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Aus aktuellem Anlass: Die letzten fünf Jahre habe ich so einige Diäten mitgemacht. Immer dann, wenn ich mich eine Weile zu sehr habe gehen lassen (wenn McDonald’s den Big Tasty anbietet), starte ich regelmäßig den Versuch, mein Gewicht wieder drastisch zu senken. Im extremsten Fall habe ich so einmal knapp 13 kg verloren, was immerhin 17% meines Körpergewichts entsprach. Auch im Moment spiele ich mit dem Gedanken, wieder ein paar überflüssige Kilos loszuwerden und meine Essgewohnheiten zu ändern. Ein Grund für mich, Andere an meinen reichhaltigen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Ich weiß, Abnehmen ist anstrengend und kostet viel Überwindung, und am schwierigsten ist Abnehmen immer dann, wenn Verwandte oder Freunde einem die ideale Gelegenheit geben, die Diät kurzfristig über Bord zu werfen und richtig reinzuhauen. Das alleine wäre noch gar kein Weltuntergang, sollten diese Gelegenheiten nicht zu häufig auftreten, aber das wirklich Schädliche daran ist, dass viele sich hinterher sagen: „Heute habe ich es verbockt – jetzt hat die Diät auch keinen Wert mehr.“. Eigentlich sollten gerade die kleinen Niederlagen einen dazu anspornen, erst recht weiterzumachen.

Ich bin kein Ernährungswissenschaftler und ich habe auch nichts Medizinisches studiert, und üblicherweise sollte ich jetzt erwähnen, dass man niemals ohne vorherige Konsultation eines Arztes in großem Maße abnehmen sollte, was ich hiermit getan hätte. Alles geschieht auf eigenes Risiko. Aber ich lebe noch, also gehe ich davon aus, dass es keine Nebenwirkungen hat. Hier also einige Fakten und Tipps:

  1. Bei leichtem Übergewicht sind 6-8 kg in zwei Monaten machbar. 10 kg ist in 3 Monaten zu schaffen. Alles schonmal gemacht. Wer mehr wiegt, kann sogar noch schneller verlieren.
  2. Die ersten beiden Wochen sind mit Abstand die härtesten. Mitunter setzt der Gewichtsverlust erst spät ein, was an der Motivation zehrt. Das Hungergefühl dominiert und ist ein ziemliches Arschloch.
  3. Selbstbeherrschung ist alles. Für eine Diät muss man sich bewusst entscheiden und andere darauf aufmerksam machen. Jeder Tag, an dem der Verstand über den Körper siegt, ist ein Triumph und motiviert zusätzlich.
  4. Möglichst viel bewegen. Treppe nehmen statt Aufzug. Fahrrad statt Auto. Zum Einkaufen zu Fuß. Jedes bisschen macht einen Unterschied.
  5. Zwei bis fünf Mahlzeiten pro Tag. Zwei für Hardcore-Abnehmer mit Hang zum Masochismus, fünf für Vorsichtige. Je mehr Mahlzeiten, desto kleiner müssen die Portionen sein.
  6. Feste Uhrzeiten fürs Essen. Z.B. nach dem Aufstehen (6-8 Uhr), in der Mittagspause (12-13 Uhr) und nach Feierabend (18-19 Uhr).
  7. Gegen starkes Hungergefühl hilft Sport, welcher den Hunger für mehrere Stunden reduziert. Ansonsten schwarzer Kaffee ohne Zucker, zur Not mehrere Tassen. Einen halben Liter Wasser schnell trinken hilft manchmal auch.
  8. Ausnahmen und Ausrutscher sind erlaubt. Aber: Wenn Ausnahmen häufiger vorkommen, sind sie keine Ausnahmen mehr, sondern die Regel.
  9. Wer Süßigkeiten, Chips und Tiefkühlpizza in Griffnähe lässt, ist selbst schuld. Raus damit. Wer nichts da hat, müsste sich erst etwas besorgen. Das verringert die Gefahr, schwach zu werden.
  10. Nach drei bis vier Wochen gewöhnt sich der Kopf an das wenige Essen, Hunger und Appetit werden spürbar weniger. Spätestens ab hier fällt einem die Diät nicht mehr schwer.
  11. Nach sechs bis acht Wochen kann der Gewichtsverlust stagnieren, trotz Kalorienunterversorgung. Hier sollte man auf keinen Fall anfangen noch weniger zu essen. Das würde nur schaden.
  12. Was mach ich nach der Diät? Streng genommen gibt es kein „nach der Diät“. Wer sein Idealgewicht behalten will, muss dafür arbeiten. Das heißt: Essen in Maßen, soviel Bewegung im Alltag wie möglich. Wer sich daran nicht hält, darf spätestens in einem Jahr wieder eine Diät machen.

Heute habe ich ein paar Tipps/Tweaks für meinen favorisierten Videoplayer im Angebot. Der freie KMPlayer eignet sich meiner Erfahrung nach am besten für hochauflösende (1080p-)Videos und schlägt auch den beliebten VLC Player bei der Kompatibilität. Zu oft habe ich den VLC Player bei Dateien versagen gesehen, die der KMPlayer ohne Schwierigkeiten abgespielt hat. Zu Unrecht ist der KMPlayer eher unbekannt, da er sehr leistungsfähig ist, eine beeindruckende Funktionsvielfalt bietet und eine ansehnliche GUI hat. Kürzlich habe ich im Forum zum KMPlayer nach Lösungen für zwei Makel gesucht, die mich schon länger gestört haben. Ich glaube es schadet nicht, wenn ich die Ergebnisse meiner Suche hier zusammenfasse.

Mein erster Tipp gilt all denen, die beispielsweise 720p-Videos im KMPlayer auf Vollbild strecken (mit einer entsprechend größeren Desktopauflösung) und sich wundern, warum man plötzlich im Bild abknickende Kanten und Streifen an Konturen sieht. Die ausgefransten Kanten sind nicht zu sehen, wenn man das Video in Originalgröße betrachtet. Das Problem ist der voreingestellte Video-Renderer. „VMR7 mit Fenster“ und „VMR9 mit Fenster“ erzeugen diese hässlichen Artefakte beim Strecken. Ein Wechsel auf einen anderen Renderer, z.B. die Entsprechungen „VMR7 renderlos (HQ-Untertitel)“ und „VMR9 renderlos (HQ-Untertitel)“, behebt das Problem und verbessert das Filmerlebnis erheblich.

Erreichbar ist das Menü über einen Rechtsklick ins Bild -> Video (erweitert) -> Video-Renderer.

Der zweite Tipp bezieht sich auf zwei Probleme im Zusammenhang mit Videodateien mit mehreren Tonspuren: Bei bestimmten Videodateien kann es beim Wechseln der Tonspur zu einem stark verzerrten Bild kommen, auf dem nichts mehr erkennbar ist. Ungefähr so wie wenn man einen analogen verschlüsselten Fernsehsender ohne den benötigten Decoder betrachten wollte. Ein Wechsel zurück zur alten Tonspur ändert dann auch nichts mehr. Der KMPlayer muss neu gestartet werden. Das Problem ist mit derselben Videodatei jederzeit reproduzierbar und führt dazu, dass sich die Datei nur mit der voreingestellten Tonspur betrachten lässt. Auch kommt es manchmal vor, dass ein Video sich nicht weiter abspielen lässt, wenn die Tonspur gewechselt wird. Hier muss der Player ebenfalls neu gestartet werden.

Eine simple Einstellung korrigiert beide Erscheinungen: Rechtsklick ins Bild -> Optionen -> Einstellungen -> Video-Verarbeitung -> Tab „Allgemein“ -> KMP Video-Transform-Filter -> Bedingung: „Immer verwenden (wärmstens empfohlen)“.

Anschließend sollten die Bildfehler verschwinden und auch der Wechsel der Tonspur sollte schneller gehen. Bei beiden Einstellungen frage ich mich, wieso sie nach der Installation nicht voreingestellt sind. Insbesondere bei der letzten, die doch schon vom Entwickler „wärmstens empfohlen“ wird. Ich kann nur Kompatibilitätsgründe dahinter vermuten.

Letztes Jahr bekam ich die einmalige, elitäre Gelegenheit, ein Apple iPhone 3GS verwenden zu dürfen. Der Grund ist hier nicht von Relevanz. Wichtig ist nur, dass das Produkt fabrikneu und ungeöffnet war. Meine Euphorie war ungebremst, bis ich feststellte, dass das Gerät nicht verwendet werden kann, bevor es aktiviert wurde. Die Aktivierung ist ganz einfach – man braucht nur ein Datenkabel und: iTunes. Ich frohlockte gar sehr, als ich diese Information vernahm. Ich musste also Apple-Software auf meinem Windows 7 installieren. Sehr gerne hätte ich darauf verzichtet. Doch ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.

Im Folgenden also die zehn Schritte, um erfolgreich ein iPhone unter Windows zu aktivieren:

  1. Apple iTunes downloaden
  2. Apple iTunes installieren
  3. Apple iPhone aktivieren
  4. Apple iTunes deinstallieren
  5. Apple Software Updater deinstallieren
  6. Apple Application Support deinstallieren
  7. Apple Mobile Device Support deinstallieren
  8. Apple Bonjour deinstallieren
  9. Apple Quicktime deinstallieren
  10. Wallpaper von Steve Jobs wieder rausnehmen

Na gut, den letzten Punkt habe ich erfunden. Aber alles andere ist Realität. Außerdem ist das iPhone eigentlich schon nach dem dritten Punkt aktiviert, der Rest ist Abfallbeseitigung. Einfacher gehts kaum. Wahnsinn, wieviel Bonusmaterial man zu seinem iPhone dazubekommt. Da hat man eben echt noch was für sein Geld. Danke Apple!

Schon seit Beginn meines Studiums bin ich großer Fan von OpenOffice.org (und neuerdings entsprechend LibreOffice). Ich finde den Gedanken toll, dass man ein vollständiges Office-Paket, das praktisch den gleichen Leistungsumfang wie Microsoft Office hat, kostenlos im Internet bekommen kann. Manches mag MS Office etwas besser können, anderes kann dafür nur OOo. Aber wer das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis hat, muss ich hier wohl nicht extra betonen. Da ein Student sowieso an jeder Ecke sparen muss, war es nur naheliegend, dass ich umgestiegen bin.

In den letzten fünf Jahren hat sich bei mir einiges an Erfahrung im Umgang mit dem freien Office-Paket angesammelt, allem voran deshalb, weil ich sämtliche Ausarbeitungen, Dokumentationen, Diagramme, Präsentationen und meine Diplomarbeit damit verfasst habe. Ich weiß daher, dass sich die Bedienung der Programme gerade für Neulinge, wenn es um komplexere Dinge wie Dokumentenstrukturierung geht, zuerst schwierig gestalten kann. Man hat zwar einen großen Vorteil, wenn man schon mit MS Office umgehen kann, aber es bleibt einem nicht erspart, sich viele Dinge neu anzueignen.

Ich bin ganz gewiss kein Profi im Umgang mit OOo und LibreOffice, eher eine Art fortgeschrittener Anfänger, aber inzwischen kann ich auch anspruchsvollere und längere Dokumente flüssig anfertigen, ohne nach Tutorials zu suchen. Gerade was Dinge wie doppelte Seitennummerierung, aufwändige Kapitelnummerierung, verschiedene Seitenlayouts etc. angeht, habe ich oft Stunden damit zugebracht, mir aus dem Internet herauszusuchen, wie ich das bewerkstelligen kann.

Als sich LibreOffice kürzlich von OpenOffice.org abgespalten hat, war ich zunächst ratlos, welche Office-Lösung ich künftig weiterverwenden sollte. Inzwischen habe ich mich für LibreOffice entschieden. Im Moment macht diese Entscheidung noch keinen merklichen Unterschied, da die Pakete beinahe identisch sind, aber das wird sich rasch ändern. Meine Artikel über LibreOffice werden sich daher fast immer 1:1 auf OOo anwenden lassen. Persönlich ziehe ich die Lösung der Document Foundation vor, da Oracle offenbar nicht unbedingt den besten Ruf in Entwicklerkreisen hat. Ich glaube, dass es sich positiv auswirkt, dass man nicht unter der Fuchtel eines Softwaregiganten steht. Die neugewonnene Freiheit der Entwickler wird LibreOffice dauerhaft zugute kommen, so wie das einst bei der Entstehung von OOo der Fall war.

Da ich mein Wissen in irgendeiner Form mit Neulingen teilen möchte, werde ich voraussichtlich in Zukunft mehrere kleine Tutorials schreiben, die sich mit alltäglichen Problemen im Umgang mit LibreOffice befassen. Am wichtigsten ist mir dabei der LibreOffice Writer, da dieser erfahrungsgemäß am häufigsten gebraucht wird.

Eine neue Version der NextGEN Gallery – eine neue Runde für meinen Kampf gegen Windmühlen. Ein kurzer Blick auf den Quellcode der neuen Version zeigt: Die betroffene Zeile wurde zwar von 1.7.3 auf 1.7.4 modifiziert, aber der alte Fehler ist noch drin. Der Code ist weiterhin nicht valide wenn zwei oder mehr Galerien auf derselben Seite angezeigt werden. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis das behoben wird.

Also hier die aktualisierte Fassung meiner kleinen Korrektur. Geöffnet werden muss die Datei /wp-content/plugins/nextgen-gallery/lib/navigation.php. Folgender Abschnitt muss gefunden werden:

In der vierten Zeile alles ab (einschließlich) id= bis vor href= entfernen. Also folgendermaßen:

Mann, was freu ich mich schon auf die nächste Version in drei Wochen, wenn ich den Fehler wieder fixen darf…