Archiv für April, 2012

ATARI

Oxyd magnum! unter Dongleware-Spiele

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oxydmagnum disketteDas nächste ganz ganz kleine Update. Mehr lässt die Arbeit zeitlich leider nicht zu. Und wenn man dann um über 9000 Uhr nach Hause kommt, dann verpulvert man seine wenige Freizeit auch noch mit irgendwelchen Blog-Seiten und Artikeln. Hach, es ist schon ein schwieriges Leben manchmal.

Heute habe ich mein kleines Dongleware-Museum (unter “Bereiche” im Menü) um ein weiteres Atari ST-Spiel erweitert: Oxyd magnum! Da ich es leider selbst nie gespielt habe, kann ich dazu gar nicht so viel erzählen. Das Review hab ich aus einem Scan der Amiga Games Ausgabe 1/1994 abgetippt, damit wenigstens etwas dort steht. Wenn man mal von dem ominösen OXYD Color absieht, von dem ich bisher nur in Legenden gehört habe, ist Oxyd magnum! das einzige Dongleware-Spiel, das es auf dem ST in Farbe gab. Zusätzlich gab es auch eine Monochrom-Version davon, allerdings separat scheinbar.

Inzwischen habe ich zumindest Cover und Rückseite meiner Dongleware-Bücher gescannt (in der Auflösung 5000×7000 Pixel!) und daher kann ich so die Bilder, die ich mir bisher aus dem Netz zusammengeklaut hab, demnächst durch eigene Versionen mit hoher Qualität austauschen. Macht einfach einen besseren Gesamteindruck.

Ansonsten denke ich momentan darüber nach, als kleinen Bonus auch noch das von Dongleware vertriebene Shoot’em Up Tubular Worlds von 1994 einzutragen, obwohl das von einer ganz anderen Firma entwickelt wurde. Und eigentlich ist das gar kein Spiel für den wundervollen Atari ST. Muss ich mir also noch gut überlegen. Das nächste Kapitel, das ich angehen möchte, ist eine entsprechende Seite für die Spiele von Martin Hintzen und Jürgen Verwohlt, namentlich Thriller, Shocker usw.

Bevor ich es vergesse, die Projektseite von Spacola Eclipse will ja auch noch mit den neuesten Informationen aktualisiert und vor allem umgestaltet werden. Aber das hat alles noch Zeit. Für heute reicht es mal wieder. Der Wecker kennt schließlich keine Gnade.

Deutschland

Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein 2012

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It’s that time again! Aber diesmal nur ein kurzes Update. Ich wollte meinen politischen Kompass mal wieder überprüfen. Vielleicht hätte ich diesmal die größte Übereinstimmung mit der NPD gehabt, wäre doch bestimmt spaßig gewesen. Um das herauszufinden, habe ich erneut zu 38 Aussagen im Wahl-O-Mat Stellung bezogen. Dieser wurde inzwischen mit den Thesen aller Parteien zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein gefüttert.

schleswig holstein 2012

Mich wundert es inzwischen schon ein wenig, dass bei mir immer die Piraten ganz oben stehen, immer die CDU ganz unten steht, aber der Rest wird beinahe bunt durcheinander gewürfelt. Offenbar müsste ich echt eine ganze Menge verqueres Zeug im Kopf haben, damit mir mal eine andere Partei mehr entspräche. Aber gut zu wissen, dass sich der Wahl-O-Mat zumindest bei den beiden Extremen immer mit meiner persönlichen Einschätzung deckt.

Achja, wenn ich gerade sowieso schon wieder bei meinen Lieblingspiraten bin: Ich kann den FAZ-Online-Artikel über den “Shitstorm der Etablierten” empfehlen.

Filme

Film-Kurzreview: “Wasser für die Elefanten”

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The show must go on

wasserfuerdieelefantenGerade im Begriff seinen Universitätsabschluss in Veterinärmedizin zu machen, liegt das Leben von Jacob Jankowsi (Robert Pattinson) plötzlich in Scherben. Durch eine mehr oder weniger glückliche Fügung landet der Sohn polnischer Einwanderer bei dem bekannten Wanderzirkus “Benzini Bros”. Zirkusdirektor August Rosenbluth (Christoph Waltz) gibt ihm eine Stelle als Tierarzt, dabei lernt Jacob die junge Artistin Marlena (Reese Witherspoon) kennen, die Ehefrau von August. Jacob stellt schnell fest, dass das Showgeschäft ein knallhartes Geschäft, und dass August ein gefährlicher Mann ist, dem weder Tier- noch Menschenleben etwas bedeutet, wenn er nur ein paar Dollar sparen kann. Als dieser dahinter kommt, dass Jacob und Marlena schließlich wesentlich mehr als nur Kollegen sind, muss Jacob fliehen um sein Leben zu retten. Er weiß, dass ein besseres Leben auf Marlena wartet und plant gemeinsam mit ihr durchzubrennen.

Der für Hollywood-Verhältnisse beinahe unbekannte Regisseur Francis Lawrence (“Constantine”, “I Am Legend”) spielt in der Romanverfilmung “Wasser für die Elefanten” mit dem starken Kontrast zwischen den glanzvollen Zirkusvorführungen und dem Schmutz und der Gewalt hinter den Kulissen, der Illusion einer perfekten Welt und dem zugrundeliegenden Schmerz. Die spürbare Kritik, die in den Film eingewoben ist, befasst sich damit, dass es Zeiten gab, in denen Tierquälerei eines der Fundamente des Zirkusgeschäfts bildete, und dass bei leerer Kasse auch Zirkusvolk entbehrlich war. Der Film spielt in den Vereinigten Staaten zur Zeit der Prohibition um 1930, kurz nach der Weltwirtschaftskrise von 1929, einer schwierigen Zeit für die Menschen, und begründet durch die Armut in der Bevölkerung eine glaubwürdige Grundlage für die Handlung.

Unter den Darstellern fällt zunächst Robert Pattinson auf, der in der Traumfabrik vor allem dem weiblichen Kinobesucher als handzahmer Kuschelvampir Edward aus der erfolgreichen “Twilight”-Filmreihe bekannt ist. Hier kann er durchaus demonstrieren, dass ihm auch andere Rollen liegen. Reese Witherspoon konnte mich nicht in dem Maße überzeugen, fällt aber wenigstens nicht negativ auf. Der brillierende Star ist – und es fällt mir nicht leicht, das schon wieder zuzugeben – der Österreicher Christoph Waltz, der erstmals 2009 in Hollywood dank Quentin Tarantino zeigen konnte, dass er ein erstklassiger Charakterdarsteller ist. Er glänzt in seiner Rolle als Paradeschuft, als rücksichtsloser gewalttätiger Zirkusdirektor. Wie kein anderer geht Waltz in seiner Arbeit auf. Einer Erwähnung am Rande erweist sich aus den Reihen der Darsteller zuletzt Hal Holbrook als würdig, der den alten Mann zu Beginn und am Ende des Films spielt. Sein Auftritt mag kurz, aber dafür umso nachhaltiger und emotionaler sein, als es der ganze sonstige Film ist.

Ein ganz besonderes Highlight von “Wasser für die Elefanten” ist der wie selbstverständlich ausgezeichnete Soundtrack von James Newton Howard, der von der ersten bis zur letzten Minute unter die Haut geht. Die Musik wirkt meistens dezent im Hintergrund, aber spielt sich in den Vordergrund, sobald es darauf ankommt, und verleiht den magischen Momenten des Films ihre einzigartige Magie. Weniger gut gefallen haben mir die hektischen Szenen mit den digital eingefügten Raubtieren am Ende, nicht nur weil der Effekt verhältnismäßig billig wirkt, sondern auch weil hier (absichtlich) mit einem Übermaß an Bewegungsunschärfe gearbeitet wurde, um den Makel zu verschleiern.

Fazit: “Wasser für die Elefanten” will meiner Meinung nach zeigen, dass nicht alles Gold ist was glänzt, und dass Glück manchmal Hand in Hand mit Elend geht, und das gelingt ihm sehr gut. Unter den Darstellern sticht zumindest Christoph Waltz eindeutig heraus, was Fans interessieren dürfte. Unempfindlich gegen Drama und Liebesgeschichten sollte man besser nicht sein, denn sonst könnte der Film seine Wirkung verfehlen. Kein Meisterwerk, aber es reicht allemal für eine echte Empfehlung meinerseits.

Television

Scotty, beam me up!

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Mit dieser Serie hat alles angefangen. Gene Roddenberry konnte 1964 gar nicht einschätzen, welche gigantische Marke das einmal werden würde, die er da gerade plante, während er mit Produktionsfirmen verhandelte. Er wollte etwas bisher nie dagewesenes erschaffen: Einen Western, der im Weltraum spielt, weit weit in der Zukunft. Dort sollte es unter den Menschen keine Diskriminierung mehr geben, keinen Rassenhass und keine Religionskonflikte. Also nur noch weltweite Harmonie? Mitnichten, denn der Weltraum bietet viel unerforschtes Konfliktpotenzial!

Nun habe ich mich über alle drei Staffeln durch das Original gekämpft. Entstehungsgeschichtlich eine völlig inkorrekte Reihenfolge, aber von der Handlung legitim, dass ich meine Odyssee durch das Serien-Universum mit ST:ENT begonnen habe und nun mit “Star Trek” fortführe. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie bekannt unter dem Namen “Raumschiff Enterprise”. Heute kennt man die Serie, die zwischen 1966 und 1969 produziert wurde, unter dem Titel “Star Trek: The Original Series” (TOS). Interessanterweise wurde beinahe zeitgleich in Deutschland “Raumpatrouille Orion” gedreht, praktisch das deutsche “Star Trek”.

startrektos1Star Trek beginnt mit dem Pseudo-Pilotfilm “The Cage” von 1965, der einige Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen der ersten Folgen spielt. Die Enterprise steht noch unter dem Kommando des Captain Pike. Zur Seite gestellt wird ihm der Vulkanier Spock, gespielt von Leonard Nimoy. Eine zentrale Rolle spielt außerdem Majel Barrett, die Gattin von Gene Roddenberry. In der Folge geht es um übermächtige Wesen, die Captain Pike gefangen nehmen. Doch der Pilotfilm kam bei den Verantwortlichen nicht gut an. Zugegeben, er war teilweise unfreiwillig auch etwas komisch. Außerdem zuwenig Action, zuviel langatmiges Gelaber. Die Leute wollten lieber sowas wie Bonanza. Also ändert man das Konzept ein wenig und fängt an zu drehen. Nimoy und Barrett werden in die Serie übernommen. Captain Pike wird ersetzt durch Captain Kirk, den William Shatner spielt. Der Pilotfilm wird in der ersten Staffel praktisch als Doppelfolge noch einmal verwurstet.

Die Serie hat zwar einen aus heutiger Sicht leicht trashigen 60er-Jahre-Charme, aber das ist zum Glück kein Schwachpunkt. Es ist eben charakteristisch für die Zeit. Für echte Trekkies ist das Original absolutes Pflichtprogramm, denn es legte den Grundstein für alles, was anschließend folgte. Selbst Star Wars lag damals noch in weiter Ferne, weshalb ich mich auch immer gegen den dämlichen Star Wars vs. Star Trek -Vergleich wehre. So ein Vergleich kommt eigentlich immer nur aus dem Lager der Star Wars -Fanboys, die das Konzept hinter Star Trek nicht begreifen (wollen). Da ich in beiden Welten zuhause bin, kann mir aber echt egal sein, welches Universum das bessere sein mag.

Im Rückblick muss ich gestehen, dass ich mich ein wenig dafür schäme, dass ich den Produzenten von ENT Ideenlosigkeit vorwerfen wollte. Es ist ja beinahe erschreckend, wie oft es in ST:TOS um genau dasselbe Thema geht. Ganz besonders gerne wird irgendein gottähnliches Wesen thematisiert, oder ein beliebiger übermächtiger Computer der die Crew der Enterprise festhalten und/oder vernichten will. Oder wahlweise betet irgendeine unterentwickelte Zivilisation auf einem Planeten diese Entität (Außerirdischer oder Computer) an und verteidigt sie gegen die Crew. Kirk muss das Wesen überreden, die Enterprise freizulassen. Da das meist nicht funktioniert, findet sich irgendwann eine Schwachstelle, so dass die falsche Gottheit unschädlich gemacht werden kann. Oft hat Kirk damit auch gleichzeitig die Diktatur auf dem Planeten beendet und das Volk aus der Sklaverei der Religion befreit. Parallelen zur Weltpolizei USA sind hier erkennbar.

startrektos2Auffällig ist, dass so mancher Nebendarsteller mehrere Rollen in der Serie einnimmt. Fällt aber wohl nur auf, wenn man die Serie in so kurzer Zeit abarbeitet wie ich. Die Darstellerin der Dr. Pulaski aus TNG spielt hier in zwei Folgen als junge Frau mit. Dass Nebendarsteller in roten Uniformen keine besonders große Lebenserwartung haben, dürfte bekannt sein. Das Phänomen der “Red Shirts” ist mir aber aus einem Grund aufgefallen: Hin und wieder werden Crewmitglieder von Unholden auf Planet XY getötet, was dann den zentralen Konflikt der Folge entstehen lässt. Am Ende der Folge klärt sich die Sache dann, entweder weil man sich einigt, weil der Feind besiegt ist, oder weil es sowieso nur ein Missverständnis war. Schließlich lachen alle und man fliegt mit Sol-Geschwindigkeit ins nächste Abenteuer. Moment, war da nicht was mit ermordeten Crewmitgliedern? Wie wärs mit einer Gedenkminute, Trauerfeier oder irgendwas in der Art? Nein, Crewmitglieder wachsen doch in der Sternenflottenakademie nach, warum also teure Emotionen vergeuden.

Ich habe festgestellt, dass der Anfang von “Star Trek II: Der Zorn des Khan” (der gemeinhin als der beste Star Trek -Film betrachtet wird) ziemlich Banane ist. Wir erinnern uns: Chekov entdeckt die Botany Bay auf Ceti Alpha 5, wo Khan mit seiner Crew ausgesetzt wurde, nachdem er die Enterprise übernehmen wollte. Dabei scheint er sich langsam an das Schiff zu erinnern, bis es ihm schließlich wieder einfällt. Pavel Chekov kam aber eigentlich erst in der zweiten Staffel in die Serie, da war die Sache mit Khan schon erledigt. Wenn er sich nicht nachträglich irgendwelche Logs angehört hat, dann kann er das eigentlich gar nicht aus eigener Erinnerung wissen, weil er nicht dabei war.

Schön gemacht fand ich die respektvolle Rivalität zwischen Spock und Pille McCoy, wobei Spock Pille immer vorwirft, unlogisch zu denken, und Pille an Spock seinerseits kritisiert, er sei eine gefühllose Maschine. Kirk meißelt sich in der Serie seinen Ruf als Frauenheld in Stein. Viele Male kann er von den hübschen Damen nicht die Finger lassen. Majel Barrett, die im Pilotfilm noch Brückenoffizier war und in der Serie nur noch Krankenschwester, spielte in TNG die Mutter von Deanna Troi. Generelle Bekanntheit erlangte sie im englischen Original als Computerstimme über alle späteren Star Trek -Serien hinweg.

Spiel

Death Rally Remake nachträglich für Android

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In einem Artikel vom März 2011, also vor etwas mehr als einem Jahr, habe ich mich darüber aufgeregt, dass Remedy Entertainment seine Fans ver-apple-t, weil es das lange erwartete Death Rally Remake nur für iOS gab – also ausschließlich für Apple-Geräte. Für Fans des Originals (Death Rally gab es NUR auf dem PC), und gerade weil Remedy auf der Plattform PC groß geworden ist, war das ein wüster Schlag ins Gesicht. Eine Android-Version als Alternative zum scheußlichen Apple-Monopol wäre das mindeste gewesen, das Remedy hätte anbieten müssen. Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass sie es kurz zuvor gnädigerweise erlaubt haben, dass jemand für sie einen funktionsreduzierten nativen Windows-Port des DOS-Originals schreibt. Den Quellcode rücken sie trotzdem nicht raus – vermutlich um ihr Remake zu schützen und Funktionserweiterungen zu verhindern.

deathrallyandroidNun, was soll ich sagen. Heute habe ich im Google Playmobil-Store/Ex-Android-Market nur durch Zufall entdeckt, dass es wohl seit einigen Tagen endlich doch eine Android-Version von Death Rally gibt. Nach einem Jahr also quasi nachgeschoben. Der Download umfasst 49 MB. Ob da noch was dazukommt an Spieldaten weiß ich im Moment nicht, müsste ich direkt mal testen. Wenn das alles wäre, wäre das Remake tatsächlich nur wenig größer als das DOS-Original mit seiner viel älteren Technik und den pixeligen Bitmaphintergründen. Der Download ist sogar kostenlos, aber bevor die Fans nun jubelnd aus ihren Sitzen springen: Micropayment bzw. In-App-Payment ist das Stichwort. Wer die wirklich coolen Strecken, Autos und Waffen will, der muss also doch in die Tasche greifen. Und ich wette fast, dass da einiges mehr zusammenkommt, als man für ein Vollpreisspiel bezahlt hätte, wenn ich mir alle Extras kaufen wollen würde.

Bei Death Rally handelt es sich im Prinzip um ein Rennspiel, das aus der Vogelperspektive gespielt wird. Der Gag daran ist, dass sich die Fahrer gegenseitig durch Schusswaffen, Minen, Rammversuche und anderen unschönen Hilfsmitteln aus dem Rennen befördern. Auch jubelnde Zuschauer am Streckenrand können im Spiel überfahren werden, was damals vielerorts eigentlich gar nicht so gern gesehen wurde. Weitere Informationen zum Original und einen Download-Link für die Windows-Version gibts hier auf SuccessDenied im Menü unter “kommerzbefreite Spiele“.

Irgendwie interessiert mich das doofe Remake heute gar nicht mehr. Aber wenn die denken, dass sie sich soviel Zeit lassen können, bis sie eine Android-Version nachliefern, dann bleibt mir nichts anderes übrig als mich wie ein Kunde zweiter Klasse behandelt zu fühlen, nur weil ich kein Apple-Gerät nutze. Good job, Remedy!

Soziale Medien

Der Fortschrittsbericht zu Ostern

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Frohe Ostern! Ich habe wieder ein bisschen am Blog gebastelt. Wer meine Gedankenhalde regelmäßig besucht, dem wird es schon aufgefallen sein. Das Menü ist umstrukturiert, die Sidebar hat eine Schlankheitskur verpasst bekommen. Googles Crawler moniert, dass meine Webseite ungemütlich hohe Ladezeiten hat, und die entscheidet bei vielen Gelegenheitssurfern über Bleiben oder Wegklicken. Alles unter 2 Sekunden ist im grünen Bereich. Bei mir sind es teilweise bis zu 9 Sekunden. WordPress ist nicht unbedingt bekannt für seine Schlankheit, aber durch die Plugins die ich verwende, braucht das Script noch länger zur Ausführung. Daher habe ich vorerst drei Widgets entfernt, auf die ich noch am ehesten verzichten konnte.

Darüber hinaus hat SuccessDenied.com jetzt (leider) ein richtiges Impressum bekommen (müssen), damit mich nicht irgendwelche Abmahnanwälte ins Visier nehmen. Mit wachsender Bekanntheit musste ich mich irgendwann entscheiden, ob ich weiterhin Outlaw bleiben will oder doch Konformität praktizieren sollte.

Ansonsten habe ich die Kontakt-Seite komplett umgestaltet, die ist jetzt informativer und übersichtlicher. Die wahnsinnig unspannende Seite über meine Interessen ist jetzt Teil der Autor-Seite geworden, die ich ebenfalls umgebaut habe. Dadurch wird im Menü Platz für anderen Kram. Achja, und ich habe im Moment 600 Twitter-Follower. Die 60 Neuzugänge sind übrigens NICHT alles nur Spambots.

handelsblattWo wir gerade dabei sind: Das Handelsblatt macht sich momentan nur wenig Freunde mit seiner bescheuerten “Mein Kopf gehört mir!”-Aktion, in der Prominente öffentlich die Piratenpartei angreifen, wobei ihr Kernkritikpunkt der ist, dass die Piraten angeblich alles umsonst haben wollten, was eigentlich ziemlicher Stuss ist, und die Prominenten somit bestens mit Halbwissen glänzen. Dennoch möchte ich hier eine witzige Begebenheit nebenbei erwähnen: Mein Twitter-Account hat es in die Handelsblatt-Onlineausgabe geschafft. Ja, ehrlich! Sogar ein kompletter Tweet von mir wurde zitiert, in einem zweiseitigen Artikel zu den Tanzverbot-Flashmob-Ankündigungen durch Anhänger der Piraten. Die Handelsblatt-Redakteurin Tina Halberschmidt hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass sie mich in ihrem Artikel nebst einem anderen Twitterer erwähnt. Fand ich sehr interessant. Gleichermaßen zitiere ich den entsprechenden Absatz hier einfach mal:

Trotz (oder gerade wegen) der Absage ist das Tanzverbot auch bei Twitter Thema. „Die Piraten legen sich sogar mit dem veralteten Karfreitag-Tanzverbot an. Genau für solche Aktionen liebe ich diese Partei. Bitte weiter so”, schreibt zum Beispiel @SuccessDenied. @infinsternis hingegen macht sich über Flashmobs und Demonstrationen gegen das Tanzverbot lustig und fragt süffisant, ob Karfreitag „nicht der Tag sei, an dem diejenigen aus ,Protest’ Aktionen veranstalten, die an den restlichen 364 Tagen keine Tanzfläche betreten“.

Nicht unbedingt einer meiner besten Tweets, aber immerhin. Erwähnt ist erwähnt. Dem Tweet von @infinsternis kann ich zwar nichts abgewinnen, weil das eher nicht auf jeden zutrifft, der an dem Flashmob teilnimmt, aber der Artikel ist gut geschrieben. Man kann doch auch einfach aus Prinzip eine Protestaktion starten, ohne dass man selbst davon persönlich profitieren würde, wenn sich was änderte. Darum ist das ja eine Sache des Prinzips. Ich muss doch nicht FÜR ein Tanzverbot sein, nur weil ich selbst nicht tanze. Genauso muss ich ja nicht FÜR einen Überwachungsstaat sein, nur weil ich keine Verbrechen begehe. Im Übrigen tanze ich durchaus manchmal, wenn auch nicht besonders gut.

Success Denied Symbol

Schlechter Aprilscherz von Digitalnature

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Gerade vor einer Stunde dachte ich noch, dass meine WordPress-Installation gehackt worden wäre. Mein WP-Dashboard zeigte unter anderem folgende merkwürdigen Bilder an:

unicorn aprilfools

Auch ließen sich keine Links anklicken. Der Blog war offenbar auch davon betroffen. Kurzerhand habe ich die Webseite für einige Minuten vom Netz genommen. Die Quelle der Bilder war www.cornify.com. Im Javascript-Quelltext konnte ich eine Variable mit dem Namen “pwned” ausmachen. Klarer Fall, dachte ich. Mein WordPress wurde gehackt.

Erste Versuche, herauszufinden, ob die aktuelle WordPress-Version eine schlimme Sicherheitslücke beinhaltete (ja, ich weiß, WordPress IST eine schlimme Sicherheitslücke), brachten aber nichts zutage, genauso wenig wie eine Suche nach etwaigen Unicorn-Hacks. Dass es jemand speziell auf meinen Blog abgesehen hatte, wollte ich aber ausschließen. Davon hätte niemand was, ist auch zu unbekannt.

Die Datenbank war völlig intakt, auch sonst war nichts beschädigt. Nur blöde Einhorn- bzw. Pony-Bilder. Also wahrscheinlich doch kein Hack, sonst wäre das Ergebnis sicher schlimmer gewesen. Eine weitere Google-Suche nach einem Ausdruck im Quelltext “show ponies on 1st click of a link” ließ mich auf der Webseite von Digitalnature landen, den Entwicklern von Mystique3, meiner SuccessDenied-Basis-Theme: http://digitalnature.eu/topic/unicorns-and-rainbows-error/.

Stellt sich heraus, dass es sich um einen (zweifelhaften) Aprilscherz der Theme-Entwickler handelte und dass jeder betroffen ist, der am 1. April diese Theme benutzt. Finde ich persönlich ziemlich geschmacklos. Ich bin offenbar nicht der erste, der einen Hack vermutete. Mit sowas spaßt man nicht. Hätte man panisch reagiert, wären vielleicht sogar Daten verloren gegangen.

Das Ärgernis findet sich in der functions.php im Verzeichnis der Mystique3-Theme, ganz am unteren Ende der Datei. Einfach den entsprechenden Teil löschen oder auskommentieren, hochladen, alles wieder gut. Ich hoffe die Spaßvögel lassen diesen schlechten Scherz mit dem nächsten Update schnell wieder aus der Theme verschwinden. Ich werde jetzt nicht damit anfangen, in Zukunft immer den kompletten Quelltext nach solchen Kindereien zu durchforsten. Ärgert mich schon sehr.

Hier zum Abgleich der komplette Quelltext des Aprilscherz-Scripts:

// some fun :)
if(date('m-d', current_time('timestamp', true)) == '04-01') add_action('admin_footer', 'mystique_a1');


function mystique_a1(){
  ?>
  <script src="http://www.cornify.com/js/cornify.js"></script>
  <script type="text/javascript">
    jQuery(document).ready(function($){

      // show ponies on 1st click of a link
      $('a').click(function(){
        if($(this).data('pwned')) return true;
        cornify_add();
        $(this).data('pwned', 1);
        return false;
      })

      var counter = 9999,
          stringIdx = 0,
          strings = [
            'I like turtles. ',
            'Co za asy... ',
            'I hate it when there\'s a tiger in my bathroom. '
          ];

      $('#title').bind('input', function(event){

        var text     = $(this).val(),
            newText  = text.substr(0, text.length - 1);

        if(!strings[stringIdx][counter]){
          stringIdx = Math.floor(Math.random() * strings.length);
          counter = 0;
          newText = '';
        }

        newText += strings[stringIdx][counter];
        counter++;
        $(this).val(newText);

        return false;
     }).keydown(function(){

       var key = event.keyCode || event.charCode;

       // ignore backspace/del (not worth handling this ;)
       if(key == 8 || key == 48)
         return false;

      });


      $('#publish').each(function(){

        var ofs        = $(this).offset(),                // element position relative to the document
            props      = ['top', 'left'];                 // we will pick a random property from this list
            property   = '',
            value      = 0;

        // seamlessy apply absolute position
        $(this).css({
          position: 'fixed',
          top:      ofs.top,
          left:     ofs.left,
          zIndex:   1000

        // start fooling around:)
        }).mouseover(function(){

           // choose a property
           property = props[Math.floor(Math.random() * props.length)];

           // ...and a value
           value = Math.floor(Math.random() * (property !== 'top' ? $(window).width() : $(window).height()));

           // avoid edges...
           value = Math.min(Math.max(value, 100), (property !== 'top' ? $(window).width() - 100 : $(window).height() - 100));

           // apply css
           var css = {};
           css[property] = value;
           $(this).animate(css, 150);
        });

      });
    });
	} ?>
	  </script>
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