Ich hab Berlin gesehen und Lena hat den Grand Prix verloren. Aber das eigentlich wichtigste Ereignis fand Ende letzter Woche statt. Letzten Samstag ging die zweitägige UlkeLAN 2011 zuende – eine LAN-Party so legendär, dass man selbst heute noch davon spricht, jedenfalls von der 2002er Version. Die 2011er Edition war dagegen zwar bei weitem nicht so aufregend, dafür aber umso gediegener. Die Teilnehmer waren wieder dieselben wie letztes Jahr (siehe Artikel): Ulke, Basti, Daniel und ich.

Ein fast noch größeres Problem als letztes Jahr war dieses Mal die Wahl der Spiele, aber das war abzusehen. Viele alte Spiele lassen sich heute nicht mehr problemlos im Netzwerk spielen und so war die Wahl erheblich eingeschränkt. Begonnen haben wir mit einer Runde Jedi Knight: Jedi Academy. Relativ schnell zeigte sich jedoch, dass es bei ein oder zwei Matches bleiben würde, da man sich lieber auf Coop-Spiele konzentrieren wollte. Dadurch wurde die Auswahl nochmals deutlich kleiner.

Während wir verzweifelt versuchten Magicka bei jedem der Teilnehmer zum laufen zu bekommen (ironischerweise ruckelte das Spiel gerade bei Basti, der vermutlich mit Abstand den stärksten Rechner hatte), ließen wir unseren Frust bei SWAT 4 aus und wir stellten erstaunt fest: Das Spiel ist richtig witzig. So stürmten wir stundenlang irgendwelche Gebäude, räucherten Terroristen und Geiselnehmer aus und verhafteten Zivilisten. Die gelegentlichen Kollateralschäden sorgten für die nötigen Lacher zwischendurch.

Inzwischen fand Basti eine Lösung für die ruckelige Grafik bei Magicka: War VSync schuld? War es ein veralteter Grafikkartentreiber? Musste man Triple Buffering erzwingen oder Magicka im Fenstermodus betreiben? Details und Auflösung runterschrauben? Nein, alles hat nicht geholfen. Man musste nur das USB-Joypad vom Rechner trennen, sofort lief Magicka flüssig. Wie sehr ein Entwickler da schlafen muss, um so einen Mist zu fabrizieren, das wollte uns nicht einleuchten. Jedenfalls haben wir gut gelacht.

Magicka war zwischendurch sogar ganz witzig, aber der Frustfaktor war dank Friendly Fire doch relativ hoch. Man musste beim Zaubern den eigenen Mitspielern praktisch mehr ausweichen als den zahlreichen Gegnern und das will einiges heißen. Wenn vier Spieler beteiligt sind, ist auch der Platz auf dem Screen recht begrenzt. Aus diesem Grund versuchten wir uns ebenfalls an UT2004, das man ja schon dutzende Male gespielt hat.

Am zweiten Abend haben wir gemütlich gegrillt und uns dann einige Filme reingezogen. Neben einem nicht genannten merkwürdigen Independent-Film waren außerdem „Die Verurteilten“ und „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ die Streifen der Wahl. Vor allem letztere schlugen ein wie eine Bombe.

Wieder einmal möchte ich auf die UlkeLAN 2012 hinweisen, die nächstes Jahr (möglicherweise) stattfinden wird – also die zehnjährige Jubiläums-UlkeLAN zur 2002er Version. Aber selbstverständlich entscheidet Ulke selbst. Abschließend bleibt mir nur wieder einmal den Gastgebern, Ulke und Basti, und natürlich dem dritten Mann im Bunde, Daniel, zu danken. Danke dass ich dabei sein durfte. Ich hoffe ich kann mit euch noch viele Netzwerkpartys erleben.