Archiv für Januar, 2011

Webfundstück

Im Weltraum findet keiner deine Tippfehler

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alienposterGerade im Oktober des vergangenen Jahres wurde die “Alien Anthology” auf Blu-ray veröffentlicht, die man als echter Alien-Fan selbstverständlich besitzen muss. Das Alien-Franchise umfasst mittlerweile vier (plus zwei weitere) Filme, ein neuer Film ist noch immer im Gespräch. Den Auftakt machte 1979 “Alien“, der bei uns den leicht dämlichen Untertitel “Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” bekam. Ridley Scott und James Cameron haben ihre Arbeit mit den ersten beiden Teilen damals sehr gut gemacht und ein Universum geschaffen, in dem man sich wunderbar gruseln konnte. Alle folgenden Streifen haben dieses Denkmal dann Stück für Stück wieder abgetragen, bis es mit AvP2 schließlich für hirntot erklärt werden musste. Manchmal sind Crossovers eben doch nicht so toll.

Als ich so nach einem Bild des Filmposters für das Original suchte, fiel mir eines in die Hände, bei dem mir etwas aufgefallen ist:

alienposter2

Die berühmte Tagline “In space no one can hear you scream.” ist bei diesem Exemplar falsch geschrieben. Die Bilddatei findet ihr hier, wobei die Quelle hier zu finden ist. Was ich mich frage: Wem passiert so ein peinlicher Fehler und wieso merkt es sonst keiner vor der Veröffentlichung? Es ist der einzige Satz auf dem Poster. Wieviele Leute bei 20th Century Fox arbeiten an so einem Filmposter? Selbstverständlich kann sowas leicht gefälscht werden, aber wieso sollte man einen Fehler nachträglich einbauen, der nicht witzig und obendrein sogar noch denkbar ist? Leider hat meine Recherche nichts ergeben, zumal die meisten Alien-Filmposter diesen Fehler nicht haben. Bleibt also offen, wie es dazu kam.

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NextGEN Gallery 1.7.3 vs. XHTML 1.1

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OK, jetzt reicht es. Gerade vor ein paar Tagen habe ich darüber geschrieben, dass ich endlich auch die NextGEN Gallery für WordPress dahingehend korrigiert habe, dass sie jetzt XHTML 1.1-valide ist. Heute gab es das Update auf Version 1.7.3, das ich selbstverständlich sogleich installiert habe – und meine Befürchtung bewahrheitete sich: Der alte Fehler ist wieder da. Der W3C-Validator sagt folgendes:

Line 1395, Column 407: ID “ngg-next-2″ already defined
…nggpage=10″>10<a id=”ngg-next-2″ href=”/fotos/?nggpage=2″>&#9…

An “id” is a unique identifier. Each time this attribute is used in a document it must have a different value. If you are using this attribute as a hook for style sheets it may be more appropriate to use classes (which group elements) than id (which are used to identify exactly one element).

Dazu passend die Ursache für den Fehler:

Line 746, Column 405: ID “ngg-next-2″ first defined here
…/?nggpage=9″>9</a><a id=”ngg-next-2″ href=”/fotos/?nggpage=2″>&#9…

Da in einem validen HTML-Dokument jede ID höchstens einmal vorkommen darf, wird ein Fehler für jede weitere Galerie erkannt, die sich auf derselben Seite befindet wie die erste Galerie. In meinem Fall derzeit acht Galerien, ergo sieben Fehler. Das Problem ist: Für mehrere Galerien pro Seite liefert die NextGEN-Gallery von Herrn Alex Rabe (die ansonsten eigentlich makellos ist) keinen validen Code.

Wie ich bereits erwähnte, ist dem Autor bekannt, dass ein Fehler vorliegt. Er scheint nur zu faul zu sein, das zu fixen. Oder vergesslich. Ich dachte mir, wenn ich den Fehler schon wieder sporadisch flicken muss, dann kann ich ja eigentlich auch andere daran teilhaben lassen. Vielleicht stört sich ja außer mir noch jemand daran.

Geöffnet werden muss die Datei /wp-content/plugins/nextgen-gallery/lib/navigation.php. Sucht in der Datei nach folgendem Abschnitt:

if ( ( $page ) * $maxElement < $total || -1 == $total ) {
    $args['nggpage'] = $page + 1;
    $this->next = $nggRewrite->get_permalink ( $args );
    $r .= ‘<a id=”ngg-next-’ . $args['nggpage'] . ‘” href=”‘ . $this->next . ‘”>&#9658;</a>’;
}

Entfernt werden muss in der vierten Zeile alles ab (einschließlich) id= bis vor href=. Also folgendermaßen:

    $r .= ‘<a href=”‘ . $this->next . ‘”>&#9658;</a>’;

Speichern, hochladen, fertig. Diese Lösung ist nicht besonders intelligent, aber sie funktioniert und stellt den Validator zufrieden.

Spiel

Durchgespielt: Borderlands

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borderlands1In Zusammenarbeit mit meinem Bruder (und neuerdings mit Daniel) habe ich mal wieder einen FPS durchgespielt. Bislang schlappe 100 Spielstunden haben wir gemeinsam mit Borderlands verbracht, das sozusagen das Diablo 2 unter den Shootern ist. Im Folgenden ein kleiner Überblick über meine Erfahrungen.

Borderlands spielt in der postapokalyptischen Welt Pandora, aus der James Camerons Schlümpfe offenbar längst vertrieben wurden. Das Cel-Shading-Rendering sorgt für witzige cartoonähnliche Grafik und ein aufwändiger Soundtrack untermalt das Szenario. Das Spiel sollte unbedingt mit Freunden im Coop gespielt werden, denn das ist seine Stärke. Alleine hätte ich das Interesse vermutlich schnell wieder verloren, doch mit bis zu vier Leuten ist für viele Stunden Spielspaß gesorgt.

Der Spieler wählt aus den vier Charakterklassen Hunter, Siren, Soldier und Berserker und kämpft vorrangig gegen Ungetier der Wildnis und Banditen. Im Laufe des Spiels werden die Gegner immer größer und stärker, während man nacheinander die 127 Missionen abklappert. Ohne zuviel zu verraten, und auch wenn es schmerzt: Das Ende erinnert mich wieder stark an Crysis (Aliens, Eislandschaft, hausgroßer Endgegner). Danach kann man das Spiel diablo-typisch in einem höheren Schwierigkeitsgrad (es gibt drei!) durchspielen, mit noch stärkeren Gegnern und besserer Ausrüstung. Wer darauf keine Lust hat, dem bleiben noch die vier DLCs/Addons. In “The Zombie Island of Dr. Ned“, geht der Spieler auf die Jagd nach Untoten, bei “Mad Moxxi’s Underdome Riot” darf man in drei Arenen ums Überleben kämpfen, in “The Secret Armory of General Knoxx” gibt es viele neue Gegner und Fahrzeuge und in “Claptrap’s New Robot Revolution” gibt es viel Blech und Gegnerrecycling.

borderlands2Die canyon-artige Wüstenumgebung der Spielwelt macht insgesamt einen guten Eindruck, die Aussicht ist oft ein Grund zum Umschauen. Einen Minuspunkt gibts für die Schaufensterpuppen-NPCs, die völlig unbeeindruckt immer am selben Fleck sitzen oder stehen, egal was vor sich geht. Dadurch wirkt alles noch toter als es eigentlich müsste. Das Hochleveln und Skillen geht überraschend schnell voran. Nach 30 Stunden hat man seinen Charakter ziemlich genau auf Level 30, wenn nicht sogar noch höher. Das Levelmaximum von 69 ist auch noch in annehmbarer Zeit erreichbar.

Das Vehikelsystem von Borderlands ist toll, es hat nur einen großen Makel: es findet kaum Verwendung. Nur ein winziger Bruchteil der Missionen ist mit Fahrzeug lösbar. Meist sind die Distanzen einfach nicht groß genug, ansonsten lässt man sich per New-U direkt zum Ziel beamen. Hinzu kommt, dass man sowieso alle hundert Meter absteigen muss, da das Missionsziel nicht für Fahrzeuge erreichbar ist. Erst mit dem dritten DLC wird dieses Problem behoben: Endlich darf der Spieler auf dem Highway fahren. Endlich darf der Spieler auch größere Fahrzeuge verwenden, z.B. einen Truck mit zielsuchenden Raketen oder einen gepanzerten Transporter mit schwerer Bewaffnung. Warum eigentlich nicht gleich so?

borderlands3Daneben gab es eine ganze Reihe von Bugs und Unpässlichkeiten, die den Spielspaß zeitweise mehr oder weniger getrübt haben. Die Fahrzeuge verkeilten sich desöfteren irgendwo, so dass man sie erstmal stehen lassen musste. Selten konnte sogar die Spielfigur an unsichtbaren Wänden hängenbleiben, durch den Boden hindurchfallen oder komplett steckenbleiben. Teilweise verschwanden Gegner in der Wand. Manchmal waren Missionen nicht abschließbar oder längere Missionsbriefings wurden genau dann eingeblendet, wenn der Spieler mitten im Gefecht war und nicht zuhören konnte. Am Anfang leidet man ständig unter Geldmangel, zum Ende hin verdient man sich an jeder lächerlichen Pistole eine goldene Nase. Das zwingende Einsammeln der Munition ist mühsam und ärgerlich und hätte anders gelöst werden müssen. Einmal ist der Geldzähler nach 9.999.999 Dollar wieder auf 0 gesprungen. Tagelang habe ich ein Snipergewehr als Kurzdistanzwaffe verwendet, weil meine vielen SMGs, Combat Rifles und Shotguns keinen vergleichbaren Schaden angerichtet haben. Die Zwischensequenzen kann man nicht abbrechen, selbst wenn man sie schon ein Dutzend mal gesehen hat. Die Liste solcher Fehler und Patzer könnte ich wohl noch eine Weile fortsetzen.

Selbst nach dem Abspann des letzten DLCs endet das Abenteuer noch nicht. Man ist permanent auf der Jagd nach besseren selteneren Waffen (“Pearlescent”), stärkeren Artefakten und mehr Skillpunkten. Auch sorgen die Challenges (z.B. 10000 Gegner töten) für weitere Motivation. Der Spielspaß ist größer als die Enttäuschung durch die Bugs, daher werde ich mich wohl noch eine Weile mit Borderlands beschäftigen können.

Degree

HS Mannheim: Eine Ära in Bildern

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Mein schönes Studium liegt nun schon etwas zurück und wie das bei mir eben so ist, beginne ich manchmal wehmütig an die Zeit zurückzudenken. Jetzt habe ich mich also dazu entschlossen, einige der Fotos hochzuladen, die ich während dieser Zeit auf dem Campus, in den Vorlesungsräumen und drum herum gemacht habe.

Die Bilder sind über den gesamten Zeitraum von fünf Jahren entstanden, aber der Großteil stammt aus der Zeit meiner Diplomarbeit, als ich mir dachte, ich müsste sofort alles visuell mitnehmen woran ich später gerne mal wieder denken würde *g*. Ist also absolut nichts besonderes, außer für meine Wenigkeit vielleicht, weil es eben doch viele spannende, angenehme und auch weniger angenehme Erinnerungen wachruft.

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Success Denied Symbol

Noch mehr Validierungskram

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Heute Nacht habe ich mich in einem Anfall von Tatendrang wieder mal um zwei Fehler bei SuccessDenied gekümmert. Was Schlaflosigkeit so alles anrichten kann. Jedenfalls habe ich vor wenigen Wochen verkündet, dass die Seite bis auf die NextGEN-Gallery endlich valides XHTML ist. Dem Autor ist das Problem zwar bekannt, aber offenbar war er sich in den letzten zwölf Monaten leider zu schade für einen Bugfix, obwohl es Updates gab. Kurzerhand hab ich den Fehler also selbst behoben. Nun ist die Seite tatsächlich 100% valide, ohne Ausnahmen.

Daneben gibt es noch einen Fehler im Besucherzähler-Plugin, der die komplette WordPress-Installation für einen halben Tag lahmgelegt hatte, bis ich das Plugin deaktivieren konnte. Nach der Reaktivierung läuft es wieder als wäre nie was gewesen. Auch hier liegt dem Autor ein Fehlerbericht vor. Er möge sich hoffentlich die Tage darum kümmern, sonst mach ich es selbst ;)

Mittlerweile dürfte aus der ehemaligen Blog-Baustelle eigentlich eine einigermaßen erträgliche Webseite geworden sein. Sollte dennoch dem ein oder anderen ein grober Schnitzer hier auffallen, freue ich mich natürlich über eine Rückmeldung.

Trance

Iridium vs. Pandemik – Arcade

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Heute kümmere ich mich mal um den ersten Musik-Upload im neuen Jahr. Youtube ist seit einer Stunde um einen Harddance-Song reicher. Der Song heißt “Arcade” und ist von Iridium vs. Pandemik, einem leider wenig bekannten Harddance/Hardhouse-Gespann aus England.

Den Song hab ich in einem Set von Jka namens “Sunburn (Summer Promo ’08)” gehört und er ist mir direkt im Gedächtnis hängengeblieben, weil es ein Remix des bekannten Keygen-Chiptune “Unreeeal Superhero” ist, den man bei Youtube ebenfalls im Original findet. Chiptunes sind ja bekanntlich eine Schwäche von mir und in Kombination mit Harddance kommt der Song für mich sogar noch eine Spur interessanter rüber.

Damit das Video nicht ganz so trocken daherkommt, habe ich es mit einer verpixelten Keira Knightley verziert. Schafft vielleicht zusätzlich etwas von dem 8-Bit-Charme.

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Hardware

Not so weekly rant: “Wer braucht denn soviel Platz?”

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Alle Jahre wieder, wenn auf irgendeiner Technik- und Hardware-Webseite oder an sonst irgendeinem Ort im Netz Neuigkeiten über ein aktuelles Festplatten-Flaggschiff, das alle bisherigen Festplattenkapazitäten in den Schatten stellt, berichtet wird, kommen sie ans Tageslicht: ich nenne sie die “Wer braucht denn soviel Platz?”-Trolle. Sie stürzen sich auf das Diskussionsforum und verärgern mit dieser billigen Provokation sämtliche Technikfans. Auch im eigenen Freundeskreis verbergen sie sich gerne, um dann im geeignetsten Augenblick zuzuschlagen.

Es vergeht kaum ein Jahr, in dem ich mir nicht eine neue Festplatte mit immer größerem Speicher zulege: 20 MB, 512 MB, 2.1 GB, 4.2 GB, 30 GB, 200 GB, 400 GB, 500 GB, 1 TB, 1.5 TB, 2 TB … ich hab praktisch alles mitgemacht. Eine 3 TB -Platte kommt mir sicher auch noch ins Haus. Doch kaum wird das Thema in heiterer Runde angeschnitten, folgt wieder die obligatorische Frage: “Wer braucht denn schon soviel Platz?”. Umgekehrt könnte ich natürlich fragen: “Was sind das eigentlich für Witzfiguren, die ernsthaft eine solche Frage stellen?”. Aber ich fürchte, damit begebe ich mich dann auch nur auf dasselbe Niveau herab.

Von dem “Wer braucht denn soviel Platz”-Troll gibt es viele verschiedene Formen. Wird das Gespräch gerade auf die kommenden 12-Kern-Prozessoren gelenkt, schlägt der Troll wieder zu: “Wer braucht denn soviele Kerne?”. Oder bei den Auflösungen der Monitore ab 24 Zoll: “Wer braucht denn so eine hohe Auflösung?”. Oder bei der Internetanbindung: “Wer braucht denn 50 MBit/s Downstream?”, respektive “Wer braucht denn mehr als 1 MBit/s Upstream?”. Es sind vermutlich dieselben Leute, die sich bei einer Digitalkamera von Red fragen: “Wer braucht denn Videos im 4K-Format?” mit dem intelligenten Zusatz “720p reicht doch!”

Was bleibt mir in einer solchen Situation? Was mache ich also Jahr für Jahr, wenn wieder jemand halbklug daherlabert, sobald es um technische Neuerungen geht? Ganz einfach, ich erkläre es ihm: Wer denn soviel Platz bräuchte? ICH! ICH und viele andere Menschen, die die Technik gerne ausreizen, die eine ebenso große Sammelleidenschaft haben und die wissen, dass sich alles weiterentwickeln muss. Wo wäre die Technik heute, wenn sich von Anfang an immer jemand zunächst gefragt hätte: “Moment mal, wer braucht denn überhaupt mehr als 640 KByte RAM?”, um sich dann von seiner Idee angewidert abzuwenden und lieber noch eine Runde Dune II zu spielen.

Nur weil euch eine kleine Festplatte reicht, ihr Augenschmerzen von großen Desktopauflösungen bekommt, ihr im Monat nicht mehr als 200 MB Download-Volumen ansammelt und euch alles mit mehr als 2 Prozessorkernen und mehr als 2 GB RAM suspekt vorkommt, müsst ihr Trolle doch trotzdem einsehen, dass es Leute mit höheren Ansprüchen an die Technik gibt. Denkt bitte in Zukunft nochmal nach, bevor ihr wieder dämliche Fragen stellt. Wir wissen es zu schätzen.

Television

Die ko(s)mische Welt von “Seinfeld”

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seinfeld1Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen, habt euch viele gute Vorsätze gemacht und ordentlich zum Jahreswechsel gefeiert. Das alte Jahr wollte ich eigentlich mit einem kleinen Kommentar zur Sitcom “Seinfeld” abschließen, aber damit bin ich nicht rechtzeitig fertig geworden. Nun muss ich das (hoffentlich viel erfolgreichere) Jahr 2011 mit einem Serienkommentar einleiten.

Wie bereits gesagt, habe ich wieder mal eine US-amerikanische Mammut-Sitcom überlebt, die sich über neun Staffeln erstreckt. Die Serie heißt genauso wie die Hauptfigur, die wiederum genauso wie der Schauspieler heißt: “Seinfeld”. Jerry Seinfeld ist ein amerikanischer Standup-Comedian und hierzulande am bekanntesten für seine Sitcom. Sie lief von 1990 bis 1998, jedoch gab es 1989 schon eine Quasi-Pilotfolge namens “The Seinfeld Chronicles“.

In “Seinfeld” geht es um den Komiker Jerry Seinfeld, seine Freunde … und um nichts. Jedenfalls wird das in der Serie über die fiktive Serie-in-der-Serie “Jerry” behauptet, in der es nur um Jerry Seinfeld und seine Freunde geht. Die “Seinfeld”-Clique besteht neben Jerry außerdem aus seiner Ex-Freundin Elaine, seinem faulen besten Freund George, und seinem Nachbarn Kramer. Jede Folge beschreibt diverse Probleme, die die vier Freunde miteinander, nebeneinander oder ohne einander haben. Seinfeld versucht als Komiker erfolgreich zu werden und will eine eigene Fernsehshow mit George auf die Beine stellen. George will nur möglichst wenig arbeiten und regt sich ständig über alles auf. Elaine sucht den Mann fürs Leben und einen Job, der zu ihr passt. Der arbeitslose Kramer dagegen sucht überhaupt nichts, der hat schon alles was er braucht – bei Jerry.

seinfeld2Soviel zur Theorie. In der Praxis muss ich gestehen, war ich anfangs stark überrascht, dass diese Serie bei IMDb tatsächlich 9,4 Punkte erhält. Ich hatte große Schwierigkeiten, an der Serie etwas witziges zu finden, und ich musste mich wundern, worüber das Tonband-Gelächter sich jedesmal so köstlich amüsierte. Zum Glück wurde die Serie irgendwann ab der vierten oder fünften Staffel tatsächlich viel besser. Ab der siebten Staffel war ich dann wirklich begeistert. Das m.M.n. beste an der Serie ist Cosmo Kramer: der abgedrehte Nachbar, gespielt von Michael Richards, der meint bei Jerry zu wohnen, und in jeder Folge die verrücktesten Weisheiten und Macken offenbart. Wenn seine Mimik mal nicht reicht um eine Situation witzig zu machen, dann spätestens wenn er unbeholfen irgendwo dagegenrennt oder drüberstolpert.

Die Charaktere der Serie leben in einer beziehungstechnisch sehr sehr schnelllebigen Welt. Es gibt selten eine Folge, wo nicht alle vier New Yorker Chaoten mit jeweils einem anderen Partner liiert sind. Auch die eher hoffnungslosen Figuren George und Kramer können sich eigentlich nie über mangelnde weibliche Zuwendung beschweren. Auch wenn das an der Glaubwürdigkeit manchmal nagt (und die Serie einen ziemlich schwachen Start hingelegt hat) betrachte ich “Seinfeld” im Rückblick doch als solide komische (bzw. wegen Kramer: cosmische) Unterhaltung.

So, und welche Serie schau ich mir als nächstes an?

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