Was ist unwahrscheinlich, witzig und traurig zugleich? – Wenn mir drei Wochen nach dem Autokauf jemand ins Auto fährt!

Die vergangenen Tage und Wochen habe ich mir viele unnötige Sorgen gemacht. Wenn man schon mal in der Situation ist, soviel Geld auf einen Schlag auszugeben, dann will man sicher sein, dass man den Kauf nicht bereuen muss. Was wäre, wenn mir das Auto über Nacht plötzlich geklaut würde? Was wäre, wenn es jemand mutwillig zerkratzt, die Nummernschilder mitgehen lässt, oder die Reifen zersticht? Und soll ich mich lieber gleich umbringen oder erst nachdem ich das Auto in einer möglicherweise unachtsamen Sekunde gegen die Wand gefahren habe? Von Freunden, Verwandten und Bekannten hörte ich ständig, das seien doch wohl eher unbegründete Sorgen und ich solle mich doch nicht verrückt machen, das würde schon nicht passieren. Na, da habe ich ja wirklich Glück gehabt. Nach einigen Tagen wurde mein Schlaf tatsächlich wieder besser.

Neulich Mittag hing ein Zettel an meinem fahrbaren Neuerwerb, mit einem Hinweis auf ein kleines Missgeschick beim Ausparken. Wie selbstverständlich traf es genau das Heck meines Scirocco und nicht etwa irgendeines anderen parkenden Fahrzeugs auf dem vollbesetzten Parkplatz. Die Stoßstange wurde an einer Seite unterhalb der Rückleuchte etwas aus ihrer Fassung gedrückt, und als Bonus gibt es noch einige beinahe ästhetisch anmutende Kratzer im Lack dazu. Eigentlich gar nichts übermäßig Tragisches, aber dennoch ärgerlich. Man möge sich das nochmal vor Augen halten: Gerade einmal drei Wochen habe ich dieses Auto, kaum 500 km gefahren, und schon kann ich die Werkstatt besuchen, weil jemand die Abmessungen seines SUV offenbar nicht so ganz einschätzen kann. Da stehen mir ja einige lustige Monate bevor, wenn ich das mal ganz naiv auf ein Jahr hochrechnen würde. Kann jemand die Ironie dahinter sehen oder gehört das einfach zum großartigen Plan des Lebens dazu?

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Ich denke ich muss froh sein, dass das kein Fall von Fahrerflucht, sondern ein sehr sympathischer und ehrlicher Mensch ist. Ich bleibe nicht auf den Kosten sitzen, nur den Aufwand habe ich. Mitte nächsten Monats wird es repariert, dann ist das Thema hoffentlich erledigt, und dann ist vielleicht auch diese betäubende, elendslange Scheißkälte vorbei, die mir bald noch den letzten Nerv raubt.

Update vom 28.02.: Zum Thema Auto gibts hier erstmal Neuigkeiten von der Bahn: Nachdem diese bereits Anfang Februar den Termin zur Freigabe der Bahnstrecke um mehrere Wochen verschieben musste, wurde der Termin heute erneut verschoben, und zwar auf den 18. März. Offiziell begründet wird dies als „Folge der winterlichen Witterung“. Oder kurzgesagt: den faulen Mitarbeitern der Bahn ist es einfach zu kalt um zu arbeiten.