.
Achja, wenn ich gerade sowieso schon wieder bei meinen Lieblingspiraten bin: Ich kann den FAZ-Online-Artikel über den “Shitstorm der Etablierten” empfehlen.
Wahl-O-Mat Saarland 2012
11Ich bin zwar kein Saarländer, aber ich habe mal wieder die Probe aufs Exempel gemacht und mich spaßeshalber durch die Thesen im Wahl-O-Mat zur Landtagswahl im Saarland 2012 geklickt. Bei vielen kommunalen Themen musste ich mich enthalten, da mir für eine Einschätzung das Hintergrundwissen fehlt, aber ich habe mich bemüht, mich meistens für eine Seite zu entscheiden.

Oh, welche Überraschung, die Piratenpartei mit deutlichem Abstand auf Platz 1. Auf dem hinterletzten Platz, da wo sie eigentlich hingehört, ganz knapp nach der FDP: die ach so wunderbare CDU, die – warum auch immer (rhetorische Frage) – die Geschicke unseres Landes lenken darf.
Doch überraschend allerdings ist für mich, dass Martin Sonneborns Die PARTEI bei mir sogar auf Platz 2 landet. Auf Platz 3 dann aus einem mir unverständlichen Grund leider die NPD, was mir ein klein wenig zu denken geben sollte. Da hätte ich eigentlich lieber die Grünen gesehen. Vielleicht habe ich bei der einen oder anderen Frage etwas zu hoch gegriffen, und dabei hatten meine Antworten so gar nichts nationalistisches.
Aber ich stehe zu dem Ergebnis, denn ich wollte ja ganz bewusst die Fragen nicht so beantworten, damit mir das Ergebnis passt, sondern so wie ich es für richtig halte. Die wichtigsten Parteien sind nämlich genau da wo ich sie haben will. Die schwarzgelbe Fortschrittsbremse am unteren Ende und die progressiven Piraten ganz oben.
Update vom 19.03.: Danke an Gordon für die ausführliche Recherche und den Hinweis. Dass bei Piratenwählern die NPD so weit oben in der Liste auftaucht, ist kein Weltuntergang und liegt einfach daran, dass bei den gegebenen Thesen die NPD und die Piraten zufällig oft derselben Meinung sind. Das sagt eben nichts darüber aus, wie oft Piraten und NPD völlig gegensätzlicher Meinung sind. Die Auswahl der Thesen hat eben nicht besonders viel Piraten- oder NPD-spezifisches und so ist die Übereinstimmung durchaus nicht so unwahrscheinlich.
Niemand muss Angst haben, dass ihm plötzlich die Haare ausfallen, dass ihm Springerstiefel an den Füßen und Schlagringe an den Händen wachsen und dass ihn seine Beine eigenmächtig zu Naziaufmärschen tragen.
Not so weekly rant: SPON – Jung, dynamisch – piratenfeindlich?
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Ich lese die Artikel von Spiegel Online eigentlich immer ganz gerne mal, aber nach einem Artikel dort letzte Woche zum überraschenden Ergebnis der Piratenpartei bei den Landtagswahlen in Berlin, zweifle ich an der journalistischen Kompetenz der Online-Redakteure. Ich war mir jedenfalls dabei etwas unsicher ob ich lachen oder weinen sollte. Ich spreche von dem Artikel “Berliner Piratenpartei – Jung, dynamisch – frauenfeindlich?” von Florian Gathmann und Annelie Naumann – jung, dynamisch – piratenfeindlich?
Man muss kein Piratenwähler sein, um zu merken, dass das nichts weiter als ein erbärmlicher und verzweifelter Versuch ist, den Piraten nur irgendwie ans Bein zu pinkeln. Der Artikel ist so schlecht und hetzerisch, dass es schon peinlich ist. Herr Gathmann und Frau Naumann bezeichnen die Piraten darin als “Machoverein” und als frauenfeindlich – und zwar weil bei den Piraten zuwenig Frauen sind. Zum schmunzeln bringt mich die Tatsache, dass ein Artikel über die angebliche Frauenfeindlichkeit der Piraten von zwei Personen verfasst wird, deren Nachnamen auf “-mann” enden. Wer einen solch frauenfeindlichen Nachnamen hat, muss ein Frauenfeind sein.
Dabei würden die Piraten sofort den roten Teppich ausrollen, wenn dadurch die Aussicht auf mehr weibliche Mitglieder bestünde. Die Piratenpartei setzt sich eben noch zu einem großen Teil aus IT-Leuten und Naturwissenschaftlern zusammen und dort ist der Anteil Frauen eben auch nicht überragend. Das liegt höchstwahrscheinlich an der Frauenfeindlichkeit der Informatiker. Kaum sind die Piraten mit gerade mal 15 Leuten ins Landesparlament eingezogen, wird eine Frauenquote gefordert. Wie wärs wenn ihr den Jungs erstmal Zeit gebt, sich selbst mit dieser Wahlüberraschung auseinanderzusetzen?
Lächerlich ist auch, dass die Autoren den Eindruck erwecken möchten, als würde es Frauen zusätzlich schwerer gemacht, sich bei den Piraten zu engagieren. Selbstverständlich sind die Männer schuld, wenn die Frauen sich nicht aktiv beteiligen. Die Piraten halten eine Unterteilung in Männer und Frauen für überholt. Der Kommentar der Autoren hierzu: “Das klingt modern – ist es aber nicht.“. Und wer hat die eigentlich zum Richter darüber ernannt, was modern ist und was nicht? Ich finde das durchaus modern. Überhaupt, wieso müssen da jetzt wieder die Feministen und Feministinnen aus ihren Löchern kriechen? Die Piraten sind noch nicht mal etabliert und Frauen sind herzlich eingeladen Mitglied zu werden und sich aktiv für Themen einzusetzen, die ihnen wichtig sind. Eine Frauenquote zu fordern, kaum da die Piraten die ersten Früchte ihrer Arbeit ernten, ist jedenfalls alles andere als modern. Das kann ich doch wohl mindestens ebensogut beurteilen wie die beiden Spiegel-Redakteure.
Ich meine, es ist eine Sache die Piraten für ihr Parteiprogramm zu kritisieren. Damit habe ich gar kein Problem, wenn die Kritik berechtigt und konstruktiv ist. Aber es ist eine andere Sache sie aus völlig hanebüchenen Gründen zu verteufeln: “Bei den Piraten gibt es zuwenig Frauen, also muss die Partei frauenfeindlich sein”. Muss das sein? Nice try, idiots.
Jeder der jetzt mit dummen Sprüchen à la “Welches Parteiprogramm?” anfangen wollte, darf meinetwegen zur Hölle fahren. Informiert euch, es schadet nicht. Für eine so junge Partei ist das Programm schon recht umfangreich. Wer Piratenwähler flamen möchte, braucht diesen Artikel weder zu lesen noch zu kommentieren.
Wahl-O-Mat-Profil vom Februar 2011
0Angetrieben durch einen aktuellen Artikel auf Golem.de über die wiederaufgenommenen Pläne der CDU zur Internetzensur und einem entsprechenden Diskussionsfaden im Forum, dachte ich mir, ich könnte doch mal wieder nachschauen wie es mit meinem Wahl-O-Mat-Profil zu den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg derzeit aussieht. Möglicherweise gab es ja seit der letzten Bundestagswahl einige Veränderungen in den Übereinstimmungen. Hier ist also das Ergebnis:
Eigentlich bin ich als zugegebenermaßen nur mäßig politisch interessierter Mensch ja tatsächlich jemand, der an diesen Wahl-O-Mat herangeht, ohne die Parteiprogramme der Parteien im Hinterkopf zu haben – aus dem schlichten Grund, dass ich die Parteiprogramme meistens im Detail gar nicht kenne. Sympathien oder Antipathien können also keine Rolle beim Ergebnis spielen. Der Vollständigkeit halber erwähne ich aber, dass ich die größte persönliche Abneigung gegen die CDU und die NPD hege, am meisten gefallen mir die Piraten und die Grünen.
Wundersamerweise kommt nun exakt jenes Ergebnis heraus. Es hat sich also nichts geändert. Die Pläne der CDU entsprechen meinen politischen Vorstellungen wieder einmal am allerwenigsten. Und nun wollen sie erneut die Netzsperren in Deutschland durchsetzen, am besten beginnend ab morgen, anstatt Guttenberg in hohem Bogen aus dem Amt zu werfen, so wie ich das noch in dem Moment getan hätte, in dem sich die (selbstverständlich abstrusen) Plagiatsvorwürfe als wahr herausgestellt hatten. Aber die vielen CDU-Wähler werden auch das ihrer Lieblingspartei sicher schnell verziehen haben. Dann kann ja endlich wieder alles beim Alten bleiben.
Bevor ich jetzt zu weit aushole, möchte ich das Thema vorerst mit einem gern genannten Politik-Zitat abschließen: “Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie längst verboten!”.

Wo wir gerade dabei sind: Das Handelsblatt macht sich momentan nur wenig Freunde mit seiner bescheuerten “Mein Kopf gehört mir!”-Aktion, in der Prominente öffentlich die Piratenpartei angreifen, wobei ihr Kernkritikpunkt der ist, dass die Piraten angeblich alles umsonst haben wollten, was eigentlich ziemlicher Stuss ist, und die Prominenten somit bestens mit Halbwissen glänzen. Dennoch möchte ich hier eine witzige Begebenheit nebenbei erwähnen: Mein Twitter-Account hat es in die Handelsblatt-Onlineausgabe geschafft. Ja, ehrlich! Sogar ein kompletter Tweet von mir wurde zitiert, in 














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